BURGKUNSTADT

Baur SV dreht erneut das Spiel

Vor allem zu Hause ist Patrick Kalb eine Bank: Mit Tagesbestleistung von 577 Holz bracht er den Baur SV auf die Siegerst... Foto: Tom Carl

Sportkegler-Bayernliga Männer

Erneut kam das Startpaar des Baur SV Burgkunstadt nicht so richtig in die Gänge, wie schon gegen Landshut lag man schnell 0:2 und zahlreiche Holz (diesmal 72) im Hintertreffen. Doch damit hatten am vergangenen Samstag die Gäste aus Schwaben zum Glück ihr Pulver verschossen, ohne ihren Topspieler Koberwitz hatten sie im Anschluss nicht mehr viel entgegenzusetzen. Vor allem die Fehlerzahl (13:30) wurden den Gästen zum Verhängnis, wenngleich sie im Abräumen fast gleichauf lagen (1096:1081). So konnten die Schuhstädter auf eigener Bahn auch im dritten Spiel ihre weiße Weste behalten und sicherten sich Rang 5, wobei die Tabellenspitze näher liegt als der Ligakeller. Ganz vorne liegt wie schon erwartet wieder Karlstadt nach einem 5:3 gegen Eibach. Den Platz an der Sonne räumen mussten die Kasendorfer, die in Großbardorf mit fast 200 Holz und 1:7 unter die Räder kamen. Zeil bezwang auf eigener Anlage Bobingen – beide Teams bilden zusammen mit dem Baur SV nun die Verfolgergruppe.

Baur SV – Goldener Kranz Durach 5:3 (3:3, 3221:3142)

Offenbar haben die Duracher ihr Hausaufgaben gemacht und entdeckt, dass man in Burgkunstadt bei einer 2:0-Führung eventuell was reißen kann, denn die Leistungen von Zammarato und Heinle mit 567 und 568 waren auf der Baur-Anlage wirklich großartiger Kegelsport. Die Gäste konnten somit klar in Führung gehen und die „Schwarz-gelben“ mächtig unter Druck setzen. Dies lag vor allem an Peter Thyroff, der zur Zeit irgendwie den Kopf nicht frei hat. Nach gutem Beginn verlor er völlig den Faden, blieb mit 514 Holz weit hinter den Erwartungen zurück und gewann keinen einzigen Satz. Besser machte es Johannes Partheymüller mit fehlerfreien 549 Holz, bei denen er 201 abräumen konnte. Doch gegen Heinle, der mit 310 auf Bahn 1 und 2 sogar neuen Bahnrekord erzielte, war einfach kein Kraut gewachsen, so dass der Gast mit 3:1 die Nase vorne hatte.

Im Mittelpaar konnte Kevin Naujoks einen wichtigen Zähler einfahren, indem er Wassermann nach verlorenem ersten Satz mit zwei starken Folgedurchgängen den Zahn zog. Dieser konnte zwar noch zum 2:2 ausgleichen, 534:518 Holz sicherten dennoch den „Anschlusstreffer“. Für den Ausgleich sorgte der absolut zuverlässige Patrick Kalb, der den völlig überforderten Albinus (479) in Grund und Boden kegelte. 372 in die Vollen und 205 beim Spiel auf die Einzelnen bescherten Kalb tolle 577 und brachten sein Team auch mit Holz klar in Front.

Den Gästen war anzumerken, dass sie nicht mehr recht an sich glaubten, und so blieben Königsberger (518) und Gebele (492) den Nachweis schuldig, am Ende eine Partie in der Bayernliga drehen zu können. Allerdings muss auch Dieter Kestel an seiner Form arbeiten, denn 498 sind bei knackigeren Gegner wohl nicht ausreichend. Der Verlust seines Mannschaftspunktes war an diesem Tag jedoch leicht zu verschmerzen, da Mannschaftsführer Peter Zapf absolut nichts anbrennen ließ. Nach drei gewonnen Bahnen war der Sack zugeschnürt und der dritte Mannschaftspunkt unter Dach und Fach. Mit soliden 549 Holz sorgte er auch dafür, dass der Sieg durch das bessere Mannschaftsergebnis zu keiner Zeit gefährdet war. Nun gilt es, in der kurzen Pause von zwei Wochen, durch gezieltes Training die Schwächen abzustellen, um dann in Eibach die Rückrunde in einer aussichtsreichen Verfolgerposition starten zu können.

Thyroff 514 – Zammataro 567 (0:4) 0:1 Partheymüller 549 – Heinle 568 (1:3) 0:1 Kalb 577 – Albinus 479 (4:0) 1:0 Naujoks 534 – Wassermann 518 (2:2) 1:0 Kestel 498 – Königsberger 518 (1:3) 0:1 Zapf 549 – Gebele 492 (3,5:0,5) 1:0

Schlagworte