BAD STAFFELSTEIN

Wetter und Veranstaltung spitze

Obermain-Marathon Bilder Teil 2
Bestes Laufwetter herrschte bei der 14. Auflage des Obermain Marathons.

Marathon

Abermals tolle Organisation, engagierte ehrenamtliche Helfer, ein um sich greifendes Laufsport-Virus und als „i-Tüpfelchen“ ein Sonnenschein-Wetter wie auf Bestellung. Die 14. Auflage des Obermain-Marathons war wie gemalt.

Knapp 2000 Athleten aus nah und fern schnürten die Laufschuhe und hatten ihren Spaß beim sportlich-fairen Kräftemessen, auch die Zuschauer genossen die trotz der Größenordnung der weithin bekannten Laufsportveranstaltung weiterhin familiäre Atmosphäre.

Unterschiedliche Ziele

Ob 12,5 Kilometer, Halbmarathon, als Nordic-Walker und natürlich nicht zuletzt die unerschrockenen Marathonläufer – jeder, der nach dem Überqueren der Ziellinie die Finisher-Medaille mit dem Bildnis des Staffelbergs überreicht bekam, hatte Grund, stolz auf sich zu sein. Für den einen hieß es „Dabei sein ist alles“, andere hatten sich ein sportliches Ziel gesetzt.

Zur letzteren Kategorie zählte freilich auch Felix Mayerhöfer von der DJK Dasswang. Im 360 Läufer großen Teilnehmer-Feld war der Vorjahressieger auf der höchst anspruchsvollen Marathondistanz mit Anstiegen nach Kloster Banz, Vierzehnheiligen und zum Staffelberg mit dem Vorhaben angetreten, seinen Vorjahreserfolg zu wiederholen. Und das gelang dem Oberpfälzer in eindrucksvoller Manier.

Überlegener Sieg

Mayerhöfer lief ein bärenstarkes Rennen und gewann nach 2014 und 2017 zum mittlerweile dritten Mal überlegen in 2:49:47 Std. Aber auch Uwe Bäuerlein vom TSV Staffelstein musste man wieder auf dem Zettel haben. Und die Laufsportfans sahen sich am Ende nicht getäuscht. Der Lokalmatador, der 2011 und 2013 gewonnen hatte und auch darüber hinaus in der Historie des „Obermain-Marathon“ schon etliche Male auf dem Podest gelandet war, errang in 2:58:08 Std. den Silberrang und wurde im Zielbereich im TSV-Stadion erwartungsgemäß frenetisch gefeiert.

So mancher der Marathonis, die die 42,195 Kilometer bewältigten, betrachtete den Lauf am Obermain als Auftakt zur erstmals stattfindenden Cup-Wertung „Oberfränkische Marathon-Krone“. Bestandteil dieses Wettbewerbs sind der Frankenweg-Lauf am 10. Juni sowie der Fränkische-Schweiz-Marathon am 2. September.

Auch sportliche Frauen-Power war an diesem sonnigen Sonntag im Zeichen des Laufsports zuhauf zu beobachten. Kräftigen Applaus erntete die Marathon-Siegerin Cornelia Michaelis vom SV Bergdorf-Höhn, die in 3:29:41 Std. vor Simone Herzog vom TV Goldbach triumphierte. Vierte wurde Friederike Verfürth die aus Flensburg angereist war, um am 14. Obermain-Marathon teilzunehmen. Sie war nur eines von vielen Beispielen, die bewiesen, welche Zugkraft die beliebte Laufsportveranstaltung mittlerweile besitzt. Zum Gelingen trug auch der erweiterte „Pacemaker-Service“ von CEP bei. Unter der Regie von Harald Fischer liefen insgesamt zwölf „Brems- und Zugläufer“. So gab etwa Werner Freitag vom TSV Staffelstein mit seiner läuferischen Erfahrung Unterstützung, um eine bestimmte Zielzeit zu erreichen.

Aber auch die Leistungen der Athleten, für die der Marathon eine Nummer zu groß war oder die bewusst die kürzeren Distanzen Halbmarathon, 12,5-Kilometer oder das Nordic-Walking wählten, verdient Hochachtung. Das galt nicht nur für die Sieger, sondern für jeden Teilnehmer.

Auf der 12,5-Kilometer-Distanz siegten mit dem Schwürbitzer Alexander Finsel und der Bad Staffelsteinerin Sophia Franz zwei Athleten aus der Region. Da strahlte der 75-jährige Berthold Wolf von der TS Lichtenfels nach erfolgreich bewältigtem Halbmarathon genauso wie der unwesentlich jüngere Dr. Rosti Gellert vom TSV Neustadt Aisch, der wie rund 300 weitere Nordic-Walker seine Freude an der Veranstaltung hatte und im Ziel die Stöcke jubelnd gen Himmel streckte.

Blinder Marathonläufer

Nicht zum ersten Mal nahm mit Hilfe eines Begleitläufers der blinde Marathonläufer Anton Luber aus Nürnberg teil. Von nichts kommt nichts. Dieser Satz hat nicht nur seine Gültigkeit, wenn es darum geht, sportliche Leistungen zu vollbringen, sondern auch betreffend der Vorbereitung und Umsetzung einer Veranstaltung mit fast 2000 Teilnehmern. Streckenabsperrung zum Zwecke der Sicherheit der Athleten, Getränkestationen, Auf- und Abbau an Start und Ziel und so weiter und so fort. „Ich kann mich an dieser Stelle nur immer wieder zutiefst bei den unzähligen Helfern bedanken, die in vielerlei Funktion sich im Vorfeld und bei der Veranstaltung einbrachten“, betonte Karl-Heinz Drossel bei der späteren Siegerehrung in der Peter-J.-Moll-Halle.

Kurzfristige Streckenänderung

Aufgrund der derzeitigen Sperrung des Hausener Wehrs hatte Karl-Heinz Drossel sich außerdem eine geringfügige Änderung der Marathonstrecke einfallen lassen müssen. So führte die Route diesmal unter anderem über Weingarten und vom alten Staffelberg nach Uetzing. „Wenn ich aber sehe, wie viel Freude die Teilnehmer haben und mit einem Lächeln die Ziellinie überqueren, hat sich die Mühe wieder gelohnt“, zieht Drossel, einst selbst begeisterter Marathonläufer, ein überaus positives Fazit.

Laufen tut gut, dem Körper und auch dem Gemüt – und zusammen mit Gleichgesinnten potenziert sich die Stimmung sowieso. Die Schweißtropfen sind getrocknet, aber den Teilnehmern bleibt die Erinnerung an einen sonnig verlaufenen 14. Obermain-Marathon.

Obermain-Marathon restliche Bilder
Geschafft! Der 70 Jahre junge Nordic-Walking-Teilnehmer Dr. Rosti Gellert reckt beim Überschreiten der Ziellinie glückli...
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Dem Marathon-Sieger Felix Mayerhöfer wird im Ziel ein großes Weizenbierglas überreicht.

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