BURGKUNSTADT

Wort zur Besinnung: Das Wort zur Besinnung

Wort zur Besinnung

Wort zur Besinnung

Mit einem kleinen Segnungsgottesdienst im Freien wurden unsere Vorschulkinder aus dem Evangelischen Kindergarten verabschiedet. Die Kinder sangen Lieder; Eltern und Erzieherinnen sprachen ihnen Segensworte zu.

Nach dem Gottesdienst frage ich einige Kinder, worauf sie sich in den Ferien freuen: „Meine Mama geht mit mir in der Eisdiele Eis essen!“ „Mein Papa geht mit meinem Bruder und mir ins Schwimmbad!“ „Wir besuchen die Oma in Obristfeld, die kocht unser Lieblingsessen!“

Die fröhlichen Antworten der Kinder (die Sätze oben sind nur eine kleine Auswahl) haben mich sehr bewegt:

-Einmal: Kein Kind nannte ein fernes Reiseziel im Ausland, wie häufig in den vergangenen Jahren. Doch dies tat der Fröhlichkeit und Vorfreude der Kinder keinen Abbruch.

-Zum anderen: Alle Kinder verbanden die sehr nahen Ferienziele und Ferienevents mit konkreten Personen. Für sie war nicht in erster Linie das Ziel wichtig, das angesteuert wird, sondern die Menschen, die dabei sind. Die Vorfreude der Kinder richtet sich letztlich nicht auf Orte, sondern speist sich aus der Nähe der Menschen, die sich für die Kinder Zeit nehmen und liebevoll für sie da sind. Was den Kindern deutlich anzumerken war, gilt für alle Generationen: Entscheidend ist nicht der Ort, den ich ansteuere, sondern die Nähe, die ich dort erfahre. Die Zeit des Corona-Lockdowns war für Viele nicht beschwerlich, weil ihnen ihr Zuhause nicht gefiel, sondern weil sie sich abgeschnitten fühlten von der Gemeinschaft mit anderen. Umgekehrt: Wo uns Nähe und Zuwendung geschenkt wird, da ist letztlich ein guter Ort - egal ob in den eigenen vier Wänden, bei Freunden und Verwandten, ob auf großen oder kleinen Reisen und Events. Als Christen vertrauen wir darauf, dass Gott uns immer und an jedem Ort liebevoll zugewandt ist und dass wir fest mit seiner Nähe rechnen dürfen. In unserem Segnungsgottesdienst sprachen die Eltern ihren Kindern als Segensbitte zu: „Gott begleite Dich auf allen Deinen Wegen“. Und die Kinder sangen für ihre Eltern und die Kindergartenmitarbeiterinnen: „Der Herr sei mit dir... Er segne und behüte dich.“

Worauf freuen Sie sich in den Ferien? – Sie dürfen sich freuen auf Begegnungen, auf die Nähe von Menschen und Sie dürfen sich freuen, dass Gott Sie begleitet – ob auf Reisen oder zu Hause! Mit den Worten unserer Vorschulkinder: „Der Herr sei mit Dir! Er segne und behüte Dich!“

Heinz Geyer,

evangelischer Pfarrer

in Burgkunstadt

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