BURGEBRACH

ACL behält die Oberhand

DSPO ring czp 6 ACL vs Burgebr Tomaszek
Wie im Hinkampf punktete der ACler Lukas Tomaszek (rechts) gegen den Burgebracher Josef Giehl mit Beinangriffen. Diesmal musste der jedoch einen Rückstand wettmachen, ehe er mit 7:4 gewann. Foto: Archiv/Czepera

Ringen

(cv) Es war ganz ohne Zweifel ein Riesenschritt in Richtung Meisterschaft in der bayerischen Oberliga Nord, den die Ringer des AC Lichtenfels am Samstagabend vollzogen. Bei einem, laut Mannschaftsführer Daniel Luptowicz, „mit stärksten Gegner der Liga“, dem TSV Burgebrach, gewannen sie zum Rückrundenauftakt mit 16:12.

Werbung für das Ringen

Wenn der Ringkampfsport der Oberliga wieder einmal Werbung in eigener Sache hätte betreiben wollen, dieses Derby wäre genau das richtige gewesen. Hin und her ging es, mal hatten die Roten, mal die Blauen taktisch und kämpferisch etwas Oberwasser. Das fasziniert die Ringerfans.

Bei am Ende 5:5 Einzelsiegen waren es die drei „Vierer“ des ACL, jeweils im griechisch-römischen Stil erzielt durch technische Überlegenheit, die den Ausschlag gaben. Mario Petrov (57 Kilo) ließ gegen Lucas Nein ebenso wenig anbrennen wie Hannes Wagner (98 Kilo) gegen Markus Zürl. Besonders wichtig zudem das 15:0 nach einigen spektakulären Würfen von Rumen Savchev (66 Kilo) gegen den sieggewohnten, aber doch leichteren Dragos Cimpanu.

Auf der anderen Seite waren die Brüder Philipp (61 Kilo, Freistil) und Alexander Ender (75 Kilo, griechisch) ohne Chance gegen die Burgebracher Christopher Rippl und Dominik Winkler.

In allen anderen Duellen ging es über die vollen sechs Minuten Kampfzeit, wobei das Nervenkostüm aller Beteiligten nicht wirklich geschont wurde. Der ACL-Kapitän Christoph Meixner (130 Kilo, Freistil) kam gegen den rund 30 Kilo schwereren, aber doch wendigen und schnellen Jens Brosowski erst spät zu einer Zweierwertung und konnte ein 2:3 damit nicht verhindern.

Auch Johannes Lurz (86 Kilo, Freistil) brachte rund 20 Pfund weniger auf die Waage als der Burgebracher Trainer und Ex-ACler Michael Giehl. Dennoch ging er zunächst mit 4:0 in Füh-rung, aber die physische Überlegenheit, gepaart mit dem technischen Vermögen Giehls sorgte am Ende doch für ein 10:4 des Hausherren.

Im vielleicht besten Kampf des Abends zwischen den Freistilkönnern Yunier Castillo (Burgebrach) und Krum Chuchurov (71 Kilo) brachte erst der finale „Einser“ den 5:3-Punktsieg des TSV-Ringers.

Thumshirn verhindert Niederlage

Achim Thumshirn (80 Kilo, griechisch) strahlte lange Zeit seine gewohnte Souveränität im Stand wie am Boden aus und musste nach einem 10:0-Zwischenstand trotzdem noch zittern. Und zwar, weil er 15 Sekunden vor Schluss nach einem Kopfzug von Leonardo Torres urplötzlich vor der Schulterniederlage stand, die er so gerade noch verhinderte. So blieb er mit 10:4 Punktsieger.

12:14 hieß es damit vor dem letzten Gefecht, und es spricht für die Routine und Nervenstärke des erst 18-jährigen ACL-Neuzugangs Lukas Tomaszek (75 Kilo, Freistil), dass er gegen den unberechenbaren Josef Giehl nichts anbrennen ließ und nach anfänglichem Rückstand erstaunlich cool seine Beinangriffe durchbrachte, um ungefährdet mit 7:4 Punkten obenauf zu bleiben.