KREIS LICHTENFELS

SCWO zieht zweimal den Kürzeren

Obermain - Friesen 2
Der Weismainer Spielertrainer Marco Dießenbacher (Mitte) steigt mit den Friesenern Max Schülein (links) und Jan Welscher zum Kopfball hoch. Foto: Czepera

Fußball

Der Abstiegskampf spitzt sich in der Fußball-Kreisliga Kronach zu. Mit ihrem zweiten Dreier hintereinander verkürzte die SG Gifting/Rothenkirchen/Pressig den Abstand aufs rettende Ufer auf drei Punkte. Dort steht der SCW Obermain, der sich zwei Heimniederlagen gegen den TSV Neukenroth am Freitag und gegen den SV Friesen II am Sonntag leistete.

An der Tabellenspitze verkürzte der FC Burgkunstadt den Abstand mit seinen beiden Siegen auf den TSV Neukenroth auf drei Zähler. Der Tabellenführer war nach dem Erfolg in Weismain am Sonntag allerdings spielfrei und hat somit eine Partie weniger auf dem Konto.

Die Partie FC Stockheim gegen den FC Lichtenfels II wurde auf Dienstag, 3. Mai, 19.15 Uhr, verlegt.

Kreisliga Kronach

SV Wolfers-/Neuengrün – SpVgg Lettenreuth 0:2 (0:1)

Obwohl die „Wölfe“ eigentlich unbeschwert hätten aufspielen können, um ihr Punktekonto wenigstens etwas zu verbessern, war ihr Spiel wieder von Hektik und Zerfahrenheit geprägt. Es kam selten ein guter Spielzug zustande. So blieben wirklich gute und gefährliche Möglichkeiten bis auf wenige Ausnahmen aus. Lettenreuth stand dem in Nichts nach. Die SpVgg nutzte lediglich die gravierenden Fehler der Hausherren zu beiden Treffern. Dem Führungstreffer ging ein weiter Einwurf voraus, den die Heimelf zu kurz abwehrte, so dass Stottele freistehend einschoss. Beim 0:2 behinderte sich ein Abwehrspieler und der Torhüter, Eberth war der lachende Dritte. (gb)

SCW Obermain – SV Friesen II 0:3 (0:2)

Der SVF war die spielerisch bessere Elf. Während die Weismainer tief standen und das Mittelfeld mit – oft zu ungenauen – langen Bällen überbrücken wollten, ließ die Landesliga-Reserve die Kugel viel besser laufen und brachte ihre Offensivspieler in Position. Daum vergab eine gute Chance (11.). Münch nutzte einen SCWO-Ballverlust eiskalt und vollstreckt aus 16 Metern unhaltbar zum 0:1 (26.). Einen Gerold-Versuch entschärft Heimtorwart Surenthiran (31.). Die große Ausgleichschance vergab Weinmann. Schön freigespielt ließ er seinen Gegenspieler aussteigen, fand aber in SVF-Torsteher Wolf seinen Meister (34.). Stattdessen fiel das 0:2, als sich Fischer durchsetzte und dessen Flanke Schülein per Flugkopfball einnetzte (41.). Nach der Pause hatte Bäuerlein für Weismain die Anschlusschance (48.), doch im Gegenzug fiel die Vorentscheidung. Schülein traf aus kurzer Distanz zum 0:3. Die Heimelf hatte nichts mehr entgegensetzen, kam auch konditionell an ihre Grenzen. Erst in der Schussviertelstunde machte Weismain noch einmal Druck. Doch Kopfbälle von Fischer und Pitterich gingen knapp vorbei. (asch)

FC Burgkunstadt – SC Jura Arnstein 2:1 (1:1)

Vor 50 Zuschauern gewann der FC Burgkunstadt mit 2:1, musste allerdings früh einen Rückstand hinnehmen. Oliver Schütz brachte nach fünf Minuten die Jura-Boys in Front. Johannes Freitag glich nach 27 Minuten aus. Der gleiche Spieler erzielte zwei Minuten nach dem Seitenwechsel auch den Siegtreffer der FCler, die nach dem Trainerwechsel aus den letzten sechs Spielen 16 Punkte geholt haben.

