Zwei neue Stücke im ETA Hoffmann Theater Bamberg

BAMBERG

Zwei neue Stücke im ETA Hoffmann Theater Bamberg

Unter den besonderen Bedingungen der geltenden Corona-Beschränkungen feiert am Freitag, 26. November, um 19.30 Uhr Eduardo de Filippos Klassiker „Die Kunst der Komödie“ Premiere auf der Großen Bühne des ETA Hoffmann Theaters.

Das Stück: Die Schauspielerinnen und Schauspieler konnten nicht spielen, weil ihr Theater abgebrannt war. Jetzt, wo sie den Spielbetrieb wieder aufgenommen haben, kommt das Publikum nur zögerlich zurück. Theaterdirektorin Campese erhofft sich Hilfe vom neu angekommenen Präfekten des Ortes und spricht bei ihm vor. Ihre Bitte: Wenn die Menschen der Stadt sehen, dass sich der Präfekt persönlich als Zuschauer ins Theater begibt, werden auch sie in Scharen ins Theater strömen.

Der Präfekt weigert sich zu kommen, er habe mit wirklichen Menschen und deren Sorgen genug zu tun. Campese warnt den Präfekten, die Kraft des Spiels nicht zu unterschätzen. Der Arzt, der Pfarrer, die Lehrerin, die nacheinander zum Präfekten vorgelassen werden sollen, könnten allesamt Schauspieler und Schauspielerinnen sein und er würde den Unterschied nicht bemerken. Mit diesem beunruhigenden Gedanken lässt Campese den Präfekten zurück – und die „Kunst der Komödie“ kann sich voll und ganz entfalten.

Vorstellungen: 27. November, 10., 11.,18.,19., 29., 30. und 31. Dezember.

Im Dickicht absurder Vorkommnisse und Sprachverwirrungen

Seit Mittwoch ist außerdem „Der endlos tippende Affe“ zu sehen, ein Werk, das das Theater bei Björn SC Deigner in Auftrag gegeben hat und nun in Bamberg als Uraufführung im Studio zeigt.

Ausgehend vom mathematischen Theorem des unendlich tippenden Affen begibt sich Deigner in das Dickicht absurder Vorkommnisse und Sprachverwirrungen, um der Frage nachzugehen, wo der Sinn beginnt und wie er endet. Was als mathematische Anschauung für die Unendlichkeit dient, wirft die Frage nach Sinnproduktion auf: Sind wir am Ende alle tippende Affen, die versuchen, unserem eigenen Kauderwelsch Bedeutung abzuleiten?

Vorstellungen: 25. und 28. November, 1., 3., 9., 15., 17., 22. und 28. Dezember.

Wie das Theater mit den aktuellen Corona-Bestimmungen umgeht

Laut Corona-Bestimmungen erhält derzeit nur Eintritt, wer geimpft oder genesen ist und eine Bescheinigung über einen negativen Corona-Test (Schnelltest maximal 24 Stunden alt, PCR-Test maximal 48 Stunden alt) vorweisen kann (2G+). Die maximale Auslastung beträgt nur noch 25 Prozent. Trotzdem möchte das Theater möglichst allen, die bereits Karten für die Vorstellungen in den kommenden Wochen gebucht haben, ein Angebot machen.

Dafür werden folgende Zusatztermine angeboten: am Sonntag, 28. November, 18.30 Uhr, und am Donnerstag, 16. Dezember, 19.30 Uhr, „Die Kunst der Komödie“. Die Schulvorstellungen von „Herr Bello und das blaue Wunder“ entfallen. Dafür werden zusätzlich am 2., 3., 8. und 23. Dezember, jeweils um 16 Uhr, Familienvorstellungen angeboten. Am 31. Dezember wird „Die Kunst der Komödie“ um 19.30 Uhr als Silvestervorstellung gespielt. Die anschließende Party und Feuerwerk entfallen.

Tickets gibt es ab sofort wieder an der Theaterkasse und auf www.theater.bamberg.de. (red)