LICHTENFELS

Stadtrat stimmt für Erweiterung der BRK-Kita

Der Lichtenfelser Stadtrat stimmte am Montag einstimmig für eine Erweiterung der BRK-Kita am Lichtenfelser Klinikum. Das Gebäude soll nördlich des bestehenden Kindergartens gebaut und mit einem Gang mit diesem verbunden werden. Die Kosten für die Erweiterung, die Platz bieten sol... Foto: Lauer & Lebok

Die BRK-Kita am Klinikum wird vergrößert und soll künftig 92 Betreuungsplätze für Mädchen und Jungen bieten statt wie bisher 62. Das beschloss der Lichtenfelser Stadtrat in seiner Sitzung am späten Montagnachmittag in der Stadthalle. Die Kosten für den Anbau, der bis 2023 nördlich des bestehenden Kindergartens entstehen und mit diesem durch einen Gang verbunden werden soll, bezifferte Stadtkämmerer Dominik Först mit knapp 2,1 Millionen Euro.

BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak, der mit Architekt Gerd Peter Lauer das Projekt vorstellte, erinnerte an die Generalsanierung und Erweiterung des bestehenden BRK-Kindergartens, die nach vier Jahren im vergangenen Jahr beendet worden war. Die rund 2,26 Millionen Euro teuren Bauarbeiten hätten Platz geschaffen für die Betreuung von 50 Kindergarten- und zwölf Krippenkindern.

„Da in Lichtenfels der Bedarf an flexiblen Kinderbetreuungsplätzen wächst, wollen wir die bestehende BRK-Kita erweitern“, sagte Petrak. Mit den zuständigen Behörden sei das Projekt bereits besprochen worden, unter anderem mit dem Landkreis als Grundstückseigentümer. Geplant sind eine reine Krippengruppe mit zwölf Mädchen und Jungen sowie eine altersgemischte Gruppe aus sechs Krippen und zwölf Kindergartenkindern.

Der Lichtenfelser Stadtrat stimmte am Montag einstimmig für eine Erweiterung der BRK-Kita am Lichtenfelser Klinikum. Das... Foto: Lauer & Lebok

Aber auch mit dem Forstamt hätten Gespräche stattgefunden, da das neue Gebäude dicht an den angrenzenden Wald gebaut werden soll. Denkbar ist laut dem BRK-Kreisgeschäftsführer des Weiteren eine Waldgruppe mit 20 Betreuungsplätzen.

Bis zum 30. Juni muss Förderantrag gestellt werden

Um die Kita-Erweiterung zügig umzusetzen und auch Zuschüsse von Bund und Freistaat zu erhalten, müsse bis zum 30. Juni der Förderantrag gestellt werden, so Petrak weiter.

Architekt Gerd Peter Lauer vom ausführenden Architekturbüro Lauer und Lebok stellte die Planungen vor. In dem neuen Gebäude mit 320 Quadratmetern Nutzfläche sollen unter anderem jeweils zwei Gruppen-, Neben- und Ruheräume entstehen, ferner WCs, Wickelräume sowie ein Eltern- beziehungsweise Personalraum. Gebaut werden soll Lauer zufolge mit den gleichen Materialien wie bei der Erweiterung der BRK-Kita, unter anderem mit Holz.

Zurzeit stehen in der BRK-Kindertagesstätte am Lichtenfelser Klinikum 62 Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung. Foto: Steffen Huber

Auf Nachfragen von Dr. Susann Freiburg und Dr. Christine Schmidt (beide Grüne) erklärte der Architekt, dass auf den Bau eines Gründachs verzichtet werde. Als Grund nannte er den wegen des nahen Waldes sehr intensiven Unterhaltsaufwand.

Kämmerer Dominik Först ging schließlich auf die Kosten für die Kita-Erweiterung ein. Diese bezifferte er mit 2,099 Millionen Euro, wobei die Stadt Lichtenfels dem BRK als Bauherren und Träger einen Baukostenzuschuss von 1,84 Millionen Euro gewähren werde. Först rechnet mit einer Förderung von 50 bis 70 Prozent, was etwa 920 000 bis 1,288 Millionen Euro entspreche. In zwei Jahren soll der Bau dann abgeschlossen sein, so Först weiter.

Wohlwollend äußerten sich neben den beiden Grünen-Stadträtinnen auch Roland Lowig (WLJ) sowie Philipp Molendo (JB). Letzterer regte an, das Betreuungsangebot auch für Alleinerziehende und Familien mit zwei berufstätigen Elternteilen auszuweiten.

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