LICHTENFELS

ACler bleiben ungeschlagen

Ringen AC - Nürnberg
Der Lichtenfelser Dominik Sohn (rot) dreht seinen Kampf gegen den Nürnberger Bezir Mirzan Alan noch in den letzten Sekunden und bringt die Halle zum Kochen. Foto: Gunther Czepera

Ringen

(rhi) Am Korbmarkt-Samstag empfing der AC Lichtenfels die Reserve-Staffel des Bundesligisten SV Johannis Nürnberg zum Spitzenkampf in der AC Halle.

Im Vorfeld war die Unsicherheit bei den AClern zu spüren, wie denn die Aufstellung der Gäste aussehen würde. Der Kader der Nürnberger umfasst weit über 30 Ringer und es bestand die Möglichkeit für die Nürnberger, zwei Ringer vom vergangenen Wochenende aus dem Bundesliga-Team einzusetzen. 57 kg, Freistil: Philipp Ender bekam mit Marcel Sandeck einen sehr guten Nachwuchsringer der Nürnberger vorgesetzt. Sandeck, der bereits mit bayerischen und deutschen Meistertiteln im Jugend- und Juniorenbereich aufwarten kann, ließ Ender keine Chance, so dass bereits nach einer halben Minute der Schultersieg von Sandeck feststand. 130 kg, Greco: Hier traf Lukas Banak vom ACL auf den über 30 Kilo leichteren Phillip Vanek. Der Pole in Diensten des ACL nutzte nur einmal seinen körperlichen Vorteil, um Vanek nach einer Passivitätsverwarnung in der Bodenlage durchzudrehen. Den 4:0-Vorsprung zur Pause verteidigte er gegen den in den zweiten drei Minuten aggressiveren Vanek aber. 61 kg, Greco: Mario Petrov trat gegen den gleichaltrigen Maximilian Gerlach an. Im Vorwärts-Gang feierte Petrov über die vollen sechs Minuten einen verdienten 6:0-Sieg feiern. Der ACL glich im Gesamtergebnis zum 4:4 aus. 98 kg, Freistil: Gegen Yusuf Senyigit spielte Christoph Meixner seine ganze Erfahrung aus. Der Youngster aus Nürnberg wurde mit schönen Beinangriffen zermürbt und „Mixi“ feierte mit 15:0 nach 4:33 Minuten den Überlegenheits-Sieg. Der ACL ging mit 8:4 in Führung.

ACL baut Führung aus

66 kg, Freistil: Nach anfänglichem Abtasten gegen Besir Mirza Alan lief Dominik Sohn immer einem Rückstand hinterher. Nach 0:2, 2:2 und 2:6 ging es für Sohn in die Pause. Aus dieser kam er hellwach zurück und verkürzte auf 5:6. Doch Alan setzte dem Lichtenfelser wiederum mit Beinangriffen zu und baute den Vorsprung erneut aus. Ein weiterer Beinangriff von Alan wurde dann aber dem Nürnberger zum Verhängnis. Im Bodenkampf schnappte sich Sohn seinen Gegner und konnte diesen mittels Setzer schultern. Die 280 anwesenden ACL-Fans brachten die Halle unter tosendem Jubel zum Beben. Dieser Sieg war schließlich auch der Schlüssel zum Gesamterfolg, denn zur Kampf-Pause baute der AC seine Führung auf 12:4 aus. 86 kg, Greco: Hannes Wagner bekam es mit einem leichteren Gegner als in der Vorwoche zu tun. Gegen Alexander Michael spielte er seine brillante Technik aus. Die Zuschauer bestaunten sehenswerte Überwürfe und Durchdreher sowie einen 16:0-Sieg nach 4:05 Minuten. 71 kg, Greco: Christian Lurz gegen Mark Weimer hieß das nächste Duell. Punkt um Punkt sammelte Lurz ein. Am Mattenrand gelangen ihm einige Einser-Wertungen, und auch ein Durchdreher sorgte für einen souveränen 6:0-Sieg und einen Zwischenstand von 18:4. 80 kg, Freistil: Achim Thumshirn bekam es mit Evgeniy Valentir zu tun. Der Routinier und Freistil-Spezialist Valentir konterte die Beinangriffe von Thumshirn und sammelte mehr und mehr 2er-Wertungen. Nach sechs Minuten stand eine 1:14-Niederlage für Thumshirn fest.

Nürnberg verkürzt

74 kg, Freistil: Mit Mario Besold ging der technische Leiter der Nürnberger selbst auf die Matte. Der bundesligaerfahrene Besold spielte seine Technik gegen Lukas Tomaszek aus und setzte Tomaszek immer wieder mit Beinangriffen zu, der kein Mittel fand, die Angriffe von Besold abzuwehren. Somit musste er sich nach 3:24 Minuten mit 0:16 geschlagen geben. Nürnberg verkürzte auf 18:11. 74kg, Greco: Rumen Savchev traf im letzten Kampf auf Michael Janot. Auf verlorenem Posten stand der jugendliche Janot gegen den erfahrenen Savchev. Zwei sehenswerte Überwürfe, die mit jeweils vier Punkten belohnt wurden, und reichlich 1er- und 2er-Wertungen sicherten den Überlegenheits-Sieg von Savchev mit 17:0 nach 3:46 Minuten. Der Endstand von 22:11 und somit der zweite Sieg der ACL-Staffel stand fest.

Fanbus für nächstes Spiel

Nach dem zweiten Kampftag sind in der Bayerischen Oberliga Nord lediglich noch der AC Lichtenfels und der SC Oberölsbach ungeschlagen. Zu diesem Spitzenkampf kommt es am kommenden Samstag um 19.30 Uhr. Der ACL-Fanclub möchte zu diesem Kampf einen Fanbus anbieten, bei dem noch freie Plätze zur Verfügung stehen.