COBURG

Schröder rettet HSC den Sieg

Fotos: HSC 2000 Coburg - TV 05/07 Hüttenberg
Kam aus dem Grinsen nicht mehr heraus: Andreas Schröder (Mitte) mit Christoph Neuhold (links) und dem HSC-Torhütertrio Foto: Uwe Gick

Handball

Bis drei Sekunden vor Schluss mussten die 2678 Zuschauer am Samstagabend in der Huk-Arena zittern, bis der Sieg des HSC Coburg feststand. Andreas Schröder traf zum 27:26 (12:12)-Sieg über den TV Hüttenberg. Damit behauptete der HSC Platz 1 in der 2. Handball-Liga. Schröder war zwar der Matchwinner für Coburg, aber eine enge Schlussphase hat erst ein anderer ermöglicht. HSC-Spielmacher Tobias Varvne brachte alle seine acht Würfe im gegnerischen Tor unter und übernahm in der entscheidenden Phase der Partie Verantwortung.

2. Liga, Männer

HSC Coburg – TV Hüttenberg 27:26

Im Fokus für Coburg stand, die bittere Hinspielniederlage nach diskussionswürdigen Schiedsrichterentscheidungen wettzumachen. Dass die Spielweise der Hüttenberger den Coburger nicht liegt, war schon aus dem Hinspiel und den vergangenen Jahren bekannt. Zudem schien es, als würde das unglückliche Remis von Gummersbach Kopf und Beine der Gastgeber lähmen. Mit ihrer 3:2:1-Deckung bereitete der TVH den HSClern über die gesamte Distanz Probleme. Drei Fehlpässe nach fünf Minuten und fast in jedem Angriff angezeigte Zeitspiele waren Anzeichen dafür, dass es in den Abläufen der Gastgeber nicht passte. Dafür passte das „Händchen“ von Florian Billek. Mit zwei sehenswerten Strafwurfhebern sorgte er in der Anfangsphase dafür, dass sein Team zunächst vorne blieb.

Doch hinten wie vorne hatte der HSC weiter gegen die körperbetonte Spielweise des TVH Probleme. Die Schiedsrichter taten gut daran, nach gut 20 Minuten härter durchzugreifen und die erste Zeitstrafe zu verhängen. Denn nur wenig später, als Jakob Knauer mit einem Hechtsprung zu Boden gerissen wurde, zeigte sich so manche Abwehraktion an der Grenze des Erlaubten. Absetzen konnte sich bis zum Seitenwechsel (12:12) allerdings kein Team.

HSC lässt viele Chancen liegen

Auch nach der Pause waren die Probleme aus Sicht der Hausherren die gleichen. Hüttenberg ging durch seine gute Abwehrarbeit sogar wieder in Führung (14:15, 36.). Die erneute Führung hatte Billek nach dem 22:22 für die Coburger in der Hand, vergab jedoch zwei Konter in Folge. Anschließend scheiterte Wucherpfennig mit einem Strafwurf. Dem folgte ein Fehlpass von Felix Sproß auf den zum Konter durchstartenden Lukas Wucherpfennig. Diese kurze Passage war symptomatisch für das gehemmt wirkende Spiel der Coburger.

Es war dann aber doch Wucherpfennig zusammen mit Varvne, die im Alleingang für die Treffer 20 bis 26 sorgten und so den „Lucky Punch“ von Schröder überhaupt ermöglichten. „Wir können heute noch wahnsinnig viel aus dem Spiel mitnehmen, was wir besser machen können. Eben auch, dass wir die Mentalität haben, Spiele zum Schluss noch zu gewinnen“, zeigte sich der Matchwinner angriffslustig für die kommenden Wochen.

HSC Coburg: Kulhanek (13 Gegentore, 3 Paraden), Poltrum (13 Gegentore, 4 Paraden), Apfel (n.e.) – Preller (1), Jaeger (2), Wucherpfennig (3/3), Spross, Kelm, Weber (2), Billek (7/2), Knauer (1), Zetterman (1), Varvne (8), Zeman (1), Schröder (1), Neuhold

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