ZAPFENDORF

Verspäteter, aber erfolgreicher Start für Hennemann

Bericht Saisoneröffnung in Corona-Zeiten beim Motorrad-Rennfahrer Rene Hennemann von Dippold-RACING aus Untersiemau
Rene Hennemann (Mitte) und sein Vater Karl-Heinz (2.v.l.) waren mit dem Saisonauftakt zufrieden. Foto: privat

Motorpsort

Auch vor dem Motorrad-Rennsport haben die Corona-Beschränkungen nicht Halt gemacht. Daher begann die Saison nicht wie geplant im März, sondern erst im Mai – mit Einschränkungen. Zuschauer waren nicht erlaubt. Der Zapfendorfer Rene Hennemann vom Dippold-Racing- Team aus Untersiemau wollte eigentlich in der Klasse Superbike 1000 (Bridgestone-Wertung) auf einer 220 PS starken Aprilia RSV4 1100 Factory in der FR-Challenge starten. Diese wird aber wegen Corona-Beschränkungen nicht ausgetragen. Deshalb startete der Zapfendorfer zum Saisonbeginn bei Rennen ohne Jahresgesamtwertung.

Bevor das erste Rennwochenende Ende Mai auf dem Lausitzring stattfand, absolvierte das Team zwei Testtage zur Abstimmung von Fahrwerk, Bremsen, Sitzposition, Übersetzung, Lenker und Hebelstellung.

Auf dem Lausitzring begann das Wochenende mit Platz 1 am ersten Trainingstag und der Pole Position für das Rennen. Da sich im hinteren Fahrerfeld ein schwerer Unfall ereignete, wurde das Rennen in der ersten Runde abgebrochen, nicht mehr gestartet und abgesagt.

Der nächste Einsatz erfolgte in Form von zwei weiteren Trainingstagen im tschechischen Most. Nach Corona-Regeln waren nur fliegende Starts erlaubt, dadurch hatte Hennemann am Ende keine Chance gegen eine werksseitig unterstützte Honda CBR100RR und wurde Zweiter von 19 Fahrern.

Anfang Juli reiste das Team noch einmal zu zwei Trainingstagen an den Sachsenring. Dabei belegte der Aprilia-Pilot am ersten Tag im Zeittraining hinter dem in der Langstrecken-WM fahrenden Arnaud Friedrich und Jörg Müller den dritten Startplatz für das Rennen. Nach hartem, aber fairem Zweikampf mit Müller überfuhr er mit einer schnellsten Rennrunde von 1:30,86 Minuten als Dritter die Ziellinie. Da WM-Starter Friedrich aus der Wertung genommen wurde, konnte sich Hennemann über Platz 2 freuen.

Am zweiten Trainingstag lief es noch besser, so konnte sich der Zapfendorfer Platz 2 mit einer schnellsten Runde von 1.29,665 Minuten für das Rennen sichern, ebenfalls hinter Arnaud Friedrich, verteidigte diesen aber mit der schnellsten Runde (1:30,004). Da Friedrich wieder nicht gewertet wurde, ging der Sieg an Hennemann.

Das Team hofft nun, dass die Corona-Beschränkungen auch im Motorrad-Rennsport bald gelockert werden und wieder reguläre Rennen stattfinden können. Die nächsten geplanten acht Rennen finden im Rahmen des PZ-Sachsen-Cups bis Ende September statt. Hier liegt Hennemann im Moment auf Platz 5, punktgleich mit Platz 4 und mit nur elf Punkten Rückstand auf Platz 1.

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