LICHTENFELS

FCL kann Historisches erreichen

FC Lichtenfels
Die Lichtenfelser um Maximilian Pfadenhauer (links, gegen den Röllbacher Tim Thorwart) konnten dem TuS Röllbach zuletz...

Fußball

Die 3:5-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den TuS Röllbach war eine ganz bittere: Die Chancen auf die Relegation sind für den FC Lichtenfels nun nur noch theoretischer Natur. Doch der Nordwest-Landesligst wird in der Aufstiegsrunde nicht nachlassen, denn die Chance auf Historisches ist weiterhin da. Deswegen soll am Samstag (16 Uhr) im Auswärtsspiel beim SV Alemannia Haibach ein Sieg her.

Landesliga Nordwest, Aufstiegsrunde

SV Alemannia Haibach – FC Lichtenfels

Ausgerechnet gegen den direkten Konkurrenten um den zweiten Tabellenplatz setzte es für die FCL-Mannschaft um das Trainergespann Christian Goller und Oliver Müller die erste Niederlage in der Aufstiegsrunde der Landesliga Nordwest. Nach dem 5:3 für den TuS Röllbach ist der Rückstand auf vier Punkte angewachsen. Ob man dieses Defizit bei noch zwei ausbleibenden Spielen aufholen kann? Das erscheint fraglich.

Dabei sah es im Heimspiel gegen Röllbach zunächst gut aus für Lichtenfelser. Der FC ging mit einem 1:1 in die Kabine und legte unmittelbar nach Wiederanpfiff das 2:1 nach. Doch dann holten die Röllbacher zum Doppelschlag aus und legten in der 79. Minute das 4:2 nach. Lichtenfels schaffte in der Nachspielzeit zwar noch den Anschlusstreffer, kassierte jedoch im Gegenzug das 3:5. „Wir haben unterm Strich verdient verloren. Unsere erste Halbzeit war zwar richtig gut, aber letztendlich ist das ein gerechtes Ergebnis“, fasst Goller das Spiel zusammen. „Damit ist natürlich der zweite Platz jetzt weg. Trotzdem: Hut ab vor der Leistung meiner Jungs. Es hatten einige Leute wegen Corona oder aus privaten Gründen gefehlt. Diejenigen, die da waren haben sich über 90 Minuten voll reingehauen. Das wollen wir ja immer sehen.“

Doch das war offensichtlich nicht genug. Goller weist darauf hin, dass sein Team trotz allen Einsatzes vor allem in der Defensive nicht mit dem Gegner mithalten konnte: „Das sieht man ja am Ergebnis. Wenn du fünf Gegentore bekommst, ist es schwierig zu gewinnen.“

Röllbach kann nun mit einem Heimsieg gegen den FC Coburg die Aufstiegsrelegation eintüten. Die Lichtenfelser müssen zeitgleich in Haibach ran. Um die geringe Chance auf Platz 2 zu wahren, muss ein Erfolg her. Aber: „Es gibt einfachere Spiele, als in Haibach anzutreten“, gibt Goller zu bedenken. Das Hinspiel sollte den Lichtenfelsern Warnung genug sein: Vor heimischem Publikum im Karl-Fleschutz-Stadion kam der FCL Anfang April nicht über ein 1:1 hinaus.

Goller geht davon aus, dass die Mannschaft die Saison mit zwei Siegen abschließen will. Zumal der FCL noch Historisches erreichen kann. Goller weiß: „Wenn wir am Schluss den dritten Platz erreichen, dann ist das für uns das beste Vereinsergebnis seit 50 Jahren. Das sollte Motivation genug sein. Außerdem will man als Sportler sowieso immer jedes Spiel gewinnen.“ Und die Lichtenfelser waren vor der Niederlage gegen Röllbach in der Meisterrunde ungeschlagen. Auch das sollte Auftrieb geben. Im FCL-Kader werden Mahr, Mohr, Schamel, Krüger, Mex und Scholz fehlen.

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