WOFFENDORF

FC Altenkunstadt und FC Woffendorf trennen sich

AW: Vorschlag nächstes WE
In der Saison 2022/23 wird es den Verein FC Altenkunstadt/Woffendorf nicht mehr geben.

Fußball

Die Spielgemeinschaft FC Altenkunstadt/Woffendorf geht nach zwölf Jahren zum Saisonende auseinander. Dies war die Nachricht auf der Generalversammlung des Fusionsvereins in Woffendorf. Die Trennung erfolgte seitens des FC Woffendorf.

Der derzeitige Vorsitzende der Klubkooperation, Robert Hümmer vom FC Woffendorf, der sich mit dem Altenkunstadter Vorsitzenden Dieter Radziej im jährlichen Turnus abwechselt, begründete die Auflösung mit finanziellen Gründen. „Außerdem fehlt uns der Nachwuchs“, sagte Hümmer. Vor allem schlugen die aufgrund der Corona-Pandemie erfolgte Schließung des Vereinsheims und das zweimal ausgefallene Galgenberg-Waldfest ins Kontor des FCW. Darüber hinaus stünden dringende Sanierungsarbeiten im Vereinsheim an. Hümmer nannte Duschen und Kabinen. Auf rund 6000 Euro bezifferte der Vorsitzende die Kosten für den Spielbetrieb der beiden Fusionsmannschaften alleine für den FCW.

Die Trennung seitens der Woffendorfer war vereinsintern bereits Thema und für die Verantwortlichen bei der Generalversammlung offenbar keine Überraschung. Es sei innerhalb des Fusionsvereins sachlich und offen darüber gesprochen und diese Tatsache von allen ohne Groll zur Kenntnis genommen worden. „Ohne Corona wäre dieser Schritt sicherlich nicht erforderlich gewesen“, sagte Hümmer, der sich für das gute Miteinander in den vergangenen zwölf Jahren bedankte. „Es war eine Ehe auf Zeit“, meinte Hümmer. Gegen Ende der Saison wird bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Fusionsverein aufgelöst werden. Am Spielbetrieb wird dann nur noch der FC Altenkunstadt teilnehmen und die beiden Startplätze in der Kreisklasse und der B-Klasse übernehmen. Sportlich war der Fusionsklub durchaus erfolgreich. In den vergangenen beiden Spielzeiten belegte die erste Mannschaft jeweils Platz 2, scheiterte 2019 erst in der Relegation am Kreisliga-Aufstieg.

Der FCA war in der Kooperation auch der deutlich größere Partner mit etwa 400 Mitgliedern, davon 80 aktive Jugendkicker. In der ersten Mannschaft war Woffendorf lediglich mit zwei Spielern noch vertreten.

Das Vereinsheim mit Gaststätte in Woffendorf werde der Klub weiter unterhalten, ebenso den Rasenplatz, so Hümmer. Stammgast sei ein Dartverein. Für Spiele stünde der Fußballplatz zur Verfügung. Von der Fußball-Landschaft verschwindet der Name FC Woffendorf erst einmal. Ob der Klub in ein paar Jahren wieder einen Versuch unternehmen will, ließ Hümmer offen.

Radziej turnusgemäß gewählt

Bei den Neuwahlen bei der Generalversammlung gab es turnusmäßig wieder einen Wechsel an der Führungsspitze des Fusionsvereins. Hier die gewählte Vorstandschaft: 1. Vorsitzender Dieter Radziej, 2. Vorsitzender Robert Hümmer, Schriftführer Stefan Völker, Kassier Harald Höppel.

Die Mitglieder der erweiterten Vorstandschaft sind: Johannes Oppel, Stefan Schnapp, Udo Leicht, Florian Klemenz (FC Altenkunstadt) und Franz Ritzel und Heiko Schiewatsch (FC Woffendorf). (us/dr)

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