LICHTENFELS

Haibach wird zum Gradmesser

LL: Mönche
Ihre bisher einzige Niederlage in dieser Saison kassierten die Haibacher beim 0:2 in Mönchröden mit Florian Biemann (Mitte). Die anderen vier Partien gewannen die Alemannen um ihren Toptorschützen Nikolaos Koukalias (links, fünf Treffer). Foto: Gunther Czepera

Fußball

Der Saisonstart des FC Lichtenfels in der Fußball-Landesliga Nordwest kann sich sehen lassen. Am Dienstagabend gewann die Mannschaft von Trainer Oliver Müller ihr Auswärtsspiel beim TSV Gochsheim mit 3:1. Damit haben die Korbstädter drei ihrer ersten vier Ligaspiele in der noch jungen Runde gewonnen. Im Heimspiel am Samstag (16 Uhr, Karl-Fleschutz-Stadion) soll im Topduell gegen den SV Alemannia Haibach der nächste Dreier her.

Landesliga Nordwest

FC Lichtenfels – SV Alemannia Haibach

Verglichen mit der Aufgabe in Gochsheim werde die Partie gegen die Haibacher noch einmal eine andere Nummer, sagt Müller im Gespräch mit dieser Zeitung. „Haibach zählt natürlich jedes Jahr zu den Favoriten.“ Diese Rolle haben die Alemannen vom Untermain in den ersten fünf Spielen der laufenden Spielzeit erfüllt. Vier Siege und eine Niederlage aus fünf Spielen bedeuten Tabellenplatz 2, punktgleich mit den führenden Coburgern.

„Sie spielen schon jetzt eine gute Rolle und werden das auch über die ganze Saison tun. Das ist eine Mannschaft, die richtig Qualität hat. Für uns wird das ein Gradmesser, ob wir mithalten können“, prophezeit Müller und fügt an: „Ich bin gespannt, wie wir uns da aus der Affäre ziehen.“ Im Vorjahr hielten sich die Lichtenfelser gegen die Haibacher schadlos. In der Aufstiegsrunde trennte man sich im heimischen Karl-Fleschutz-Stadion mit 1:1, auswärts siegte der FCL sogar mit 3:2.

Die Kicker vom Obermain gehen durch den 3:1-Erfolg gegen Gochsheim am Dienstagabend mit Rückenwind in die Begegnung. Ein „Arbeitssieg“, der mit einer besseren Chancenverwertung noch höher hätte ausfallen können, wie Müller meinte. „Wir haben es beim Stand von 2:0 versäumt, das dritte Tor nachzulegen. Dann ist es nach dem Anschlusstreffer doch noch einmal spannend geworden. Gott sei Dank haben wir gleich darauf das 3:1 erzielt“, blickt er zurück.

Zu viele Chancen liegen gelassen

Generell zeigt sich der FCL-Coach bisher zufrieden damit, wie seine Mannschaft in der bisherigen Saison ihre Torchancen genutzt hat. Negativ sticht tatsächlich nur das letzte Spiel in Gochsheim heraus, wie der Trainer der Lichtenfelser betont: „In diesem Spiel hätten wir sicher das eine oder andere Tor mehr erzielen müssen, aber das ist kein generelles Problem bei meiner Mannschaft. Dass nicht jede Großchance reingeht, ist auch normal.“

Stattdessen verweist der 54-Jährige auf die gute Leistung in der Defensive: „Auf der anderen Seite haben wir aber wenig zugelassen, abgesehen von der Schlussphase. Da hatten wir ein, zwei kritische Situationen. Aber ansonsten war das eine gute Leistung.“ Eine solche ist am Samstag erforderlich, soll die Erfolgsserie gegen das Spitzenteam aus Haibach ausgebaut werden.

Fehlen wird den Lichtenfelsern für einige Wochen Lukasz Jankowiak. Der Stürmer verletzte sich schwer am linken Sprunggelenk. Außerdem fallen noch Andreas Mahr, Johannes Bauer und Tobias Zollnhofer aus. Hinter dem Einsatz von Pascal Scholz steht ein Fragezeichen.

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