LANDKREIS LICHTENFELS

Ebensfeld nur von der Papierform Favorit

Ebing gg Arnstein 111020 10 Esen Erkan
Der Ebinger Spielertrainer Erkan Esen will sein Team am Sonntag in Ebensfeld wieder in die Erfolgsspur zurückführen. Foto: sportpress

Fußball

Erneut zu einem Derby im Tabellenkeller der Fußball-Bezirksliga Oberfranken West kommt es am Sonntag (15 Uhr). Der TSV Ebensfeld, nur zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz liegend, erwartet den Vorletzten SpVgg Ebing. Der TSV Marktzeuln erwartet den TSV Schammelsdorf, der noch um den Titel mitspielt.

Eine Stunde später tritt der Jura Arnstein gegen die DJK Bamberg II an. Die Top-Begegnung steigt am Samstag beim TSV Mönchröden, wo der Vierte sich mit dem Fünften TSV Breitengüßbach misst.

Sonntag, 15 Uhr

TSV Ebensfeld (12.) – SpVgg Ebing (14.)

Dieses Derby steht ganz im Zeichen des Abstiegskampfes. Allerdings mit klaren Vorteilen für die Hausherren. Die Sperber-Schützlinge haben nicht nur neun Punkte gegenüber ihrem Gegner mehr. Sie haben Heimvorteil und einen Teilerfolg hinter sich. Beim FC Oberhaid befand sich der TSV am vergangenen Sonntag sogar auf der Siegerstraße; letztlich gab es aber ein 2:2. Die Ebensfelder traten mutig auf und verdienten sich den Zähler. Dies gibt Popp & Co. sicher zusätzlichen Rückenwind gegen die SpVgg Ebing, die einen weiteren Rückschlag hinnehmen musste. Die Jungs von Spielertrainer Erkan Esen verloren zu Hause das Kellerduell gegen Schlusslicht Jura Arnstein. Bitter für Ebing: Das entscheidende Tor zugunsten des Aufsteigers fiel erst in der Schlussminute. Aufbauarbeit durch den Coach war unter der Woche angesagt. So darf man gespannt sein, wie die Ebinger diesen Tiefschlag weggesteckt haben. Trotz dieser gegenteiligen Gefühlslagen ist von einem ausgeglichenen Match auszugehen, in der die Tagesform und auch das Quäntchen Glück entscheiden wird. Ein Unentschieden, wie beim 1:1 im Hinspiel, hilft den Gästen kaum weiter.

TSV Marktzeuln (13.) – TSV Schammelsdorf (4.)

Nach dem 1:2 vor zwei Wochen gegen den TSV Burgebrach erwarten die Zeulner mit dem TSV Schammelsdorf erneut ein Team aus dem vorderen Tabellenbereich. Im Kampf um den Klassenerhalt sind solche Gegner nicht unbedingt der Maßstab. Insbesondere auch deshalb, weil sie mit den Gästen auf einen Gegner treffen, der mit breiter Brust anreist. Die Akteure von Gäste-Trainer Dominik Kauder haben bisher einen makellosen Re-Start hingelegt. 3:0, 2:0 und zuletzt 4:0 lauten die Ergebnisse. Den „Zeulnern“ fehlt nach nur einer Partie noch Spielpraxis. So geht es für die Hausherren wohl morgen nur über sehr viel Einsatz, Kampf und Laufbereitschaft, um den Schammelsdorfern Paroli zu bieten. Immerhin: Im Hinspiel gingen die „Zeulner“ als 2:0-Sieger vom Platz. Ein gutes Omen? Gäste-Trainer Dominik Kauder hält dagegen: „Wir sind sehr gut drauf, treffen vorn und lassen hinten nichts zu. Unser Ziel ist klar. Wir wollen die drei Punkte mitnehmen.“

Sonntag, 16 Uhr

SC Jura Arnstein (16.) – DJK Bamberg II (9.)

Nach über einem Jahr war es dem Aufsteiger Arnstein wieder vergönnt, als Sieger vom Platz zu gehen. Gegen ihren „Lieblingsgegner“ SpVgg Ebing gab es einen 2:1-Auswärtseerfolg. Der wird den Spielern von Spielertrainer Sebastian Hopfenmüller sicher für die Begegnung gegen die Bayernliga-Reserve der DJK Bamberg neue Kräfte verleihen. Auch wenn es sehr schwierig wird, den Abstieg noch zu vermeiden, setzt die Jura-Elf die Vorgaben ihres Coachs um und gibt in jedem Spiel alles. Mit Don Bosco Bamberg kommt eine Mannschaft, die sich zum Re-Start stark verjüngt hat. Talentiert ja, erfahren nein. Gerade gegen solch eine Truppe sind Tugenden wie Zweikampfstärke und Laufbereitschaft ein probates Mittel, um dem Gegner die Spielfreude zu nehmen, die sie aus dem Juniorenbereich gewohnt sind. Kann der SC Jura den nächsten Coup landen? Das Hinspiel ging mit 2:0 an die Don-Bosco-Truppe.

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