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MÜNCHEN

Spindler hält den SSV-Sieg fest

Frauenfußball

„Wir wollen zeigen, dass auch in ,Schwodl' Fußball gespielt wird“, lautete die Ansprache von Georg Hoydem, bevor er mit dem Schwabthaler SV zum ersten Bayernligaauswärtsspiel nach München fuhr. Und dort feierte der SSV mit 2:1 beim FC Stern im zweiten Spiel den ersten Sieg.

Bayernliga

FC Stern München – Schwabthaler SV 1:2

Von Beginn an verteidigten die Schwabthalerinnen leidenschaftlich und versuchten immer wieder durch Konter, Nadelstiche zu setzen. In den ersten 20 Minuten hatten die SSV-Frauen die besseren Chancen, verpassten es jedoch, den Führungstreffer zu erzielen. Die Münchnerinnen waren lediglich bei Standards gefährlich, setzten jedoch beide Freistöße knapp übers Tor. In der 34. Minute leitete dann Goller einen Konter über die linke Seite ein, sie verlagerte das Spiel nach rechts auf Meißner, welche einen gut getimten Pass in die Mitte spielte, den Büttel per Hacke vollendete.

Nach dem Seitenwechsel stellten die Gastgeberinnen auf eine Dreier-Kette um und erhöhten den Druck. Doch die „Schwodlerinnen“ blieben eng gestaffelt und fuhren in der 52. Minute wieder einen Konter. Nach einer Hereingabe hielte FC-Torhüterin Bayerschmidt den Ball nicht fest, Meißner schaltete blitzschnell und staubte zum 2:0 für die Gäste ab. Die Hausherrinnen rannten weiter an und bekamen in der 63. Minute einen Elfmeter zugesprochen. Die Spielführerin Maß schnappte sich den Ball und verkürzte auf 1:2 für den FC Stern. München erhöhte weiter die Schlagzahl, doch die meisten Schüsse gingen übers Gästetor. In der 78. Minute hätte Schwabthal per Konter den Sack zumachen können, doch krachte das Leder an die Latte.

In der 85. Minute zeigte Schiedsrichter Gutmann nach einem Zweikampf im SSV-„Sechzehner“ erneut auf den Punkt. Wieder schnappte sich Maß die Kugel, doch diesmal war Torfrau Spindler in der richtigen Ecke und hielt den Ball. Die Führung brachten die Schwabthalerinnen über die Zeit.

Nach dem Schlusspfiff gab es für die zahlreich mitgereisten SSV-Fans kein Halten mehr. Der erste Bayernligasieg in der Vereinsgeschichte wurde auf der Bus-Heimfahrt gefeiert. Ein stolzer Trainer Sven Stöckert mahnte jedoch zur Vorsicht: „Es sind nur drei Punkte. Nächste Woche geht es wieder bei null los.“ Am Samstag (15 Uhr) kommt der FC Ingolstadt II nach Schwabthal. (JaS)

Bezirksliga West

SCW Obermain – FC Fort. Roth 1:1 (0:0)

Im Duell der beiden bis dato jeweils zweimal siegreichen Team sahen die 150 Zuschauer im Weismainer Waldstadion ein packendes Kreisderby. Zu Beginn war der SCWO optisch überlegen, Torabschlüsse waren jedoch Mangelware. Mitte der ersten Halbzeit setzte sich Sarah Henkel auf außen durch, zog in den Strafraum und wurde dort gefoult. Der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus.

Nach dem Seitenwechsel dominierten zunächst die Fortunen. Nach einer Flanke bekam die Heimabwehr den Ball nicht geklärt. FC-Goalgetterin Nicole Treubel war zur Stelle – 0:1 (53.). Die Heimelf stemmte sich aber gegen die Niederlage. Mit dem schönsten Spielzug in Halbzeit 2 gelang der verdiente Ausgleich. Laura Endres startete einen starken Flankenlauf, ihre Hereingabe veredelte Sarah Henkel aus elf Metern zum 1:1 (83.). Kurz vor Schluss vergab Laura Ziegmann in guter Position. asch

SV Ketschendorf – SG Lichtenfels/Hochstadt 1:0

Auch nach dem dritten Spiel wartet die neue SG noch auf den ersten Punkt und das erste Tor. Den Ketschendorferinnen reichte ein früher Treffer aus der 6. Minute von Bea Wenzel, um den Sieg einzufahren.

Kreisliga Ost

FC Redwitz – SV Hutschdorf 5:0 (3:0)

Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel bleiben die Redwitzerinnen weiter auf Platz 1 der Kreisliga Ost. Die Frauen des FCR übernahmen von Beginn an das Kommando und gingen bereits nach vier Minuten in Führung. Laura Weich schickte Laura Herbst, die die Hutschdorfer Torfrau Lena Friedmann im Nachschuss bezwang. Die Redwitzerinnen schnürten die Gäste in deren Hälfte ein und erarbeiteten sich Chance um Chance. Nach 24 Minuten flankte Alina Hahn ins Zentrum und Christina Walther und nickte zum 2:0 ein. Nur kurz köpfte wiederum Walther einen Eckball von Weich ins Netz (31.). Die Angriffsbemühungen der Gäste wurden durch die Redwitzer Abwehr im Keim erstickt.

Direkt nach dem Seitenwechsel zog Herbst aus rund 20 Metern ab. Der Ball schlug unter der Querlatte zum 4:0 ein. Nur zwei Minuten später vernaschte Weich im Strafraum gleich drei Gegenspielerinnen und konnte sich im Eins-gegen-eins mit der Hutschdorfer Torfrau die Ecke heraussuchen – 5:0. Danach nahm Redwitz den Druck raus. Die Gäste waren nur noch auf Schadensbegrenzung aus. (pfad)