LAUTERTAL

Laster stürzt um: A 73 bei Lautertal stundenlang dicht

Für mehr als sieben Stunden war die A73 Richtung Suhl, zwischen Coburg und Eisfeld-Süd am Freitagabend voll gesperrt, nachdem sich ein folgenschwerer Unfall mit einem Lkw-Zug ereignet hatte. Gegen 19:30 Uhr waren nach einemheftigen Schneeschauer zunächst mehrere Lkw?s an einer Steigung der südlichen Richtungsfahrbahn hängengeblieben. Kurz nach dem Eintreffen einer Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Coburg beobachteten die eingesetzten Beamten, wie auf der Gegenfahrbahnein Lkw mit Anhänger auf dem schneebedeckten Fahrbahnbelag ins Schleudern kam. Im weiteren Verlauf stellte sich der Lkw komplett quer, kam mit dem Führerhaus ins Bankett und kippte anschließend mitsamt dem Anhänger um. Hier blockierte das Gespann die kompletteBreite der Nordfahrbahn, ein Vorbeikommen war nicht mehr möglich. Die Polizisten kamen dem im Führerhaus eingeklemmten Fahrer, einem 57-Jährigen aus dem Landkreis Kulmbach sofort zu Hilfe und forderten Rettungsdienst und Feuerwehr an. Zudem veranlassten die Spezialisten der Verkehrspolizei eine Vollsperrung des Autobahnabschnitts zwischen Coburg und Eisfeld-Süd. Umliegende Feuerwehren rückten mit einem Großaufgebot von rund 100 Einsatzkräften an. Glücklicherweise hatten die Polizeibeamten den Lkw-Fahrer schonvor Eintreffen der Feuerwehr aus seinem Führerhaus befreit. Er wurde vom Rettungsdienst in ein Klinikum eingeliefert. Wie sich herausstellte, hatte er lediglich eine Kopfplatzwunde und mehrere kleinere Schnittverletzungen erlitten.

Für die Bergung des mit ca. 10 Tonnen Sammelgut beladenen Lkw-Zuges einer Spedition aus dem Landkreis Lichtenfels forderte die Polizei eine Bergungsfirma mit schwerem Gerät an. Diese rückte mit mehreren Abschleppfahrzeugen und einem 60-TonnenKran an. Der Schwerlastkran stellte Lkw und Anhänger wieder auf, anschließend konnten die beschädigten Fahrzeuge mittels Tieflader und Abschlepper abtransportiert werden. Das umgekippte Gespann hatte nach dem Unfallgeschehen nur noch Schrottwert, zudem wurdenauch Bankett und Fahrbahnbelag in Mitleidenschaft gezogen. Ob die Ladung etwas abbekommen hat, muss eine Begutachtung am Folgetag zeigen. Der gesamte Sachschaden beläuft sich auf mindestens 100000 Euro.

Ausleitung und Sperrung des betroffenen Autobahnabschnitts wurden im ersten Angriff von den Kräften der Feuerwehr, im weiteren Verlauf von den Absicherungsspezialisten der Straßenmeisterei Coburg übernommen. Deren Mitarbeiter reinigtenzudem die auf rund 100 Metern durch Schotter und Betriebsstoffe verunreinigte Fahrbahn.

Gegen 03:00 Uhr war die Fahrbahn geräumt und gesäubert und konnte wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Wegen seiner nicht angepassten Geschwindigkeit erwarten den unfallverursachenden Lkw-Fahrer ein Bußgeld in Höhe von 145 Euro und ein Punkt in Flensburg.