COBURG

Zeitschrift „Museumsgala“: jeden Monat neue Gesprächsanreize

3G oder 2G? Präsenzvorlesung, hybrides Lernen oder wieder zurück zum Onlinestudium? Wer entscheidet, und was ist überhaupt noch erlaubt? Nach einem hoffnungsvollen Semesterstart herrscht an vielen Universitäten und Fachhochschulen Corona-Chaos. Vor allem Studentinnen haben nun Bedenken, dass der Pandemie-Stress samt Kontaktbeschränkungen wieder deutlich zunimmt. Wie eine forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt, hat die Krise Studierende bereits enorm belastet, vor allem die Frauen. So gibt die Hälfte von ihnen an, besonders während des letzten Lockdowns unter Anspannung und hohem Druck gestanden zu haben. Studenten gehen offenbar etwas gelassener mit der Corona-Situation um als ihre Kommilitoninnen: Unter den Männern fühlte sich jeder Dritte durch den letzten Lockdown gestresst.

Deutlich mehr Studentinnen reagieren demnach auch sensibler auf den Verlust an Sicherheit und Planbarkeit und haben dementsprechend mehr mit den psychischen Folgen der Pandemie zu kämpfen. So sagen 70 Prozent der Frauen, dass sie seit der Krise häufiger demotiviert sind – im Gegensatz zu 59 Prozent der Männer. Deutlich mehr Studentinnen als Studenten fühlen sich darüber hinaus häufiger tagsüber müde und erschöpft (58 zu 39 Prozent). Die Hälfte der Frauen leidet zudem unter depressiven Verstimmungen. Bei den Männern sind es hingegen 31 Prozent. Jede dritte Studentin und jeder fünfte Student berichten außerdem von körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Verspannungen als Folge des Pandemie-Stresses. Doppelt so viele Frauen wie Männer geben darüber hinaus zu, während der Krise bislang ängstlicher gewesen zu sein als vor Corona (34 zu 17 Prozent).

Wie weitere Umfragedaten zeigen, haben Studentinnen auch eher mit einer vierten Welle gerechnet als ihre Kommilitonen. So glaubten 78 Prozent der Studentinnen bereits vor Beginn des Wintersemesters, dass es in den kommenden Monaten erneute Kontaktbeschränkungen geben könnte (Männer 72 Prozent). (red)