MICHELAU

Knauer mit erfolgreichem Trainerdebüt

Sport: Handball Bezirksoberliga Damen SG Kunstadt/Weidhausen : SG Helmbrechts/Münchberg II 23:17 (13:8)
Fabienne Seufert (r.) untermauerte mit einer starken Leistung, dass sie zu den Stützen des Teams zählt.

Handball

Sichtlich erleichtert nahmen die Handballerinnen der SG Kunstadt/Weidhausen am Samstag den Applaus von den Zuschauerrängen der Michelauer Mainfeldhalle entgegen. Was wie ein standesgemäßer 23:17 (13:8)-Heimerfolg gegen die Reserve der SG Helmbrechts/Münchberg aussah, fühlte sich jedoch beim Team des neuen Trainers Niklas Knauer wie eine echte Standortbestimmung in der Bezirksoberliga an – und zwar für alle Beteiligten: „Vor dem Anpfiff war ich doch recht angespannt, was sich aber im Verlauf der Partie vollends legte“, sagte der 21-jährige „Neue“ an der Seitenlinie der SG, dessen Handschrift schon erkennbar war.

Bezirksoberliga, Frauen

SG Kunstadt/Weidhausen – SG Münchb./H. II 23:17 (13:8)

„Als meine Spielerinnen die Anfangsnervosität abgelegt hatten, agierten sie offensiv wie defensiv genau so, wie wir das im Training besprochen und eingeübt hatten“, so Knauer, der sich vor allem darüber freute, dass sein Team in der Abwehr stets sauber verrutschte und so dem Gästeteam von Trainer Daniel Schenk ein Durchbrechen erschwerten. Auffällig war aber auch, dass Coach Knauer den jungen, trainingsfleißigen Spielerinnen viel Zeit auf dem Feld schenkte und für sein Vertrauen prompt belohnt wurde. So lieferte Ann-Sophie Redinger ein tolles Debüt ab, aber auch Lea Bau überzeugte spieler- und kämpferisch. Um aber als Sieger vom Feld zu gehen, bedurfte es der tollen Trefferquote von Franziska Röschlein. Nach dem 6:5 (17.) waren es die vier Treffer der Linkshänderin in Serie, die bei der Heimmannschaft die Anfangsnervosität vergessen ließ. Zudem steigerte sich Julia Carl im Tor der Gastgeberinnen, so dass diese bereits zu Pause (13:8) sich ein schönes Polster erarbeitet hatten.

Nach dem Seitenwechsel überzeugten die Kunstadterinnen mit einer flinken Abwehrreihe, einer weiter gut aufgelegten Carl im Tor sowie einer durchsetzungsstarken Offensive. Dies galt vor allem für Fabienne Seufert, die im Zusammenspiel mit Linda Baier am Kreis die entscheidenden Tore erzielte und dafür auch ein Sonderlob des Trainers kassierte. Weniger begeistert war Knauer dann von den letzten zehn Minuten, als sein Team nach dem 20:11 (50.) leichtfertig einen noch deutlicheren Sieg verspielte. „Da war mir vieles zu unkonzentriert“, erläuterte er, musste aber auch anerkennen, dass die Ostoberfranken nie aufsteckenden und bis zum 23:17 noch Ergebniskosmetik betrieben. (mts)

SG Kunstadt/Weidhausen: Carl, Dinkel-Dill – Röschlein (6), Baier (6), Braun (4), Seufert (3), Pülhorn (2), Berghold (1), Gutsch (1), Motschenbacher, Redinger, Bauer, Bau, Fiedler / SG Helmbrechts/Münchberg: Schock – Erhard (8/6), Hofmeister (5), Zeitler (2), Fechner (1), Schlee (1/1), Köhler, Schmidt, Moschke, Roßner, Schaber, Prian, Klier / Schiedsrichter: Cyranek

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