LICHTENFELS

Stadtentwicklungsausschuss Lichtenfels für Flechtknoten

Unter den vielen Tagesordnungspunkten des Stadtentwicklungsausschusses war auch die gestalterische Aufwertung der Einmündung Untere Burgbergstraße in die Viktor-von-Scheffel-Straße Thema.

Wie Stadtbaumeister Gerhard Pülz ausführte, hat das Bauamt entsprechend dem Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses vom 15. Oktober 2020, in dem eine erste Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung der Grünfläche und der Realisierung eines Flechtknotens vorgestellt wurde, eine Entwurfsplanung mit Kostenberechnung erstellt. „Dabei ist ein ganz tolles Projekt herausgekommen, das wir auch gerne so umsetzen möchten“, stellte Pülz fest.

Mitten zwischen pflegeleichten Stauden

Der ursprüngliche Plan mit drei Flechtkugeln, der aus einem Ideenwettbewerb hervorging, musste verworfen werden, da sich diese Skulptur als zu klein erwies. Realisiert werden soll nun ein imposanter Flechtknoten mit einem Durchmesser von vier Metern, der aus einem Grundgerüst aus Metallrohren besteht und aus Transportgründen in acht Teile zerlegbar ist. Die Einzelteile werden aus Kunstweide in einem hellen und einem braunen Farbton beflochten.

Zur besseren Standfestigkeit wird der Flechtknoten auf einem etwa einen Meter hohen Betonfundament befestigt, das in einen Bruchsteinhaufen eingebettet wird. Um die Flechtkugel herum soll eine Grünfläche mit einer speziellen Staudenmischung entstehen, die pflegeleicht ist und das ganze Jahr über blüht. Der Flechtknoten wird mit modernster LED-Beleuchtung mittels Solar-Technik bei Veranstaltungen illuminiert.

40 000 Euro Kosten, gefördert durch den Sonderfonds Innenstädte

Die Kosten für das Projekt belaufen sich ohne Berücksichtigung der Eigenleistungen auf 40 000 Euro, dabei schlägt das Metallgestell mit 20 000 Euro, das Beflechten der einzelnen Teile mit 16 000 Euro, die Beleuchtung mit 2500 Euro und die Bepflanzung mit 1500 Euro zu Buche. Die Maßnahme kann größtenteils über die Städtebauförderung – Sonderfonds Innenstädte beleben – bezuschusst werden. Das Ganze soll im Herbst umgesetzt werden, damit im nächsten Jahr alles blüht.

Da der Flechtknoten auf der bildlichen Darstellung eine rot-weiße Färbung hatte, fragte Dr. Andrea Starker (CSU) nach dem Grund der Farbgebung. Der Stadtbaumeister stellte klar, dass das Flechtwerk aus Kunststoff durch die Farben dunkelbraun und hellbraun die natürlichen Flechtmaterialien Naturweide und geschälte Weide symbolisieren soll. Der Beschlussvorschlag zur Umsetzung des Projekts unter Nutzung möglicher Fördermittel erhielt ein einstimmiges Votum der Räte.

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