LICHTENFELS

Simon Moritz nur auf Platz 35 der SPD-Landesliste

Simon Moritz, SPD-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Kulmbach-Lichtenfels. Foto: red

Am Samstag hat die SPD im Fußballstadion in Schwabach ihre Landesliste für die Bundestagswahl im Herbst aufgestellt. Oberfranken ging mit den fünf Wahlkreiskandidaten Andreas Schwarz (Bamberg), Anette Kramme (Bayreuth), Ramona Brehm (Coburg), Jörg Nürnberger (Hochfranken) und Simon Moritz (Kulmbach/Lichtenfels) sowie dem zusätzlichen Listenkandidaten Alexander Klehr aus Coburg an den Start.

Die vom Bezirksvorsitzenden Jörg Nürnberger geführte Delegation aus Oberfranken konnte sich im Vergleich zur letzten Wahl merklich verbessern, schreibt Nürnberger selbst in einer Pressemitteilung.

Anette Kramme und Andreas Schwarz auf guten Plätzen

Bei 46 zu vergebenden Plätzen erreichten: Die amtierenden Bundestagsabgeordneten Anette Kramme (Bayreuth) Platz 4 (2017 Platz 2) und Andreas Schwarz (Bamberg) Platz 11 (2017 Platz 13), Bezirksvorsitzender Jörg Nürnberger (Hochfranken) Platz 19 (2017 Platz 23), die erstmals kandidierende Ramona Brehm (Coburg) Platz 26 und Simon Moritz (Kulmbach/Lichtenfels) Platz 35. Abgeschlossen wird die Liste mit Alexander Klehr (Coburg, Liste) auf Platz 46.

Simon Moritz nur auf Platz 35 der SPD-Landesliste
Andreas Schwarz (Wahlkreis Bamberg) hat einen guten Platz auf der SPD-Landesliste bekommen. Foto: Bycarnarius

Nach menschlichem Ermessen sind die Chancen von Anette Kramme und Andreas Schwarz auf einen Wiedereinzug in den Bundestag als sicher zu bewerten. Den größten Sprung nach vorne machte Jörg Nürnberger, der nach Platz 23 im Jahr 2017 nun Platz 19 inne hat. Bisher sind 18 bayerische SPD-Abgeordnete im Bundestag, so dass für Nürnberger dann eine Chance besteht, wenn die SPD ihre Ergebnisse in Bayern verbessern kann.

Es fehlt offensichtlich der Rückhalt in den eigenen Reihen

Simon Moritz, der für den Wahlkreis Kulmbach-Lichtenfels antritt, hat auf Platz 35 wohl keine Chance, über die Liste in den Bundestag einzuziehen. Dass er so weit hinten landen würde, war ihm nach der Reihungskonferenz der Oberfranken-SPD Ende Februar bereits klar: Er kam bei den Männern hinter Andreas Schwarz und Jörg Nürnberger auf Platz 3 und damit insgesamt auf Platz 5.

Moritz hat sein Amt als Unterbezirksvorsitzender nun niedergelegt. Das begründet er damit, dass die Hälfte seiner eigenen 16 Delegierten aus dem Unterbezirk Kulmbach-Lichtenfels in der geheimen Wahl nicht für ihn gestimmt habe. Ihm fehle also das Vertrauen seiner Leute. Nun will er sich auf den Wahlkampf konzentrieren. Gegen CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner das Direktmandat zu holen, dürfte aber schwer werden. (red)

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