LICHTENFELS

Vier Tage volle Tische beim Weinfest in Lichtenfels

Vier Tage lang war dieses gesellige Beisammensein das übliche Bild. Foto: Markus Häggberg

Ähnlicher hätten die Bilanzen gar nicht ausfallen können. Was Citymanager Steffen Hofmann und Christiane Becker vom Weingut Keller am Abend des vierten Tages Weinfest befanden, glich sich schon sehr. Sieben Bands, eine fränkische Weinkönigin und täglicher wie allabendlicher Zulauf ließen die vierte Auflage des Weinfests zu einem Erfolg werden.

Ein typisches Bild der vergangenen Abende auf dem Marktplatz und vor der Bühne: tanzende Weinfestbesucher. Foto: Markus Häggberg

Was sich dem Betrachter am Abend des Samstags bot, bot sich ihm jeden Tag. Volle Tische in mehreren Reihen und über eine Länge von 50 Metern, eine Band auf der Bühne und eine immerwährender Andrang an den gut zehn kulinarischen Ständen.

Besucher tanzten vor der Bühne

Drei von ihnen gehörten Kellereien, und im Namen einer von diesen sprach Christiane Becker. Es war noch warm, ein mehr als lauer Abend, Musik lag über dem Geschehen und vor der Bühne tanzten Menschen. Becker setzt sich hinter der Verkaufshütte auf eine Weinkiste und lässt die vergangenen Tage Revue passieren. Letztmalig tat sie das an dieser Stelle vor drei Jahren und also vor Corona. „Schon am Mittwoch – es war zwar vor Feiertag – aber schon da war richtig was los“, erklärt sie. Dann fällt das Wort „Erlebnishunger“. Es fällt auch bei Citymanager Steffen Hofmann und am Telefon. „Mit dem Eröffnungsabend war der Marktplatz rappelvoll. Es war die erste Großveranstaltung in diesem Jahr in dieser Größenordnung. Es hat einfach gut getan, zu sehen, dass es so gut angenommen wird“, heißt es von seiner Seite.

Die Weinvorräte mussten aufgestockt werden

An ihrem Weinstand im Ausschank immer gut zu tun hatten Manuela Grempel, Christiane Becker und Gabriela Ott. Foto: Markus Häggberg

Von Beckers Seite aus wird diese Erkenntnis noch mit einer Anekdote angereichert: „Mein Chef hat gestern, am Freitag, noch Wein nachgeliefert.“ Erlebnishunger – der ging laut Hofmann nicht nur in Richtung der Kulinarik, sondern auch in Richtung Begegnungen. „Ich bin auf viele Leute getroffen, die gesagt haben, wie schön es ist, dass mal wieder richtig was los ist und dass man in die Stadt geht und dabei auf zehn Leute trifft“, so der auch für Veranstaltungen zuständige Stadtmitarbeiter. Am – zumindest für den Samstag zutreffenden – zeitweiligen Nebeneinander von Weinfest und Flechtkulturlauf auf dem Marktplatz nahm niemand Anstoß. Im Gegenteil: „Das war ja von Anfang an der Gedanke, dass man das miteinander verbindet. So haben die Läufer hinterher noch ein tolles Rahmenprogramm“, wie Hofmann ausführt.

Bis 24 Uhr sollte der letzte Tag dauern, die Tage davor bis 23 Uhr. Auffälligkeiten und Störenfriede habe es während all der Zeit nie gegeben, stattdessen war es „gemütlich und ruhig“, sagt Gerd Görlitz von der Security-Firma. Er sagt es am Samstagabend um 20.40 Uhr.

 

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