LICHTENFELS/KULMBACH

Wette der Raps-Stiftung: So klappt es mit neuen Helfern

Die Wette der Adalbert-Raps-Stiftung trägt Früchte. Das Foto zeigt das Online-Einführungsseminar für neue „Engagierte“ der evangelischen Jugend Kulmbach. Foto: RED

„Wetten, dass Eure Organisation es nicht schafft, innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten mindestens drei neue Engagierte zur Unterstützung Eures Angebots zu gewinnen?!“ Mit dieser Wettansage und einem Wetteinsatz von bis zu 1400 Euro pro gewonnener Wette fordert die Adalbert-Raps-Stiftung gemeinnützige Organisationen in Oberfranken seit Mitte September dazu heraus, neue Unterstützer für das Ehrenamt zu finden.

Waren es zu Beginn lediglich zehn ausgeschriebene Wettpartnerschaften, entschloss sich die Stiftung diese aufgrund des großen Zuspruchs auf 30 Wettpartnerschaften aufzustocken und stellt somit Fördermittel von insgesamt bis zu 42 000 Euro in Form des Wetteinsatzes frei.

Drei Wettsieger in kürzester Zeit

Kaum zu glauben: Drei der 30 Organisationen, die sich auf die „Soziale Wette“ eingelassen haben, konnten diese mit Erfüllung des Wettziels bereits vor Ende des offiziellen Wettzeitraums erfolgreich beenden.

Um auch die übrigen 27 Wettpartner dabei zu unterstützen, die Wette für sich zu entscheiden und das soziale Engagement in Oberfranken auf diese Weise zu stärken, sind alle BürgerInnen dazu aufgerufen, sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit bei den teilnehmenden Organisationen zu bewerben.

Trotz dem attraktiven Wetteinsatz in Höhe von bis zu 1400 Euro pro gewonnener Wette hat niemand damit gerechnet, dass die Interessensbekundung der gemeinnützigen Organisationen ein solches Ausmaß annehmen würde: „Innerhalb von nur zwei Tagen waren die ursprünglich zehn zu vergebenden Wettpartnerschaften eingegangen, einen Tag später lagen uns bereits 20 Bewerbungen vor.“, so vorsitzender Stiftungsvorstand Frank Alexander Kühne. „Angesichts der großen Interessensbekundung war es naheliegend, die Anzahl der Wettpartnerschaften erst auf 20 und schließlich sogar auf 30 Wettpartnerschaften aufzustocken.“

Belohnung für das Ehrenamt

Jede abgeschlossene Wette gilt ab dem dritten neu eingestellten Ehrenamtlichen als gewonnen und wird mit 500 Euro belohnt. Es lohnt sich für die Organisationen jedoch weitere Unterstützer zu aktivieren.

„Für jeden vierten bis sechsten gewonnen Ehrenamtlichen spenden wir zusätzlich 100 Euro und für jeden siebten bis zehnten neuen Unterstützer sogar 150 Euro“, so Stiftungsreferentin Tina Beeg.

„ „Innerhalb von nur zwei Tagen waren die ursprünglich zehn zu vergebenden Wettpartnerschaften eingegangen, einen Tag später lagen uns bereits 20

Bewerbungen vor.“

Frank Alexander Kühne, vorsitzender Stiftungsvorstand

Insgesamt winkt den teilnehmenden Organisationen also eine Förderung von bis zu 1400 Euro. Besonderes Engagement zeigten die Evangelische Jugend Kulmbach, der TV Kleinschwarzenbach sowie der Verein „Freund statt fremd“ aus Bamberg: Denn obwohl die Wettpartner ab dem individuell vereinbarten Start der Wette ganze drei Monate Zeit haben, um das Wettziel zu erreichen, konnten diese drei Organisationen schon weit vor Ende des Wettzeitraums zehn neue Unterstützer aktivieren und die Wette somit nicht nur für sich entscheiden sondern sich auch über die maximale finanzielle Förderung freuen.

In doppelter Weise profitieren

„Durch die ,soziale Wette‘ profitieren unsere Wettpartner gleich in doppelter Hinsicht! Der finanzielle Wetteinsatz ist sicher ein großer Anreiz, aktiv nach ehrenamtlichen Helfern zu suchen. Der eigentliche Gewinn sind letzten Endes jedoch die neu gewonnen Unterstützer selbst!“, so Frank Kühne. Als neue Engagierte zählen dabei auch Unterstützer, die bislang nur passive Mitglieder, ideelle Unterstützer oder Ähnliches waren und sich nun aktiv engagieren möchten, sowie bereits in der Organisation aktive Mitglieder, die ein neues Amt übernehmen oder in einem neuen Aufgabenbereich/Projekt mitwirken.

Als Wettnachweis gilt es den teilnehmenden Organisationen spätestens bis 14 Tage nach Wettende Fotos der gewonnenen Engagierten im jeweiligen Aufgabenbereich einzureichen sowie eine entsprechende Aufgabenbeschreibung.

Interessierte Bürger sind dazu eingeladen sich bei Stiftungsreferentin Tina Beeg per Mail unter tina.beeg@raps-stiftung.de oder unter Tel. (09221) 8076097 nach den teilnehmenden Organisationen zu erkundigen.

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