BURGKUNSTADT

Ernüchterung im Baur-SV-Lager

Kevin Naujoks gewann seine ersten beiden Sätze souverän, musste dann jedoch in einer Nervenschlacht trotz großen Kampfes... Foto: Tom Carl

Sportkegler-Bayernliga Männer

Diesmal lief es genau anders herum als so oft in dieser Saison für die Kegler des Baur SV Burgkunstadt. Denn das positive Ende hatten diesmal die Gäste für sich. Bis 30 Wurf vor Schluss sah man trotz zum Teil durchwachsener Leistungen wie der mögliche Sieger gegen den Tabellenführer aus Großbardorf aus, dann aber versagten die Nerven und war die erste Heimniederlage mit 2:6 Fakt.

Vielleicht hat man sich auch mit der völlig umgekrempelten Aufstellung ein bisschen verzockt. Peter Thyroff kegelte beispielsweise erstmals im Mittelpaar. Aber das werden die Fans der jungen Truppe verzeihen. Letztlich war die Niederlage verdient. Lag man in die Vollen noch ein bisschen vorne (2139:2100), brachte das schwächere Abräumen (1039:1093) die Einheimischen auf die Verliererstraße.

Der Traum vom Zweitliga-Aufstieg ist damit geplatzt. Nun heißt es stattdessen für die Schuhstädter, in den letzten vier Spielen noch genügend Zähler gegen den Abstieg zu sammeln. Denn die beiden Teams aus dem Keller zeigten allesamt Zähne, allen voran Durach, das Kasendorf mit 7:1 nach Hause schickte. Auch Landshut blieb gegen Bobingen mit 5:3 siegreich.

Baur SV Burgkunstadt – TSV Großbardorf 2:6 (2:4, 3177:3193)

Peter Zapf eröffnete das Spiel auf der für ihn ungewohnten linken Bahn, zeigte aber durch die Bank hervorragenden Kegelsport. Im ersten Durchgang hatte er gegen Reiter noch das Nachsehen (134:140). Doch der Gästespieler hatte damit sein Pulver verschossen und kam anschließend nicht einmal nur in die Nähe eines zweiten Satzgewinns. Am Ende standen fehlerlose 567 Kegel für Zapf an der Anzeigentafel (Reiter 507). Neben Zapf spielte am Start überraschend Sebastian Kestel. Auch er begann stark (276), verlor aber die erste Bahn unglücklich mit einem Holz. Schneider auf Seiten der Unterfranken hielt anschließend sein Niveau, während Kestel vor allem im Räumen nachließ und mit durchwachsenen 514:523 am Ende das Nachsehen hatte, was vor allem seiner letzten Bahn (111) geschuldet war.

Statt 2:0 hieß es also 1:1. Und im Mittelkreuz wartete der Topspieler Helmerich auf Peter Thyroff. Letzterer ging leicht angeschlagen ins Match, was ihm am Ende chancenlos sein ließ. Mit 537:564 ging der Zähler an die Gäste. Nur einen Satz konnte Thyroff für sich verbuchen. Dafür machte Johannes Partheymüller seinem Namen als Matchspieler 'mal wieder alle Ehre. 3:1 Sätze hieß es am Ende gegen Ortloff, obwohl dieser mit 532:529 die Nase vorn hatte. Somit war der Kampf ausgeglichen, bei 2:2 Mannschaftspunkten lag der Baur SV allerdings mit 21 Holz in Front.

Da die stärksten Großbardorfer Spieler schon durch waren, ging das Schlussduo der „Schwarzgelben“ optimistisch in die Bahnen. Kevin Naujoks legte hervorragend los, gewann mit guten 265 die ersten beiden Sätze gegen Schmitt. Ausgeglichen war das Match bis dato bei Patrick Kalb, 1:1 stand am Totalisator. Bahn 3 brachte dann zwar zwei Satzverluste, jedoch standen nach wie vor 23 Überholz zu Buche. Nach den Vollen sah es dann so aus, als würde Patrick Kalb die Wende nicht mehr schaffen, was sich bestätigen sollte. Am Ende gewann Behr mit 3:1 (546:532) den Punkt.

Kevin Naujoks aber transportierte ein Überholz in die letzten 15 Abräumwürfe. Sollte er dies halten können, so rechnete man, würde der Baur SV mit 5:3 siegreich sein und auf Rang drei der Tabelle springen! Doch zeigte Schmitt mit 50 Holz im Abräumen die besseren Nerven und zog Naujoks auf den letzten Schub den Zahn, so dass dieser bei 498:521 stehen blieb und die Großbardorfer Spieler feiern durften.

Unter dem Strich kam kein Spieler der Heimmannschaft (außer Peter Zapf) an seine Leistungsgrenze heran, was in einem Bayernliga-Spitzenspiel am Ende zu wenig war. Kopf hoch, muss jetzt die Devise heißen, um kommenden Samstag in Landshut zu bestehen.

Pe. Zapf –Reiter (567:507, 3:1) 1:0

Seb. Kestel – Schneider (514:523, 1:3) 0:1

Thyroff – Helmerich (537:564, 1:3) 0:1

Partheymüller – Ortloff (529:532, 3:1) 1:0

Kalb – Behr (532:546, 1:3) 0:1

Naujoks – Schmitt (498:521, 2:2) 0:1

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