LICHTENFELS

Standpunkt: Gemeinsam die Krise meistern

Durch die beispiellose Infektionswelle im Pflegeheim Elisabeth sind die schlimmsten Befürchtungen wahr geworden. Der Landkreis leidet mit den betroffenen Senioren, ihren Pflegern und den Angehörigen mit. Das zeigt auch die Solidarität auf den Aufruf des Geschäftsführer, der händeringend Personal sucht.

Verständlich ist die Verzweiflung der Mitarbeiter angesichts der Katastrophe. Der menschliche Verstand sucht in einer solchen Notlage nach Ursachen. Berechtigt ist daher der Wunsch nach einer Überprüfung, ob bei den Impfungen alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten wurden.

Doch sollte der Schock nicht dazu verleiten, Sündenböcke zu suchen. Gerade weil die Verbreitung des Virus und seine Feststellung angesichts der teilweise schwer bestimmbaren Inkubationszeit nicht hundertprozentig nachvollziehbar ist, können auch Tests immer nur Momentaufnahmen sein. Kurze Zeit später wäre der Test womöglich anders ausgefallen.

Daher ist es jetzt wichtig, gemeinsam dafür zu sorgen, dass den Senioren im Pflegeheim geholfen wird. Das Landratsamt mit seinen Einrichtungen leistet seinen Teil dazu, auch wenn man sich manche Information früher wünschen würde. Bleibt zu hoffen, dass sich der ein oder andere Pfleger, der bereits im Ruhestand ist oder den Beruf gewechselt hat, einspringt, um den alten Menschen zu helfen.

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