LICHTENFELS

Wieder Besuche in den Regiomed-Einrichtungen möglich

So wird es leider nicht gehen: Nur unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln sind ab dem 9. Mai wieder Besuche in den Regiomed-Einrichtungen möglich.Symbolfoto: Weiskopf

Eine freudige Nachricht gab es bei der telefonischen Pressekonferenz mit der Regiomed-Geschäftsführung am Donnerstag. Demnach sind in den bayerischen Einrichtungen des Klinikverbunds ab Samstag, 9. Mai, unter Einhaltung strikter Hygienemaßnahmen wieder Besucher zugelassen. Und diese dürfen am Muttertag sogar ein Sträußchen Schnittblumen für die Muttis mitbringen.

Für die bayerischen Regiomed-Kliniken gilt aufgrund der neue Allgemeinverfügung der Staatsregierung ab 9. Mai folgendes:

• Die Besuchszeit ist von 14.30 bis 18.30 Uhr. • Besuche auf der Intensivstation und der Intensivüberwachungspflege können nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen. Besuche auf der Covid-Station können nur in besonderen Fällen (wie bei im Sterben liegenden Patienten) und nach ärztlicher Rücksprache erfolgen. • Es ist lediglich ein Besucher pro Patient pro Tag zulässig. Der Besucher ist namentlich zu registrieren. Die Dauer des Besuches wird auf maximal 20 bis 30 Minuten beschränkt. Der Besucher wird verpflichtet, einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dieser wird bei der Eingangsbeurteilung ausgehändigt. Ebenso wird dem Patienten ein Handzettel mit den Hygienevorschriften (Mindestabstand 1,5 Meter, maximal ein Besucher pro Patient und Tag, etc.) ausgehändigt. • Je nach Einteilung kann dem Besucher der Zutritt untersagt werden. Dies ist der Fall, wenn der Besucher Fieber oder andere Covid-19-Symptome hat. • Die Cafeteria bleibt auch weiterhin für Patienten und Besucher gesperrt. • Die genannten Punkte gelten auch für die Geburtshilfe. Die werdenden Väter dürfen weiterhin mit Mund-Nasen-Schutz, Haarschutz und Schutzkittel, in den Kreißsaal. Die Regelungen für die Familienzimmer unterscheiden sich teilweise zwischen den Einrichtungen und können individuell vor Ort erfragt werden. Darüber hinaus sind nun auch Besuche von weiteren Angehörigen, gemäß der oben genannten Besuchsregeln, möglich.

Auch in Senioreneinrichtungen sind Besuche möglich

Auch in den Senioreneinrichtungen in Bayern können ab Samstag Bewohner einmal am Tag zu bestimmten Zeiten – und unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen – Besuch von einer Person bekommen. Es wird gebeten, den Besuch vorher telefonisch anzumelden und die konkreten Besuchszeiten für die jeweilige Einrichtung zu erfragen, da diese individuell geregelt sind und nicht den Zeiten entsprechen, die in den Kliniken gelten.

Bis jetzt finanziell keine substanziellen Auswirkungen

Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke ging auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Regiomed-Klinikverbund ein. Hinsichtlich der finanziellen Situation sagte er, dass ihn die aktuelle Lage und auch die Prognosen nicht beunruhigen. Auch auf die Gesellschafter hätten die Folgen der Pandemie laut derzeitigem Stand keine substanziellen Auswirkungen. Grund hierfür sei, dass die im Rahmen des Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetzes zugebilligten Gelder die durch die Pandemie verursachten Verluste durch die Minderbelegung der Kliniken kompensieren würden.

Jetzt ist die Politik am Zuge

Er betonte aber auch, dass es aufgrund zu vieler Unwägbarkeiten noch nicht genau abzusehen sei, wie sich die Folgen der Pandemie in finanzieller Hinsicht bis zum Jahresende auswirken werden. Es sei nun Aufgabe der Politik, auch über die Zeit des jetzigen Rettungsschirms hinaus die Finanzierung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sicherzustellen.

Dabei gelte es zu berücksichtigen, dass sich auch nach dem Auslaufen des Krankenhausentlastungsgesetzes eine neue Normalität zwischen dem Normalbetrieb der Häuser und einer Bereitschaft für Covid-Patienten nötig sei. „Unser Gesundheitssystem ist seit 2003 rein leistungsorientiert. Wenn wir aber Kapazitäten für die Bereitschaften vorhalten müssen, muss dies auch entsprechend honoriert werden“, so Schmidtke. Er erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, dass es vor der Pandemie Überlegungen gab, jedes zweite Krankenhaus in Deutschland zu schließen. „Es wird auch in Zukunft wieder Pandemien geben. Darauf müssen wir vorbereitet sein, und dazu brauchen wir entsprechende Puffer.“

Als positiv wertete er, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen im Rahmen der Pandemie große Fortschritte gemacht habe. Es gelte aber auch, die Pflegeberufe aufzuwerten und dem Pflegepersonal mehr Kompetenzen zu übertragen. Dadurch würde auch das Prestige dieser Berufe wieder steigen, was dem Fachkräftemangel entgegenwirken könne.

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