KREIS LICHTENFELS

Roth gewinnt Derby zum Auftakt

Damen Lif/Hochstadt - Roth
Die Rotherin Jessica Will (rechts) im Zweikampf mit der Lichtenfelserin Katharina Zillig.

Frauenfußball

Eine Woche vor dem Saisonstart in der Bayernliga ging die Generalprobe für die Fußballerinnen des Schwabthaler SV im BFV-Verbandspokal daneben. Der Aufsteiger unterlag beim Landesligisten SpVgg Ebing mit 0:4. Die Ebingerinnen gingen mit der Euphorie des Sieges aus der 1. Runde des DFB-Pokals zu Werke und siegten verdient. Bei der Auslosung gestern bekam die SpVgg den Bundesligisten SC Freiburg als Gegner zugelost. Die Partie soll am 25./26. September ausgetragen werden.

Zum Saisonauftakt im oberfränkischen Frauenfußball unterlag in der Bezirksliga die SG Lichtenfels/Hochstadt dem FC Fortuna Roth mit 0:3. Der FSV Unterleiterbach kam mit 5:9 gegen Ketschendorf unter die Räder. Kreisligist FC Redwitz feierte ein 4:0 gegen den TSV Engelmannsreuth.

BFV-Pokal, 1. Runde

SpVgg Ebing – Schwabthaler SV 4:0 (2:0)

Beide Mannschaften, die sich aus der Landesliga und aus vielen Freundschaftsspielen gut kennen, begannen verhalten und waren zunächst auf Sicherheit bedacht. Erst nach einer Doppelchance für die Gäste, bei der ein Schuss an die Latte krachte, fing sich die Heimelf und versuchte zu Torchancen zu kommen. Dies gelang auch immer wieder über die beiden starken Außenspielerinnen. Zweimal verzog die Ebinger Stürmerin Saskia Frembs, ehe sie beim dritten Versuch ihren linken Hammer auspackte und den Ball in den Winkel zimmerte. Schwabthal ließ sich immer mehr zurückfallen. Ebing nutzte die Schwächephase der Gäste eiskalt aus. Ein strammer, jedoch haltbarer Distanzschuss von Hannah Zahn schlug noch vor der Pause zum 2:0 ein. Wer nach der Halbzeit ein Aufbäumen des Bayernligisten erwartete, wurde enttäuscht. Die Heimelf ergriff die Initiative. Nach Vorarbeit von Zahn traf Torjägerin Caro Eberth zum 3:0. Äußerst unglücklich für die Gäste verlief das 4:0, als eine Heimakteurin den Ball so abfälschte, dass dieser als Bogenlampe den Weg ins eigene Tor fand. Auch hier sah die Torhüterin der Gäste alles andere als gut aus.

Bezirksliga Oberfranken West

FSV Unterleiterbach – SV Ketschendorf 5:9 (3:7)

Die 80 Zuschauer in Unterleiterbach sahen am Kirchweihsonntag ein Torfestival. Bereits nach elf Minuten stand es 0:3. „Wir haben die erste Halbzeit total verschlafen, auf jeden Fall. Das ist genau so, wie man trainiert, so ist es auch beim Spiel. Also wir haben wenig trainiert, hatten auch in der Vorbereitung nur zwei Spiele“, meinte FSV-Coach Rüdiger Schneiderbanger bei anpfiff.info, der Trainer Dieter Rattelsdorfer (Urlaub) vertrat. „Die zweite Halbzeit war denke ich okay“, sagte Schneiderbanger nach dem 3:7-Pausenstand. Die Heimelf hielt phasenweise mit, war allerdings in der Abwehr gegen den Aufsteiger aus Ketschendorf völlig überfordert.

Tore: 0:1 L. Höhn (5.), 0:2 Forkel (8.), 0:3 Scharf (11.), 1:3 Buckreus (13.), 1:4 Wenzel (21.), 1:5 Forkel (23.), 2:5 Buckreus (28.), 2:6 M. Schindhelm (34.), 3:6 Buckreus (36.), 3:7 Scharf (42.), 3:8 M. Schindhelm (61.), 4:8 Daminger (74.), 4:9 Wenzel (78.), 5:9 Weidner (80.)

SG Lichtenfels/Hochstadt – FC Fortuna Roth 0:3 (0:1)

Vor 60 Zuschauern in Hochstadt ergatterten die Rotherinnen im Derby verdient die ersten Punkte der Saison. Die Fortuna ging nach 13 Minuten nach einem Eckball in Führung, als die SG-Abwehr den Ball nicht wegbekam und Jan Kniebel über den Pfosten den Ball ins Netz beförderte. Das neuformierte SG-Team hielt kämpferisch gut dagegen und zeigte eine gute Abwehrleistung. Nach der Pause kam die 44-jährige Manuela Türkis ins Tor der Gastgeberinnen. Larissa Richter wurde später wieder als Linksaußen eingesetzt. Roth bestimmte das Spiel und erhöhte nach Vorarbeit von Miriam Pietschmann durch Nicole Treubel auf 2:0 (58.). Pietschmann sorgte – bedient von Jessica Will – mit dem 3:0 für die Vorentscheidung (75.).

Kreisliga Ost

FC Redwitz – TSV Engelmannsreuth 4:1 (2:1)

Redwitz erwischte den besseren Start. Bereits in der 1. Minute drang Laura Weich in den Strafraum ein und versenkte die Kugel flach zur Führung. Ehe sich Engelmannsreuth besann, klingelte es bereits nach fünf Minuten zum 2:0. Wieder war es Weich, die zuvor aus dem Mittelfeld bedient wurde und der Gästetorhüterin keine Chance ließ. Redwitz blieb am Drücker, versäumte es aber nachzulegen. Nach 33 gespielten Minuten sprintete die Gästeangreiferin Svenja Küffner in einen verunglückten Querpass in der Abwehr und verkürzte zum 2:1. Nach der Pause ordnete Redwitz sein Spiel und ließ hinten nichts mehr anbrennen. Christina Walter erhöhte nach 65. Minuten mit der Direktabnahme eines Eckballs auf 3:1. Nur ihrer überragenden Torfrau Manuela Lotter hatten es die Gäste zu verdanken, dass ihr Team nicht weiter in Rückstand geriet. Den Schlusspunkt setzte in der 90. Minute Laura Herbst, die nach einer Ecke den Ball zum 4:1 über die Linie drückte. (pfad)

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