LICHTENFELS

Berufsschule: Spitzenleistungen trotz Online-Unterricht

Die Staatliche Berufsschule Lichtenfels mit ihren Berufsfachschulen zeichnete in der Aula der Schule im Rahmen einer kleinen Feier die 16 Jahrgangsbesten der einzelnen Ausbildungsberufe des Schuljahres 2020/2021 mit Preisen des Landkreises, der Regierung und des Fördervereins der Schule aus.

Studiendirektor Christian Neubauer, der Corona-bedingt neben einigen Ehrengästen nur die Schulbesten mit ihren Eltern begrüßen konnte, gratulierte den Schülern zu ihrem erfolgreichen Abschluss. Er erinnerte daran, dass im vergangenen Schuljahr das Schulleben aufgrund der Hygienevorschriften drastisch eingeschränkt werden musste, sowohl in organisatorischer als auch in pädagogischer Hinsicht. Trotz dieser Umstände hätten die Absolventen hervorragende Leistungen gezeigt.

In einem Diskurs hatten sich die beiden Religionspädagogen Michael Reubel und Michael Rößlein dem Zauberwort „Freiheit“ gewidmet. Dabei wurde klar, dass Freiheit durchaus als zweierlei Möglichkeiten verstanden werden kann, nämlich als Freiheit von etwas und als Freiheit für etwas. Die Schüler, die ihre Schule hinter sich gelassen haben, hätten ein Stück Freiheit von etwas bekommen. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Freiheit gewendet zu Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung. Jetzt liege es an den Schülern, was sie daraus machen und wie sie mit dieser Freiheit umgehen, denn diese Freiheit werde nur vernünftig erlebbar sein in einem guten Miteinander.

Wissen als Kapital für die berufliche Zukunft

Der Schulleiter Dr. Joachim Selzam hob hervor, dass die Absolventen einen wichtigen Abschnitt ihres Lebens geschafft hätten. Ihre Ausbildungszeit sei aber von der Corona-Pandemie geprägt weshalb sie in Präsenz, im Wechsel, in Distanz oder Hybrid mit und ohne Maske unterrichtet wurden. Weder Wandertage, noch mehrtägige Klassenfahrten oder geplante Auslandspraktika fanden statt. Der erfolgreiche Abschluss beweise, dass auch im Online-Unterricht Wissen erfolgreich vermittelt werden kann. Dank des Landkreises als Sachaufwandsträger konnte an der Schule der digitale Wandel beschleunigt werden.

Die Schüler müssten nun die Schule verlassen und sich im Berufsleben bewähren. Sie werden die technologischen Veränderungen mitgestalten und die weltweite Vernetzung werde ihre Arbeitswelt noch mehr als bisher prägen. Ihre berufliche Ausbildung habe ein solides Fundament für ihren weiteren Lebensweg geschaffen. Nicht umsonst werde Deutschland weltweit für das duales Ausbildungsystem beneidet, bemerkte der Schulleiter. Fachkräfte werden dringend gesucht. Die berufliche Ausbildung liefere daher die beste Grundlage für das spätere Leben. „Ihr Wissen und Ihre erworbene Kompetenz sind Ihr Kapital, darauf können Sie aufbauen, denn Sie haben selbst während der Corona-Pandemie erlebt, wie schnell sich Technik ändere und wie schnell Wissen gerade im Arbeitsleben wachse“, unterstrich Selzam. Die Absolventen könnten nun entscheiden, ob sie im Ausbildungsbetrieb bleiben, oder ob sie sich beruflich oder schulisch weiterqualifizieren wollen.

Digitale Ausstattung der Schule weitgehend abgeschlossen

Die stellvertretende Landrätin Monika Faber beglückwünschte die Absolventen zu ihren hervorragenden Leistungen. Sie erinnerte daran, dass der Landkreis mit den beiden Gymnasien und den beiden Realschulen sowie der Berufsschule als Sachaufwandsträger für fünf weiterführende Schulen zuständig sei und Jahr für Jahr für die Ausstattung und Sanierung der Gebäude Millionen ausgebe. Sie freute sich, dass die digitale Ausstattung der Berufsschule weitgehend abgeschlossen sei. Als Vertreterin der Stadt gratulierte die Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner den Absolventen zu ihrem erfolgreichen Abschluss und ihrer Leistung.

Schließlich zeichnete der Schulleiter die 16 Jahrgangsbesten in den verschiedenen Ausbildungsberufen, die alle hervorragende Durchschnittsnoten hatten, mit Urkunden sowie Preisen des Landkreises, der Regierung und des Fördervereins aus. Für die musikalische Umrahmung sorgten Richard Klett (Klavier) und Johannes Barth (Trompete).

Die Jahrgangsbesten

Anerkennungspreise des Landkreises Lichtenfels erhielten: Nina Bretag (Note 1,0, Kauffrau für Büromanagement Baur Versand); Psalm Diao (1,0, Fachinformatiker, Schmetterling International); Niclas Nossek (1,0, Feinwerkmechaniker, Modellbau Robert Hofmann); Sabrina Escher (1,0, Technische Produktdesignerin, NG Engineering Solutions, Rödental); Lars Hofmann (1,0, Industriekaufmann, IBC Solar); Julia Hückmann (1,0, Kauffrau im E-Commerce, Versandhandel Hoch, Haßfurt); Niklas Kotschenreuther (1,2, Bankkaufmann, VR Bank Oberfranken, Kronach); Khalil Mousa (1,1, Fachlagerist, Schenker, Coburg), Leon Schmitz (1,0, Fachkraft für Lagerlogistik, Helsa-Werke, Gefrees); Corinna Seinert (1,1, Verkäuferin, Hans-Batzner).

Staatspreise der Regierung von Oberfranken:

Alexander Beintze (1,0), Kaufmann im Einzelhandel (Autozubehör Josef Eichhorn), Julian Müller (1,0), Technischer Produktdesigner (Hans Weber Maschinenfabrik, Kronach), Hannes Zahner (1,0), Fachinformatiker (Landratsamt Coburg).

Preise des Fördervereins: René Aplienz (1,1, Technischer Assistent für Informatik, Schulbester der Berufsfachschule für technische Assistenten für Informatik); Dorothée Rentsch (1,2, Flechtwerkgestalterin, Schulbeste der Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung); Andrea Egloffstein (1,0, Tourismus-Kauffrau, Schmetterling International, Schulbeste der Berufsschule).