Franken hat eine Erstliga

Fantastische Aufschläge: Benjamin Kucera inmitten der neuen Kollegen Nikola Poluga, Paul Lohrisch und Kevin Foyer. Foto: red

Volleyball

Die gesamte fränkische und südthüringische Region konnte im vergangenen Jahr mit verfolgen, wie aus dem Bestreben des Dörfchens Grub am Forst, Volleyball auf hohem Niveau in der Region zu etablieren, greifbare Realität wurde. Viele sportinteressierte Menschen haben an diesem für die Region unglaublich großen Erstliga-Erfolg mit gearbeitet.

Nun haben sie bereits ihre ersten Erfahrungen gemacht, die neuen Volleyball-Sterne der Region. Sie haben festgestellt, dass es sicherlich nicht leicht werden wird, sich oben zu halten. Die selbst ernannten grünen Schmiede konnten dies am Wochenende zwischen dem 6. und 8. September erfahren, als drei weitere tolle Vereine in der Huk-Coburg-Arena zu Gast waren: Mit den RWE Volleys Bottrop, mit den Netzhoppers aus KW Bestensee und dem TV Rottenburg waren vergleichbare Teams in der Arena und führten dem Publikum vor, wie sich der Unterschied zwischen erster und zweiter Bundesliga anfühlen wird.

Es wird schneller gespielt, die Bälle erleben mehr Wucht, bessere Annahmen und fantastische Abwehr werden in Zukunft an der Tagesordnung sein. Sogar sehr lange Ballwechsel konnte man in der Schmiede beobachten.

Insgesamt fünf Sätze spielte man gegen die Westfalen und verlor nur wegen zwei Pünktchen. Gegen die Netzhoppers wiederholte sich das Spiel, aber unter anderen Vorzeichen: die VSG gewann diese bissig geführte Auseinandersetzung. Die TV Rottenburg zeigte, wie eine Erfahrungsmannschaft einen Aufsteiger angeht und gewann 3:0 in Sätzen. Allerdings war im letzten Satz die Hoffnung noch groß das Spiel zu wenden, als man mit 24:22 führte.

Mit einem der geringeren Etats der Liga haben Teammanager Michael Dehler und das Trainerteam Milan Maric und Volker Pohl ein solides Team auf die Beine gestellt. Der Unterschied zu den ganz Großen liegt hier, wie bei Generali Unterhaching oder den BR Volleys, zwischen dem fünf- bis siebenfachen Finanzvolumen. So glaubt man in der Liga, jetzt schon zu wissen, wer im Oberhaus spielen wird und wer um den Klassenerhalt kämpft.

„Stand up and fight“

„Stand up and fight“: Mit diesem Motto ziehen die Coburg/Grüber in die Saison und wollen damit zeigen, dass sie die virtuelle Fahne immer wieder aufstellen werden und keinesfalls ein Spiel aufgeben werden - selbst nicht beim allerletzten Ball.

Wer an den Herbst-Wochenenden durch die Stadt Coburg zieht, der kann sich in der Huk-Coburg Arena bei einem heißen und günstigen Erstliga-Spiel aufwärmen. Der erste Spieltag wird am 16. Oktober um 19.30 Uhr beginnen. Es ist einer von zwei Mittwochsspieltagen.

Neue Helden

Viele Fans glauben an die acht Kämpfer, die aus der vergangenen Saison im Team verblieben sind. Mit Benjamin Kucera, Hans-Peter Nürnberger, Jonas Ickerott, Max Meuter, Max Kessel, Steffen Reinsch, Sven Kellermann und Johannes Engel behält die VSG ein großes Stück vom Herzen der Meister. Allerdings verstärken dieses Team erfahrene Spieler wie zum Beispiel Merten Krüger, der bei evivo Düren nicht nur Erstliga-Luft geschnuppert hat. Im Frühjahr war er bereits zum Kader des deutschen Nationalteams geladen. Die Fans können sich auf weitere „Kracher“ der ersten Liga freuen: Paul Lohrisch und Nikola Poluga kamen vom zukünftigen ersten Spielgegner dieser Saison, vom TV Ingersoll Bühl. Daniel Malescha und Adam Kocian sind junge Spieler aus den deutschen Volleyballinternaten. Ein Augenschmaus auch das Spiel des Angreifers Kevin Foyer, der bereits beim ersten Turnier überzeugen konnte, und dies nicht alleine.


Ergebnisse (6 bis 8. September):

VSG Coburg/Grub – RWE Volleys Bottrop 2:3

Sätze (25:21), (25:14), (24:26), (24:26), (12:15)

Netzhoppers KW Bestensee – RWE Volleys Bottrop 1:3

(22:25)(22:25)(25:21)(15:25)

VSG Coburg/Grub – Netzhoppers KW Bestensee 3:2

(14:25)(25:15)(22:25)(25:21)(15:12)

TV Rottenburg – RWE Volleys Bottrop 2:3

(25:19)(25:14)(22:25)(25:21)(13:15)

TV Rottenburg – VSG Coburg/Grub 3:0

(25:20)(25:17)(26:24)