LICHTENFELS

128 Kinder begeistert von Funino-Turnier der DJK Lichtenfels

Funino Turnier bei der DJK Franken Lichtenfels
Der Nachwuchs der DJK Lichtenfels (blaue Trikots) ist im Angriff auf eines der beiden Tore des Gegners.

Fußball

Das Schönste am Fußballspielen ist das Toreschießen. Nur passiert das im normalen Spiel viel zu selten. Nicht so bei Funino. Bei Funino geht es rasant zu: Die drei Kinder eines Teams müssen gleich zwei Tore verteidigen, damit die Gegner nicht treffen. Aber einen Torwart sucht man vergebens. Dafür darf man nur in der Schusszone schießen. Es gibt kein Abseits, keinen Eckball und keinen Einwurf. Der Ball wird immer durch Eindribbeln (Self-Pass) oder einen Pass immer außerhalb der Schusszone zurück ins Spiel gebracht.

Nach jedem Tor müssen beide Teams einen Spieler wechseln. Der Wechsel geschieht unter den vier Spielern in Rotation und immer in der Mitte des Spielfeldes. So haben auch schwächere Spieler annähernd gleiche Einsatzzeiten.

Die Kinder haben durch diese Spielform viele Ballkontakte und sind mit ständig neuen Spielsituationen konfrontiert. Bei einem Funino-Festival wird gleichzeitig auf mehreren Feldern gespielt. Wer seine Begegnung gewinnt, rückt ein Spielfeld nach oben, der Verlierer steigt um ein Feld ab. Eine Partie dauert nur sieben Minuten. So spielen schon nach kurzer Zeit in etwa gleich starke Mannschaften gegeneinander.

Am vergangenen Wochenende tummelten sich 32 Teams aus drei Landkreisen in vier Turnieren (U6 bis U11) auf dem Sportgelände der DJK Franken Lichtenfels. Das Festival war unter der Regie von Jugendleiter Christian Göpfert und vielen fleißigen Helferinnen und Helfern vorbereitet worden. 180 Paar Bratwürste, 30 Paar Wiener und neun Kuchen füllten die Energiereserven der 128 Spielerinnen und Spieler wieder auf. Am Ende waren die Kinder erschöpft und glücklich, denn bei Funino darf nicht von außen gecoacht werden. Das Prinzip des „unangeleitet Spielenlassens“ und das Motto „Sag' mir weniger, dann seh' ich mehr“ gelten hier. Und so fiel es keinem am Sportgelände in Oberwallenstadt auf, dass kein Sieger gekürt wurde. Denn Gewinner waren alle, die Spaß bei und an dieser modernen Form des Kinderfußballs hatten. (red)

Schlagworte