Zeitreise auf der Veste Coburg

COBURG

Zeitreise auf der Veste Coburg

Ein beeindruckendes Geschichts-Erlebnis für die ganze Familie: Am Wochenende des 16. und 17. Juli, jeweils von 10 bis 18 Uhr, können sich große und kleine Besucherinnen und Besucher der Veste Coburg auf eine „Zeitreise“ in das 15. und 17. Jahrhundert begeben.

Beides sind historisch bedeutende Epochen der Veste. Um 1500 hielten die sächsischen Kurfürsten hier Hof. Auch Martin Luther lebte im Schutz der mächtigen Mauern des einst kursächsischen Schlosses. Im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) war die „Fränkische Krone“ eine wichtige protestantische Bastion, die militärisch nie erobert werden konnte.

Historisches Handwerk und militärisches Feuerwerk

Bei der Zeitreise sind historische Handwerkerinnen und Handwerker, Ritter und Fußvolk zu Gast auf der Veste. In den Burghöfen werden Gegenstände hergestellt, die man in Friedens- und Kriegszeiten benötigte: von Kleidung und Lederwaren bis zu Kettenhemden, Rüstungen, Armbrusten und vielem mehr. In den Lagern erleben die Gäste diese Ausrüstung in Aktion. Vorführungen mit Kanonen, militärischem Feuerwerk und dem Drill der Musketiere erwecken Geschichte zum Leben.

Auch Armbrustschützen stellen ihre Zielgenauigkeit unter Beweis. Während die Schützengesellschaft Coburg am Samstag ihren Schützenkönig bestimmt, können Besucherinnen und Besucher am Sonntag versuchen, im wahrsten Sinne des Wortes „den Vogel abzuschießen“.

Mitmach-Aktionen für Kinder und gastronomische Angebote

In der großen Hofstube und in der Rüstkammer kann man originale Objekte erleben und handwerklich exakte Nachbildungen in die Hand nehmen. Mitmach-Aktionen für Kinder, gastronomische Angebote und die Klänge der Spielleute runden den Besuch auf der Veste ab.

Seit nunmehr 20 Jahren bringt die „Zeitreise“ auf der Veste Coburg den Besuchern und Besucherinnen nicht nur ein möglichst authentisches Bild vergangener Epochen nahe, sie erweckt auch die Sammlungen auf der Veste zum Leben. Dr. Alfred Geibig, ehemaliger Kurator der Waffensammlung der Kunstsammlungen, begründete das Format 2002 und entwickelte es bis 2018 kontinuierlich weiter.

Kein beliebiges „Burgfest“, sondern historischer Einblick mit Anspruch

Der wissenschaftliche Anspruch der Veranstaltung hat ihr in den Kreisen der Living History und des Historical Reenactment über die Jahre einen besonderen Stellenwert erworben. So erlebt man bei der Zeitreise auf der Veste Coburg nicht nur ein beliebiges „Burgfest“, sondern gewinnt einen historischen Einblick mit größtmöglicher Wirklichkeitsnähe.

Parken: Besucherparkplatz Brandensteinsebene und Wiese bei Löbelstein (mit gratis Shuttleservice). Weitere Infos: veste.kunstsammlungen-coburg.de (red)