BAMBERG

Bamberg: Sandkerwa 2021wird wohl abgesagt

Auch im Jahr 2021 wird es wohl keine Sandkerwa in Bamber geben. Foto: red

Oberbürgermeister Andreas Starke ist am Dienstag laut Pressemitteilung der Stadt mit den Vorsitzenden aller Bamberger Bürgervereine und den Schaustellern aus der Region zusammengekommen, um über die diesjährige Ausführung der Bamberger Sandkerwa sowie die verschiedenen Distriktkirchweihen zu beraten. OB Starke berichtete zunächst von der jüngsten Videokonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder und den Bürgermeister:innen aus Bayern. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie grundsätzlich mit Großveranstaltungen in diesem Sommer umgegangen werden solle. Die Teilnehmer waren sich einig, dass aufgrund des Infektionsgeschehens Großveranstaltungen mit vielen Besuchern auch in diesem Jahr nicht durchführbar sind, so dass die Staatsregierung die Empfehlung ausspreche, derartige Großveranstaltungen abzusagen. Sowohl die Schausteller als auch die Bürgervereine gehen davon aus, dass die Ausführung der Sandkerwa, bei der traditionell ohne Zugangsbeschränkungen mehr als 200 000 Menschen in engen Gassen miteinander feiern, auch in diesem Jahr nicht realistisch sei. Gleiches gilt für die normalen Distriktkirchweihen in den verschiedenen Stadtteilen. Der Gesundheitsschutz habe Vorrang. Der Stadtrat wird sich in seiner Vollsitzung am 19. Mai mit dem Thema befassen. Die Stadtverwaltung schlägt dem Stadtrat vor, die Absage der Sandkerwa zu befürworten.

Um den Schaustellern in dieser schwierigen Situation dennoch Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, sollen kreative Lösungen geschaffen werden. Vorstellbar aus Sicht aller Beteiligten sind „Pop Up“-Kerwas, wenn es die Rechtslage und das Infektionsgeschehen zulassen. Denkbar sind „Kleinstlösungen“ mit einem Kinderkarussell, Süßigkeitenverkauf, sowie einer Fisch- und Imbissbude. Aber: Sitzmöglichkeiten zum Verweilen, der Verkauf von Alkohol oder gar das Aufstellen eines Festzeltes werden nicht erlaubt sein, kündigte Oberbürgermeister Andreas Starke an. Diese reduzierten Angebote seien „selbstverständlich freiwillig, die Bürgervereine müssen sich mit den Schaustellern verständigen“, so Starke. (red)

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