SCHONUNGEN

ACL wahrt weiße Weste

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Dominik Sohn (oben) holte in Schonungen einen 5:12-Punkterückstand auf und gewann seinen Kampf noch mit einer spektakulären Vierer-Wertung. Foto: Archiv/Czepera

Ringen

(sm) Die Ringer des AC Lichtenfels sind in der Oberliga Nord auch am vorletzten Kampftag ungeschlagen geblieben. Beim RSV Schonungen behielt das Team von Trainer Venelin Venkov mit 20:10 die Oberhand und geht mit 26:0 Punkten in den letzten Rundenwettkampf am kommenden Samstag in der AC-Halle gegen den ATSV Kelheim. Danach folgen noch vor Weihnachten die Aufstiegskämpfe gegen den Oberliga-Süd-Meister SC Anger, der sich mit dem 25:8 gegen Mietraching Platz 1 sicherte.

Mannschaftsführer Heiko Scherer blickt schon voraus: „Wir werden auch gegen Anger unser bestes Team stellen und den heimischen Fans zwei packende Extrakämpfe als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk präsentieren.“

Auch wenn das Ergebnis deutlich zugunsten der Lichtenfelser ausfiel, gab es in Schonungen eine Reihe spannender Kämpfe. Zwar verzichteten die Gastgeber auf ihren Spitzenmann Andrei-Vasile Dudau, stellten aber ansonsten eine durchaus ebenbürtige Mannschaft, die dem Team von Trainer Venelin Venkov lange Zeit Paroli bot.

Lichtenfelser ersatzgeschwächt

Zunächst hatte die sportliche Leitung der Lichtenfelser aber erneut mit einigen Ausfällen zu kämpfen und konnte nur durch Rückgriff auf Sportler aus der zweiten Mannschaft die Lücken füllen. Zu Beginn sorgte der Ungar Joszef Andrasi (57 Kilo, griechisch) für einen raschen Überlegenheitssieg über den Schonunger Nachwuchsmann Willi Merz. Nur 31 Sekunden benötigte der ACler für die ersten vier Mannschaftspunkte.

Adrian Michel (130 Kilo, Freistil) nahm kampflos vier Punkte für die Gastgeber mit, da Christoph Meixner diesmal krankheitsbedingt nicht antreten konnte.

Deutlich spannender wurde es dann in der Begegnung zwischen Mario Petrov (61 Kilo, Fr.) und dem Schonunger Alexandru-Vasile Mandica. Nachdem der Rumäne des RSV zunächst mit 14:0 in Front gegangen war, startete der Lichtenfelser eine furiose Aufholjagd und kam bis auf zwei Punkte heran. Kurz vor Schluss musste er jedoch nach zwei weiteren Wertungen seines Gegners eine 12:18-Niederlage hinnehmen, die den Gastgebern aber nur zwei Zähler einbrachte.

Gewohnt souverän besiegte das ACL-Aushängeschild Hannes Wagner (98 Kilo, gr.) seinen Gegner Florian Doile, musste aber fast sechs Minuten ringen, bis seine technische Überlegenheit feststand.

Da Schonungen in der 66-Kilo-Greco-Klasse keinen Ringer stellte, erhielt der junge ACler David Korsunov vier Punkte kampflos. So gingen die Lichtenfelser mit einem 10:6-Vorsprung in die Pause.

ACL-Ersatzmann Jan Ahlsdorf (86 Kilo, Fr.) hatte anschließend keine Chance gegen den erfahrenen Andreas Hümpfer und wurde bereits nach etwas mehr als einer Minute geschultert.

Danach zeigte Dominik Sohn (71 Kilo, Fr.) erneut sein Kämpferherz. Als er Mitte der zweiten Runde mit 5:12 zurücklag, kämpfte er sich zurück und schaffte mit einer grandiosen Vierer-Wertung kurz vor Schluss noch den Ausgleich und damit den knappen 1:0-Sieg.

Achim Thumshirn (80 Kilo, gr.) sammelte gegen den passiven Felix Full fast fünf Minuten lang geduldig Punkte, bis sein technischer Überlegenheitssieg feststand.

Über die volle Distanz von sechs Minuten kämpften noch Johannes Lurz (75 Kilo, Fr.) und der erneut eine Gewichtsklasse aufgerückte Rumen Savchev (75 Kilo, gr.). Beide gewannen ihre Kämpfe mit 2:0 beziehungsweise 1:0 verdient und brachten so den Sieg der Lichtenfelser unter Dach und Fach.