FC Marktgraitz – VfR Johannisthal 2:0 (1:0)

Die „Graatzer“ waren von Beginn an am Drücker und besaßen nach zwölf Minuten ihre erste Chance durch Rene Pülz. Glück hatte die Heimelf, als eine verunglückte Flanke der Johannisthaler am Pfosten des FCM-Tores landete. Auf Zuspiel von Janik erzielte Benjamin Fojer in der 17. Minute den Führungstreffer. Pülz vergab in der 28. Minute die Chance zu erhöhen, ehe der VfR das Spiel ausgeglichen gestaltete. Der beste FCler, Pülz, drosch eine Direktabnahme nach Vorlage von Andreas Schlaf in der 55. Minute unter die Latte des Gästetores zum 2:0. Die Gäste machten danach viel Druck, hatten aber kein Glück oder scheiterten an Torwart Pascal Lauterbach. Einen Foulelfmeter schoss Hendrik Wilke übers Graatzer Tor (71.).

Nachholspiele vom Freitag

TSV Weißenbrunn – FC Burgkunstadt 1:3 (1:1)

Die Burgkunstadter waren von Anfang stärker, spielten sich aber zunächst keine großen Chancen heraus. Erst durch einen zweifelhaften Elfmeter erzielten sie die Führung durch Ramming (24.). Weißenbrunn glich ebenfalls per Elfmeter aus. Spindler nutzte die Chance (35.). Kurz vor dem Pausenpfiff schickte der Schiedsrichter nach einem ungewollten Handspiel Spindler mit Gelb-Rot vom Platz.

Kurz nach Wiederbeginn zeigte der Unparteiische nach einem Zusammenprall im Strafraum zum Entsetzen der Weißenbrunner wieder auf den Elfmeterpunkt. Ramming verwandelte erneut. Danach hatte der TSV zu zehnt mehr vom Spiel und kämpfte bis zum Schluss um den Ausgleich. Die Gäste hatten dabei zwar gute Konterchancen, vergaben diese aber kläglich. Erst in der 90. Minute gelang Burgkunstadt durch Pfaff die Entscheidung zum glücklichen 1:3-Auswärtssieg.

SC Jura Arnstein – DJK-SV Neufang 1:1 (0:1)

Beide Teams riskierten zu Anfang wenig. In der 20. Minute dann Strafstoß für Neufang verursacht von Torwart Wich in Folge eines Rückpasses. Brehm verwandelte sicher. Der vermeintliche Ausgleich durch Betz wurde aufgrund einer Abseitsstellung des Schützen nicht anerkannt (35.). Bis zur Pause hatten beide Seiten noch vereinzelt Abschlüsse, diese waren jedoch zu ungenau oder wurden von den Torhütern pariert. In Halbzeit 2 versuchte Arnstein dann mehr, aber auch Neufang erspielte sich Chancen. In der 72. Minute legte Betz Raab den Ball in den Lauf, der sich dann im „Sechzehner“ behauptete und zum 1:1 abschloss. Im Anschluss kamen die Gäste wieder zu guten Gelegenheiten, die jedoch nichts einbrachten. Die Riesenchance zum Siegtreffer für Arnstein besaß Weidner, der aus fünf Metern den Ball aber übers Tor drosch (86.). (mh)

SCW Obermain – TSV Neukenroth 0:2 (0:1)

Die Heimelf verkaufte sich gegen den Tabellenführer richtig gut, war aggressiv und gallig in den Zweikämpfen. Zwar war es eine Abwehrschlacht über 90 Minuten, die Leistung machte aber Mut. Die Gäste kombinierten gut, blieben aber oft auch hängen. Die Führung besorgte Pfeifer per Kopfball nach einer Ecke (20.). Danach dauerte es lange, bis der TSV das Spiel entschied. Weil die Heimelf aufopferungsvoll verteidigte und die Gäste einige gute Chancen ausließen. Der SCWO stand tief und hoffte auf den Lucky Punch. In der 79. Minute allerdings schloss Maurer einen guten Spielzug mit dem 0:2 ab. (asch)

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