ZAPFENDORF

Hennemann holt nach Zitterpartien den Sachsencup

Saison-Abschlussbericht über den Motorrad-Rennfahrer Rene Hennemann von Dippold-RACING aus Untersiemau
Der PZ-Sachsencup in der Klasse SBK 1000 geht an das Motorrad-Dippold-Racing-Team. Es freuen sich, von links: Bernd Esper (Fan), Atze Zwior (Fan), Micha Kuchinke (Fan), Fahrer René Hennemann, Karl-Heinz Hennemann-Spörlein (Vater) und Lothar Sauer (Fan) Foto: privat

Motorsport

Nach einem an Spannung kaum zu überbietendem Saisonfinale auf dem Sachsenring freut sich der Zapfendorfer Motorrad-Rennfahrer Rene Hennemann vom Motorrad-Dippold-Racing-Team aus Untersiemau über den verdienten Gewinn des PZ-Sachsencups in der Klasse SBK 1000. In der Gesamtwertung belegte er mit 181 Punkten Platz 1 bei 27 Fahrern. Von zehn Rennen beendete Hennemann sieben als Sieger.

Zum Abschluss fanden im Rahmen einer Doppelveranstaltung an vier Tagen die letzten vier Läufe statt. Vor diesen führte der Aprilia-Pilot die Gesamtwertung mit 6,5 Punkten Vorsprung an. Schon im Training zeigte der Zapfendorfer die gewohnt starke Leistung und sicherte sich die Pole Position für das erste Rennen. Die überragende Trainingsleistung bestätigte er auf seiner 220 PS starken Aprilia RSV4 1100 Factory im Rennen. Bis zur fünften von acht Runden lag er mit zwei Sekunden Vorsprung an der Spitze. Dann trat allerdings ein technischer Defekt an der Auspuffanlage auf, er wurde mit schwarzer Flagge aus dem Rennen genommen. Sein schärfster Konkurrent Norman Wenkel gewann.

Das nächste Training verlief alles andere als gut, Hennemann fiel auf Grund von Elektronikproblemen aus. Da er dadurch keine Trainingszeit erreichte, musste er sich mit dem 26. und letzten Startplatz begnügen. Für das Rennen wurde die Ersatzmaschine aus dem Vorjahr bereitgemacht. Hennemann machte Platz um Platz gut und erkämpfte sich den fünften Rang.

Das Training zu den letzten beiden Rennen dominierte der Zapfendorfer trotz Starts auf seinem Ersatzmotorrad souverän und sicherte sich jeweils die Pole. Weil es jedoch im Rennen der ebenfalls auf dem Sachsenring startenden Supersport-600-Klasse zu einem schweren Unfall kam, wurde dieses Rennen abgebrochen.

Dadurch konnte aus Zeitgründen das Superbike-Rennen nicht mehr gestartet werden. Deshalb wäre der erste Platz der Meisterschaft nicht mehr zu gewinnen gewesen, da es für einen Sieg „nur“ 25 Punkte gibt, zum Gewinn der Meisterschaft aber 25,5 Punkte notwendig gewesen wären.

Nach einer Fahrerbesprechung wurde beschlossen, dass am letzten Tag ein Sprintrennen und ein Hauptrennen gestartet werden sollte, damit die Meisterschaft unter fairen Bedingungen zu Ende gebracht werden kann. Es bestand also immer noch die Chance, den Meistertitel nach Oberfranken zu holen.

Beim vorletzten Rennen erkämpfte sich Hennemann mit hauchdünnen 0,048 Sekunden Vorsprung den Sieg. Im letzten und entscheidenden Rennen bog er vom Start weg als Zweiter in die erste Kurve ein, in der dritten von acht Runden überholte er den Führenden. In der fünften Runde wurde das Rennen aber wegen eines Sturzes abgebrochen.

Die Rennleitung entschloss sich, das Rennen nicht mehr zu starten und halbe Punkte zu vergeben. Dies reichte Hennemann mit 181 Punkten und damit zwölf Zählern Vorsprung zum Gewinn des PZ-Sachsencups in der Klasse Superbike 1000. (red)

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