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Sparkasse Coburg-Lichtenfels: Bilanz und Ausblick

Sparkasse Coburg-Lichtenfels: Bilanz und Ausblick
Dr. Martin Faber und Roland Vogel (v. li.), Vorstand der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, sind zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Dieses stellte die zweitälteste bayerische Sparkasse vor große Herausforderungen. Foto: MAX_HOERATH_DESIGN

Als systemrelevantes Unternehmen sei die Sparkasse Coburg-Lichtenfels auch im zweiten Pandemiejahr für alle Kundinnen und Kunden dagewesen, heißt es in einer Pressemitteilung, in dem das Geldinstitut Bilanz für 2021 zieht. Grundlegende Services wie die Bargeldversorgung und der Zahlungsverkehr seien jederzeit gewährleistet gewesen. „Unser regionales Geschäftsmodell hat sich erneut bewährt – trotz schwierigem und teilweise nervösem Umfeld. Ein Hauptaugenmerk der Sparkasse lag 2021 darauf, nicht nur die Privatkunden, sondern insbesondere die Firmen- und Gewerbekunden durch die schwierige Zeit der Corona-Pandemie zu begleiten“, betont Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Faber. Roland Vogel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, ergänzt: „In vielen Einzelgesprächen konnten wir helfen, indem wir in dieser Krise zusätzliche Kredite beziehungsweise Förderkredite ausgereicht oder Finanzierungen gestundet haben.“

„Unser regionales Geschäftsmodell hat sich erneut bewährt – trotz schwierigem und teilweise nervösem Umfeld.“
Dr. Martin Faber, Vorstandsvorsitzender

Mit dem brutalen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine habe sich die Situation in Europa Ende Februar jäh verändert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse seien davon tief betroffen, heißt es in der Pressemitteilung. Daher habe das Geldinstitut eine besondere Spendenaktion zugunsten der vom Krieg betroffenen ukrainischen Bevölkerung gestartet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sammelten innerhalb kürzester Zeit 11.605 Euro. Da Vorstand und Personalrat stockten diese Summe auf, so dass letztlich 23.500 Euro als Spende an die „Aktion Deutschland hilft“ geflossen seien.

In der Pressemitteilung wird auch die Rolle der Sparkasse Coburg-Lichtenfels als Partner für ukrainische Bürgerinnen und Bürger, die in der Region Hilfe benötigen, herausgestellt. Bis Mitte April seien über 150 neue Girokonten eröffnet worden. So sei den ankommenden Menschen ein schneller Zugang zu staatlichen Unterstützungsleistungen ermöglich worden.

Wie sich der Krieg in der Ukraine auf die Firmenkunden auswirkt

Die Sparkasse Coburg-Lichtenfels zieht Bilanz. Foto: Markus Drossel

„Aufgrund eher geringer Import- und Exportanteile mit der Ukraine und Russland bestehen aktuell für die meisten unserer Firmenkunden nur wenig direkte Abhängigkeiten. Die indirekten Auswirkungen aus dieser Krise betreffen jedoch nahezu alle unsere Firmenkunden“, fasst Vogel die derzeitige Situation zusammen. Viele Rohstoffe seien deutlich teurer geworden, und es würden weitere Steigerungen erwartet. Auch die Verfügbarkeit von Rohstoffen stelle in manchen Bereichen ein Problem dar. Vogel: „Wir stellen fest, dass unsere Kunden versuchen, zur Absicherung höhere Lagerbestände aufzubauen.“

Zudem müssten die Unternehmen steigende Energie-, Transport- und Lohnkosten berücksichtigen und deshalb ihrerseits ihre Preise anpassen. Die Firmen- und Gewerbekundenberater der Sparkasse stünden im Austausch mit den betroffenen Kunden. Sie berieten auch zu öffentlichen Fördermitteln – beispielsweise zu den jüngst von Seiten der KfW avisierten Förderdarlehen.

Wie sich der Ukraine-Krieg auf die Kapitalmärkte auswirkt, ist laut Pressemitteilung zum jetzigen Zeitpunkt schwer abzuschätzen. Verwiesen wird auf die Homepage www.sparkasse-colif.de. Hier gebe es Antworten zu wichtigen Fragen rund um Geld, Wertpapieranlagen, Zahlungsverkehr und den Entwicklungen in der Finanzwelt.

Ein Anlass zum Feiern für die zweitältestes Sparkasse Bayerns

2021 war für die Sparkasse Coburg-Lichtenfels ein besonderes Jahr: Die zweitälteste bayerische Sparkasse beging ihr 200-jähriges Bestehen. Am 13. November 1821 hat die „Coburger Armenkommission“ die Gründungsstatuten einer Sparkasse in der Vestestadt bekannt gegeben. „Wir sind stolz darauf, dass unser Unternehmen seit 200 Jahren besteht. Das ist ein nicht alltägliches Jubiläum“, hebt Faber hervor. „Allerdings hat die Corona-Pandemie auch die Sparkasse 2021 getroffen, so dass nur im bescheidenen Rahmen gefeiert werden konnte.“

Unter www.200-jahresparkasse-co-lif.de sowie auf seinen Social-Media-Auftritten informiert das Institut rund um das besondere Jubiläum und gewährt Ein- und Ausblicke in die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Sparkasse. Darüber hinaus waren in den beiden Hauptstellen in Coburg und in Lichtenfels Ausstellungen mit interessanten Objekten aus den Archiven der Sparkasse zu sehen. Die Kundinnen und Kunden konnten sich außerdem über Jubiläumsangebote zu Sonderkonditionen freuen. Im November erschien im August Dreesbach Verlag die Festschrift „200 Jahre Sparkasse Coburg-Lichtenfels“ (ISBN 978-3-96395-27-8).

Klimaneutral dank dem Kauf von Zertifikaten

Im Jubiläumsjahr seien 522 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Sparkasse beschäftigt gewesen. Derzeit bilde die Sparkasse 17 junge Leute aus; elf hätten im Frühjahr 2022 ausgelernt. Zehn weitere Auszubildende zum Bankkaufmann beziehungsweise zur Bankkauffrau sollen im September dazukommen.

Stolz ist die Sparkasse darauf, dass sie es pünktlich zu ihrem 200. Geburtstag im November 2021 geschafft hat, klimaneutral zu werden. Für das Kalenderjahr 2021 wurden nicht vermeidbare CO2-Emissionen in Höhe von 677 Tonnen berechnet. Diese seien mit Klimaneutralitätszertifikaten ausgeglichen worden. Die Sparkasse habe dazu zwei Maßnahmen kombiniert, die sich sinnvoll ergänzen: Aufforstung in der Region und Windparks. (red)

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