LICHTENFELS

Stolz auf Hilfeleistung der Bundeswehr im Landkreis Lichtenfels

Stolz auf Hilfeleistung der Bundeswehr im Landkreis Lichtenfels
Beim Rundgang durch das Impfzentrum machte sich Oberstarzt Dr. Tobias Gamberger ein Bild, wie und in welchem Umfang die Soldatinnen und Soldaten hier tätig sind: (vorne, v. li.) Landrat Christian Meißner, der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Jürgen Murmann, Dr. Gamberger u... Foto: Heidi Bauer

„Auf der dritten Corona-Welle ist unser Landkreis leider ganz oben mit dabei. Deshalb sind wir sehr dankbar für die Amtshilfe der Bundeswehr in der Pandemiebekämpfung. Es ist ein großartiger Auftritt, den die Soldatinnen und Soldaten hier bei uns ,hinlegen‘, lobte Landrat Christian Meißner jüngst den engagierten Einsatz aus gegebenen Anlass:

Oberstarzt Dr. Tobias Gamberger, Kommandeur des Sanitätslehrregiments „Niederbayern“ in Feldkirchen und Standortältester für den Bereich Stadt und Landkreis Straubing und Landshut, informierte sich über den ersten Einsatz „seiner“ Soldat/innen in einem Impfzentrum. Im Rahmen des Besuchs trug er sich auch in das Goldene Buch des Landkreises Lichtenfels ein.

Erster Einsatz in einem Impfzentrum

„Es ist mir stets ein großes Anliegen zu sehen, wie die Zusammenarbeit vor Ort klappt und was unsere Leute vor Ort leisten“, stellte der Oberstarzt beim Empfang im Landratsamt heraus. „In Lichtenfels war das für mich aber von besonderem Interesse, zumal es unser erster Einsatz in einem Impfzentrum ist. Ich habe hier einen ausgezeichneten Eindruck bekommen. Ich bin stolz, dass die Unterstützung so gut klappt und freue mich über die professionelle und kameradschaftliche Aufnahme meiner Soldatinnen und Soldaten im Landkreis Lichtenfels.“

Siehe da: Der Oberstarzt hat Abitur am Meranier-Gymnasium gemacht

Am Rande ließ er durchblicken, dass die (aktuell fünf) „Soldatinnen und Soldaten aus meinem Regiment genau in der Stadt Hilfe leisten, in der ich persönlich die Weichen für mein späteres Leben – durch meinen Besuch und das Abitur am Meranier-Gymnasium – gestellt habe, hat für mich natürlich einen besonderen Charme.“ Bis zu seinem Studium in Erlangen habe er in Oberwallenstadt gewohnt.

Landrat Meißner erläuterte den Verlauf der Pandemie im Landkreis Lichtenfels und die Arbeitsweise innerhalb der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), in die auch die das Kreisverbindungskommando Lichtenfels (KVK) mit eingebunden ist. Die fortlaufend hohen Covid-19-Infektionszahlen, die Nachverfolgung der Infektionsketten, Tests und Impfungen hätten die personellen Kapazitäten beim und im Landkreis an die Grenzen gebracht. „Ohne den engagierten Einsatz der Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten wäre der Kampf gegen die Pandemie sehr viel schwieriger“, dankte Meißner.

Mit Blick auf die Impfzahlen stellte der Meißner heraus, dass der Landkreis Lichtenfels signifikant über der bayerischen und bundesweiten Quote liege und als einer der kleineren bundesweit seit Wochen eine Spitzenposition einnimmt. Die Zahl der Impfungen solle weiterhin mit Nachdruck vorangebracht werden.

Derzeit 22 Soldatinnen und Soldaten hier im Einsatz

Insgesamt hat der Landkreis Lichtenfels laut Pressemitteilung über das Kreisverbindungskommando (KVK) 27 Anträge auf Hilfeleistung durch die Bundeswehr gestellt. Seit November 2020 seien 48 Soldatinnen und Soldaten im Landkreis im Einsatz gewesen. Aktuell seinen 22 im Landkreis tätig: acht als Tracer, sechs als „Helfende Hände“ für Schnelltests in Heimen sowie acht Soldaten im Impfzentrum, ließ der Landrat wissen.

Besonderes Lob für Hauptfeldwebel d.R. Gutgesell aus Bad Staffelstein

Zwei Mitarbeiter des Landratsamtes, die gleichzeitig als Reservisten im KVK aktiv sind, würden die Anträge auf Hilfeleistung vorbereiten, die dann über den stellvertretenden Leiter des KVK an das Lagezentrum im Landeskommando Bayern der Bundeswehr weitergeleitet werden. Die Einteilung der Soldaten obliege der jeweiligen Organisationseinheit im Landratsamt. Wie Major der Reserve (d.R.) Tristan Rinker erläuterte, hat insbesondere Hauptfeldwebel d.R. Gutgesell dem Landkreis bei der Pandemiebekämpfung wertvolle Dienste geleistet: Der 55-jährige Bad Staffelsteiner habe die digitale Software Sormas, die vom Helmholtz-Zentrum für die Infektionsforschung entwickelt wurde, auf die lokalen Bedürfnisse des Landkreises angepasst und mit zwei Mitarbeitern des Landratsamtes sowie zwei Kameraden des IT-Bataillons 293 aus Murnau ein entsprechendes Handbuch geschrieben.

Im Goldenen Buch des Landkreises signierte Dr. Gamberger im Anschluss mit folgendem Eintrag: „Ich bin stolz, im Rahmen der Unterstützung in der Corona-Pandemie auch seitens des Sanitätslehrregimentes unseren Beitrag im Landkreis Lichtenfels Lichtenfels und für die Bürgerinnen und Bürger leisten zu können, ganz im Sinne von ,Wir.Dienen.Deutschland.“ Beim Besuch im Impfzentrum machte er sich ein persönliches Bild, wie und in welchem Umfang die Soldatinnen und Soldaten hier tätig sind. Der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Jürgen Murmann, gab einen Überblick über die Entwicklung in den vergangenen Monaten.

Stolz auf Hilfeleistung der Bundeswehr im Landkreis Lichtenfels
Oberstarzt Dr. Tobias Gamberger trägt sich ins Goldene Buch des Landkreises ein. Foto: Heidi Bauer

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