LICHTENFELS

Viel Flexibilität für ein buntes KJR-Programm

Das Zeltlager war vor der Pandemie (Archivfoto) immer ein Höhepunkt des KJR-Ferienprogramms. Jetzt gibt es ein abgespecktes Outdoor-Programm. Foto: Kjr

Alexandra Stammberger und Uschi Sünkel stellen für den Kreisjugendring das Ferienprogramm zusammen. Eine gnaz besondere Herausforderung zu Zeiten der Pandemie. Die ganze Jugendarbeit des KJR muss angepasst werden. Doch das geht.

„Das Jahr 2020 war so schön geplant. Die Ferienprogramme waren schon in trockenen Tüchern, und alle freuten sich auf ein gelungenes Jahr mit viel Freude und Aktionen für die Kinder und Jugendlichen des Landkreises. Nach der lustigen Skifreizeit und dem Schlittschuhfahren ging es auch für uns im Frühjahr in den Lockdown. Die Schockstarre währte nur kurz, dann fing es an in den Köpfen zu rattern: Wie können wir den Kindern diese schwierige Zeit verschönern? Wie können wir sie ohne persönliche Treffen erreichen? Was ist alles erlaubt?... und dann wurden wir kreativ!

Der sicherste Weg war der digitale, und so wurde die neue Homepage des Jugendrings mit verschiedensten Aufgaben bestückt. Ein Quiz von Kindern für Kinder und aktive Challenges regten Familien schon über Ostern und in den Pfingstferien an, wieder aktiv zu werden, was bei Eltern und Kindern gleichermaßen gut ankam.

Geplante Aktionen mussten abgesagt werden

Neben den schönen neuen Ideen war jedoch auch immer wieder der Wermutstropfen dabei, die geplanten Aktionen wie das „Neigschaud“ absagen zu müssen. Auch das Sommerferienprogramm wurde ganz neu durchdacht: zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf Inlinern wurde der Landkreis erkundet und als Highlight waren sogar die Bürgermeister und Bürgeremeiterinnen der verschiedenen Kommunen dabei.

Dass es selbst bei den Wanderungen Wartelisten gab, zeugte davon, dass keine großen Fahrten in weit entfernte Vergnügungsparks nötig sind, um Kinder zu begeistern und mit ihnen eine schöne Zeit zu verbringen. Die Resonanz von Eltern, Kindern und den Ehrengästen war durchweg positiv, sodass dieses Konzept neben größeren Ausflügen auch weiter beibehalten werden soll.

Es ergaben sich in diesem Zusammenhang neue Arbeitsfelder wie das Erstellen von Hygienekonzepten, welche auch in diesem Sommer erfolgreich umgesetzt werden sollen. Dabei gelten für uns selbstverständlich die gleichen Regeln, wie für alle anderen auch.

Alexandra Stammberger (li.) und Uschi Sünkel haben ein spannendes KJR-Ferienprogramm auf die Beine gestellt. Foto: KJR

Die Hoffnung, zeitnah wieder ,normale' Indoorprogramme anzubieten, zerschlug sich leider kurz vor den Herbstferien wieder und es mussten über 100 Absagen geschrieben werden, da der erneute Lockdown den Walderlebnistag sowie das gebuchte Kino unmöglich machten. So bewährte sich die Homepage erneut in den Herbst- und Weihnachtsferien, in denen jeden Tag etwas Neues auf www.kjr-lichtenfels.de erschien.

Mit aller Vorsicht geplant

Für 2021 wurde ein etwas vorsichtigeres Programm geplant, da wir nun „Pandemie-erprobt“ besser einschätzen konnten, was möglich ist und was leider auch nicht. Es entstanden einige neue Ideen, wie das Lego-Rampen-Projekt und auch die Vollversammlungen im Herbst und Frühjahr wurden im Online-Format gemeistert.

Die viele Online-Zeit hat aber auch seine Spuren hinterlassen. Selbst Jugendliche scheinen das Interesse zu verlieren, bei Online-Angeboten teilzunehmen. Sowohl unsere eigene Erfahrung, als auch die einiger Vereine und Verbände zeigen, dass die Jugendarbeit und das Ehrenamt allgemein in einer Art Corona-Lethargie zu stecken scheint, aus der man erst einmal wieder hervorkommen muss.

Gleichzeitig ist der Wunsch da, wieder aktiv zu werden, aber es gibt kaum noch Ideen wie oder wann - ein merkwürdiger Zwischenzustand, dem einige jedoch mit unerschütterlicher Kreativität und Wandlungsfähigkeit entgegenstehen: Dies begeistert auch uns immer wieder neu.

Ein virtueller Kreisjugendtag

Inzwischen werden alle Aktionen so geplant, dass sie auch wieder abgesagt werden können. Oder wir suchen Alternativen: zum Beispiel kann das diesjährige Kreisjugendfest aufgrund seiner Größe nicht stattfinden.

Stattdessen wird kurzerhand im Sommer ein virtueller Kreisjugendtag angeboten und die Spielemesse aus dem letzten Jahr geplant und hoffentlich im Herbst nachgeholt.

Bei uns kommen aber nicht nur die Sorgen und Fragen der Vereine an, sondern auch die Dankbarkeit der Eltern, wenn trotz der schwierigen Situation Aktionen stattfinden. Durch dieses Lob ermutigt, starteten wir begeistert in ein Jahr, in dem wir nun schon besser wissen, was wir tun und neue Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen mit den Kindern und Familien geschöpft haben.

Als Ansprechpartner und Vertreter der Jugendgruppen des Landkreises sehen wir jedoch mit Sorge, dass diese unter der Krise leiden und ebenfalls viele Fragen an die Zukunft während der übrigen Pandemiezeit und darüber hinaus haben.

Endlich wieder Kinderlachen

Wir als Team der Geschäftsstelle des KJR haben eine solche Zeit auch noch nicht erlebt: Uschi Sünkel, die seit 40 Jahren beim Kreisjugendring arbeitet, und Geschäftsführerin Alexandra Stammberger. Wir freuen sich schon jetzt auf den ,Normalbetrieb'. Aus diesem besonderen Jahr haben wir für uns mitgenommen: Trubel und Kinderlachen ist zu allen Zeiten möglich, man muss manchmal nur ein bisschen flexibel sein.“

Mehr Informationen über das Ferienprogramm und Angebote auf

www.kjr-lichtenfels.de

 

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