MÜNCHBERG

Münchberg: Flüchtiger im Heulager aufgegriffen - Haftbefehl

Prozess gegen Vater der Baby tot geschüttelt haben soll
Nach stundenlanger Flucht vor der Polizei bei Münchberg sitzt ein 24-Jähriger nun der Justizvollzugsanstalt ein. Foto: SymbolJulian Stratenschulte

Zwei Männer hielten die oberfränkische Polizei fast 20 Stunden in Atem, nachdem sie bei ihrer Flucht vor einer Kontrolle einen Beamten schwer verletzten (diese Redaktion berichtete). Gegen einen der beiden wurde jetzt Haftbefehl erlassen, wie es in einer gemeinsamen Presseerklärung des Polizeipräsidiums Oberfranken und der Staatsanwaltschaft Hof heißt.

Nachdem ein Großaufgebot von oberfränkischen Polizeikräften, unterstützt von zahlreichen weiteren Einheiten der Bereitschaftspolizei und benachbarter Präsidien, seit Sonntagabend nach den beiden Flüchtigen fahndete, konnten sie am Montag gegen 14.40 Uhr in einem Heulager versteckt festgenommen werden. Auf Antrag der ermittlungsführenden Staatsanwaltschaft Hof verbrachten beide die Nacht zum Dienstag im Polizeigewahrsam.

Die Verdachtsmomente haben sich erhärtet

Im Zuge der weiteren Ermittlungen erhärteten sich die Verdachtsmomente hinsichtlich eines versuchten Tötungsdelikts an dem Polizeibeamten gegen den 24-jährigen aus Potsdam. Gegen ihn wurde am Dienstagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof Haftbefehl erlassen. Er sitzt jetzt in einer Justizvollzugsanstalt ein.

Sein Begleiter, bei dem es sich nicht wie zuerst angenommen um einen 24-jährigen Berliner, sondern um einen 22 Jahre alten Mann aus Brandenburg handelt, wurde wieder auf freien Fuß gesetzt.

Warum die beiden Männer überhaupt vor der Polizei flüchteten, liegt derzeit nach wie vor im Dunkeln. Die Kriminalpolizei Hof ermittelt nach den Hintergründen. (pol)

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