VIERZEHNHEILIGEN

Vor 25 Jahren besucht Schwedens Königsfamilie Vierzehnheiligen

Guardian Ewald und P. Dominik begleiten die schwedische Königsfamilie bei ihrem Besuch der Basilika Vierzehnheiligen, wo sich Silvia, Carl Gustav und die Töchter Victoria und Madeleine auch ins Goldene Buch eintragen. Foto: repros: Josef Ebitsch

Langeweile, Übermut und „Gelegenheit“ führen ja seit jeher zu diversem schadensträchtigem Unfug. Aber am letzten Oktoberwochenende 1995 trifft frevelhafter Vandalismus ausgerechnet auf wehrlose Nutztiere: Am Bärenknock bei Wunkendorf zünden Unbekannte zwei Wanderständer mit insgesamt elf Bienenvölkern an, die komplett ausbrennen.

Zumindest ersetzbar, wenn auch mit hohem finanziellem Aufwand ist die Styroporverkleidung des Redwitzer FC-Sportheims: Eines Nachts bohren Rowdys mit einem Holzstecken als Wurfgerät rund 50 tiefe Löcher in die Fassade. Dies zu erneuern, wird „beträchtliche“ Kosten erfordern, urteilt die Polizei.

Polizei hat „Gurtmuffel“ im Visier: 49 gehen ihr ins Netz

Seit der Einführung der Anschnallpflicht hat die Polizei natürlich die „Gurtmuffel“ im Visier: Am 27. Oktober 1995 gehen ihr bei entsprechenden Überwachungs-Kurzintervallen in Lichtenfels 49 nicht angegurtete Autofahrer in die Kontrollfalle – binnen nicht einmal anderthalb Stunden.

Metal-Queen Doro Pesch (31) in der Lichtenfelser Stadthalle. Foto: repro: dw

Eine „gnadenlos gute Show“ legt am 30. Oktober 1995 die deutsche Heavy-Rock-Röhre Doro Pesch in Lichtenfels hin, begeistert sich der OT-Reporter: Auf ihrer „Machine II machine“-Tour lockt die 31-Jährige knapp 1000 Besucher in die Stadthalle. Geerdet, leidenschaftlich und mitreißend überzeugt die Düsseldorfer Metal-Queen das mitsingende und klatschende Publikum mit alten und neuen Songs sowie immenser Ausstrahlung.

Weiter geht's zur herzöglichen Verwandschaft nach Coburg

Und noch eine „Queen“ ist an diesem Tag am Obermain: Die schwedische Königsfamilie besucht auf ihrer aktuellen Deutschland-Reise die Basilika Vierzehnheiligen, die sich an diesem Herbsttag allerdings etwas in Nebel einhüllt. Franziskaner-Guardian P. Ewald begrüßt Silvia, Carl Gustav und die beiden Prinzessinnen Victoria und Madeleine. P. Dominik führt sie durch die Basilika. Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Basilika wird die Königsfamilie mit einem Prachtgeläut der Glocken verabschiedet – weiter geht?s zur herzöglichen Verwandtschaft nach Schloss Ehrenburg in Coburg.

„Für die aufstrebende Badestadt“ Staffelstein ist die Bahnhofstraße eine repräsentative und viel genutzte Verbindung zwischen Obermain Therme und Altstadtkern: Deshalb freut es den OT-Berichterstatter sehr, dass das sogenannte „Moll-Haus“ an der Einmündung der Gartenstraße voll eingerüstet ist und umfassend saniert wird: Was lange währt, wird endlich gut.„

Die Freiwillige Feuerwehr Ebneth-Hainweiher feiert Richtfest am neuen Gerätehaus.

Neuer Tiefbrunnen zwischen Burgkunstadt und Kirchlein

Der neue Tiefbrunnen II zwischen Burgkunstadt und Kirchlein werde die Wasserversorgung der Stadt Burgkunstadt „über das Jahr 2000 hinaus“ sichern. Die Bohrarbeiten sind beendet, die Ausbauarbeiten beginnen in sechs Wochen. Eine Qualitätsanalyse des aus 150 Metern Tiefe gewonnenen Wassers, das etwa 2000 Jahre alt sein soll, bescheinigt ihm völlige Schadstofffreiheit und einen Härtegrad von 16. Für 1996/97 ist ein Anschluss ans städtische Wasserleitungsnetz vorgesehen, Ein Hochbehälter soll in Kaltenreuth entstehen.

OT-Redakteur Till Mayer sieht Zenit von „Pogue Mahone“ überschritten

Eine vergnügliche Party mit schrill-schrägem Pop-Punk liefern „The Pogues” ihren 350 Fans in der Lichtenfelser Stadthall... Foto: Repro: Till Mayer

„Pogue Mahone“ wird die vorerst letzte Tour von „The Pogues“ sein: Das durchaus nicht unvergnügliche Gastspiel am 2. November 1995 vor gerade mal 350 Besuchern in der Stadthalle Lichtenfels lässt es den Berichterstatter Till Mayer bereits ahnen: „Der Zenit ist überschritten, die besten Zeiten liegen zurück. Den Jungs auf der Bühne droht das Schlimmste, was einer guten Band passieren kann: die Durchschnittlichkeit.“ Das schrille irische Septett bekommt für seinen eigensinnig-fröhlichen Pub-Punk das Prädikat „solide Animateure“ und „schräg bis zum Abwinken“.

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