KRONACH

Dreitz gewährt Einblicke in seine Laufbahn

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Vor knapp 100 Interessierten sprach Andreas Dreitz über seinen sportlichen Werdegang und ging auf Fragen ein. Foto: privat

Der Michelauer Andreas Dreitz gehört zur Weltspitze im Triathlon. Bei der Wahl zum beliebtesten Triathleten des Jahres 2019 (Triathlon Magazin) landete er auf dem vierten Platz. Während einer zweistündigen Podiumsdiskussion im Kaspar-Zeuß-Gymnasium in Kronach gab der 30-Jährige Interessierten die Möglichkeit, Fragen zu seiner Laufbahn zu stellen und gewährte einen Einblick in seine Vergangenheit.

Auch als Volleyballer aktiv

So sei er sportlich immer breit aufgestellt gewesen: Neben seiner Liebe für den Ausdauersport sei er auch als Volleyballer aktiv gewesen.

Seinen ersten Triathlon bestritt der Ausnahmesportler in Altenkunstadt. Anschließend führte ihn sein Weg mit dem ASC Kronach-Frankenwald bis in die zweite Bundesliga. Seit 2014 ist Dreitz Profi. 2019 gewann er auf der Langdistanz die Challenge Roth.

Auch auf seine Ausrüstung ging er ein: Abhängig vom Höhenprofil einer Strecke werde beim Radfahren eine passende Umsetzung gewählt. Für die 70.3-WM in Nizza habe sein Radsponsor eigens ein Rad konzipiert – eine Mischung aus Zeitfahrrad und leichtem Bergrad. Bei dem Rennen hatte sich Dreitz auf den fünften Platz vorgearbeitet, als er auf der technisch anspruchsvollen Abfahrt schwer stürzte und verletzt ausschied. Die Nachwehen des Sturzes wurden ihm beim Ironman auf Hawaii zum Verhängnis: Beim Radfahren musste er wegen starker Schulterschmerzen aufgeben.

Seine Ernährung gestalte sich sehr ausgewogen: Viel Obst und Gemüse, aber auch Fleisch und Fisch stünden auf seinem Speiseplan. Nach seinem Trainingspensum gefragt, gab er einen Einblick in seine Woche: Je sechs Einheiten pro Disziplin – in Summe 30 Stunden – stünden an. Im Trainingslager sehe sein Trainer Rainer Skutschik auch mal 40 Stunden vor. Darunter auch Krafteinheiten zur Rumpfstabilisierung und Übungen zur Flexibilitätssteigerung. In einer Wettkampfsituation zähle aber nicht nur der geleistete Trainingsaufwand: Es sei sehr wichtig, ökonomisch zu agieren, denn auf der Langdistanz beträgt die Dauer eines Rennens mindestens acht Stunden. Für die kommende Saison hat Dreitz bereits Pläne: In Roth würde er gerne wieder an den Start gehen, und auch ein oberfränkischer Triathlon sei angepeilt. Das Hauptziel sei jedoch der Ironman Hawaii. Hier visiert er einen Podiumsplatz an. (tg/red)

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