COBURG

Profis und Mitarbeiter des HSC Coburg gehen in Kurzarbeit

Fotos: HSC 2000 Coburg - TSV Bayer Dormagen
Handball-Zweitligist HSC Coburg hat für Andreas Schröder (Mitte) und seine Teamkollegen Kurzarbeit angemeldet. Foto: Uwe Gick

Niemand weiß, wie lange der Spielbetrieb aufgrund der Corona-Krise noch unterbrochen sein wird. In der Handball-Bundesliga hat bereits fast die Hälfte der 18 Vereine Kurzarbeit angemeldet. In der 2. Liga war die DJK Rimpar der erste Klub, der das Modell anwendet, um die Gehälter für Trainer, Spieler und sonstige Mitarbeiter zu reduzieren. Am Donnerstag zog der TuS N-Lübbecke nach, gestern folgte Tabellenführer HSC Coburg.

„Unsere Spieler und Mitarbeiter der Geschäftsstelle haben sich bereit erklärt, auf Teile ihres Gehalts zu verzichten und der Kurzarbeit zugestimmt. Das ist ein großes Zeichen für unseren Zusammenhalt“, teilte HSC-Geschäftsführer Michael Häfner am Freitag mit. „Dabei möchte ich hervorheben, dass die notwendigen Maßnahmen sofort auf Verständnis gestoßen sind und wirklich alle an einem Strang ziehen, um dem HSC aus dieser Phase zu helfen.“

Außer auf dem Gehaltszettel ändert sich für die Profis vorerst nicht viel, denn aufgrund der Ausgangsbeschränkungen trainiert die Mannschaft von Trainer Jan Gorr ohnehin nur eingeschränkt und individuell. „Jeder macht momentan sein eigenes Ding. Ich absolviere bei gutem Wetter Intervallläufe und mache draußen Kraftübungen mit dem eigenen Körpergewicht“, erzählt Rückraumspieler Andreas Schröder. „Wir machen das gerne, um dem Verein zu helfen“, sagt der 28-Jährige.

Da nicht jeden Tag die Sonne scheint, haben die Coburger Handballer vor Inkrafttreten der Beschränkungen Übungen vom Athletiktrainer gezeigt bekommen, die sie im eigenen Wohnzimmer machen können. „Ich versuche, eine Regelmäßigkeit wie bei normalem Betrieb reinzubekommen. Das heißt, an manchen Tagen trainiere ich zwei Mal, dafür baue ich einen Ruhetag pro Woche ein“, berichtet der Ex-Erlanger Schröder. „Wenn es irgendwann wieder losgeht, wollen wir alle fit sein.“

Sponsoren halten Klub die Stange

Nicht nur die Angestellten helfen dem Klub. Auch die Sponsoren des Spitzenreiters leisteten weiter ihren Beitrag. „Momentan kann niemand einschätzen, wie lange die Krise anhält und welche wirtschaftlichen Folgen auf uns und auf unsere Sponsoren zukommen. Umso beeindruckender ist es für uns, dass viele davon bereits jetzt ihre Unterstützung zugesagt haben und uns sowohl in der Krise als auch danach unterstützen“, sagt Phillipp Rebhan, Leiter für Marketing und Vertrieb. Zwar hoffe der HSC, dass die Saison weitergespielt und ein Meister ermittelt wird, an erster Stelle stehe jedoch, die Pandemie in den Griff zu bekommen. (red/rup)

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