LICHTENFELS

Die „Eagles“sind angriffslustig

AC Lichtenfels - Trainigslager
Er verstärkt den AC Lichtenfels in der Gewichtsklasse 75/80 Kilogramm: Marcel Berger (blaues Trikot).

Ringen

Nur noch wenige Tage, dann starten die Bundesliga-Ringer des AC Lichtenfels in die neue Wettkampfphase. Während das Team hinter dem Team durchweg gearbeitet hat, war der Trainingsalltag der Aktiven lange von der Pandemie überschattet. Seit gut drei Monaten können auch die Athleten des AC Lichtenfels endlich wieder das tun, weshalb sie den Adler tragen: ringen. Keine 20 Wochen lagen zwischen Lockdown, selbst organisierten Trainingseinheiten oder Waldläufen und Wettkämpfen in der Bundesliga. Zuletzt schwitzten die „Eagles“ in einem Trainingslager für die anstehenden Aufgaben in der Bundesliga. Im Jahr des 100. Geburtstags des ACL hat sich der Verein eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt.

„Die erste Mannschaft ist von den Namen her die beste, die der AC Lichtenfels je stellte“, sagt der Lichtenfelser Erfolgstrainer Ali Hadidi: „Wir müssen uns vor den anderen nicht verstecken.“ Ob alle Athleten in der immer noch anhaltenden Corona-Pandemie einreisen und antreten werden, müsse man allerdings abwarten. Auch ist die individuelle Fitness in diesem Jahr ein größeres Thema als sonst.

„Die erste Mannschaft ist von den Namen her die Beste, die der AC Lichtenfels je stellte.“
Ali Hadidi, Trainer des AC Lichtenfels

„Nach einem halben Jahr ohne gemeinsames Training und nach gut eineinhalb Jahren, in denen der Trainingsalltag von der Pandemie regiert wurde“, erzählt Hadidis Trainerkollege Tobias Schütz, „mussten wir erst einmal sehen, wo die Jungs stehen.“ Das erste Ziel war, alle Aktiven in kürzester Zeit auf einen gemeinsamen Leistungsstand zu bringen. Lauf- und sprintlastige Trainingseinheiten wurden von zunehmend intensiven Matteneinheiten abgelöst. Um dabei nach der langen Matten-Abstinenz einen Maßstab für den eigenen Trainingsstand zu haben und um mit starken Trainingspartnern das Beste aus den zusätzlichen Einheiten zu machen, tat man sich mit der Bundesligastaffel des KSC Hösbach zusammen, die in der Gruppe Ost an den Start geht.

Zudem absolvierten die Lichtenfelser zwei Trainingslager. Das erste Ende Juli, das zweite am vergangenen Wochenende in Lichtenfels. Auf fünf Einheiten an drei Tagen brachten es die bis zu 30 Athleten. Techniktraining, Trainingskämpfe unter wettkampfnahen Bedingungen, eine stand- und eine bodenorientierte Einheit, zudem der obligatorische Lauf auf den Staffelberg. Dazu gab es Presse- und Fototermine und ein Rahmenprogramm mit Tischtennis, Kicker, Mario Kart und anderen Aktivitäten, um als Team zusammenzuwachsen. Abgerundet wurde das Trainingslager vom alljährlichen Thermenbesuch – als belohnendem Ausklang eines harten Wochenendes.

Einige Athleten fehlen

Einziger Wermutstropfen war, dass der ACL nicht in voller Stärke teilnehmen konnte. Zu einigen Ausfällen, die die letzten Wochen verzeichnet werden mussten, kam der Umstand, dass die gesamte Trainingsplanung recht kurzfristig passieren musste. Lange war nicht klar, wann es zurück auf die Matte gehen konnte. Und als Planungen möglich waren, gelang es nicht, alle Ringer des Bundesligakaders zusammenzubringen. „Ich hätte die ganze erste Mannschaft gerne dabeigehabt“, resümiert Hadidi, der sich idealerweise ein Bild vom Leistungsstand jedes Einzelnen gemacht hätte. Mit dem Trainingslager waren die ACL-Verantwortlichen dennoch zufrieden. „Es war hart, aber es hat gut funktioniert und wir konnten durchziehen, was wir geplant hatten“, umreißt Schütz die vergangenen Tage.

Nicht zuletzt die Tatsache, dass die Mannschaft verletzungsfrei durch die vergangenen Tage kam, belegt die Fitness des Teams – und dass das Trainingskonzept greift. „Wir haben aus der Zeit, die wir hatten, das Beste herausgeholt“, fasst Schütz die Vorbereitung unter erschwerten Bedingungen zusammen. Von nun an heißt es fit bleiben, individuell nachschärfen und mit kürzeren, intensiven Einheiten auf die kommende Runde vorbereiten.

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