SERKENDORF

Das forstliche Gutachten abwarten

Lichtenfels Zur beschriebenen Problematik nimmt Helmut Kurz, stellvertretender Pressesprecher des Landratsamts, für die Untere Jagdbehörde Stellung.

Frage: Wer legt die Abschusszahlen fest?

Helmut Kurz: Die Abschusszahlen, die einem Revierverantwortlichen für drei Jagdjahre vorgegeben werden, ergeben sich aus der so genannten Abschussplanung. Grundlage für die Abschussplanung ist das forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung, das von den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) bezogen auf eine Hegegemeinschaft erstellt wird.

Die nächste Abschussplanperiode beginnt im kommenden Jagdjahr und umfasst somit den Zeitraum vom 1. April 2022 bis 31. März 2025.

Frage: Gab es in den vergangenen Jahren eher mehr Meldungen über Schäden durch Verbiss (zum Beispiel durch Rehwild in Neuanpflanzungen) oder ist die Situation gleich geblieben?

Kurz: Diese Frage kann aus Sicht des Landratsamtes nicht beantwortet werden, da Wildschäden zunächst bei dem zuständigen Revierverantwortlichen oder der Jagdgenossenschaft – im Falle des förmlichen Ersatzverfahrens – bei der zuständigen Gemeinde geltend gemacht werden. Zudem ist die Situation auch immer abhängig von den vegetativen und klimatischen Bedingungen sowie von den waldbaulichen Bewirtschaftungen, so dass in einem Revier eine deutliche Zunahme, in einem anderen Revier dagegen eine Konstanz oder eine Verbesserung bei den Verbiss-Schäden festgestellt werden kann.

Ob und inwieweit deshalb Verbiss- und Hegeschäden tendenziell in einzelnen Revieren oder Hegegemeinschaften zugenommen haben oder gleich geblieben sind, wird erst das in diesem Jahr erstellte forstliche Gesamtgutachten zeigen.

Zusätzlich besteht die Notwendigkeit, aufgrund der Trockenheit und des Borkenkäferbefalls Neuanpflanzungen beziehungsweise Naturverjüngungen vorzunehmen. Unabhängig von der Abschussplanung sind entsprechende jagdliche Anpassungen besprochen und erfolgt.

Frage: Wie ist die Kommunikation zwischen Behörde und Jägern beziehungsweise Jagdpächtern und Waldbesitzern?

Kurz: Generell ist die Kommunikation sehr gut.

Schlagworte