LICHTENFELS

Sich auf Stärken besinnen und Träume leben

Auszeichnung der besten Schüler der beiden Abschlussklassen 10aM und 10bM (v. li.): Konrektorin Silke Fischer, Rektor Bernd Schick, Klassenleiterin Franziska Schick, Dominik Keller (10bM), Anna-Lena Fischer (10aM), Klassenleiter Bernhard Jeßberger, Emely Schorn (10aM), Sophia-Mad... Foto: Alfred Thieret

Endlich finde die Entlassfeier der Herzog-Otto-Mittelschule für die zwei zehnten Klassen wieder im festlichen Rahmen in der Aula der Schule statt, freute sich die Konrektorin Silke Fischer und hieß neben den Entlassschülern der beiden Klassen 10aM und 10bM, deren Eltern, die Lehrkräfte, den Elternbeirat und mehrere Ehrengäste willkommen.

„Heute seid ihr die Sterne

an unserem HOS-Himmel.“

Silke Fischer, Konrektorin

Bezugnehmend auf den Text des Eingangsliedes „A Sky full of stars“ der britischen Rockband Coldplay, zu dem die Schulabsolventen eingezogen waren, rief sie den Entlassschülern zu „Heute seid ihr die Sterne an unserem HOS-Himmel. Seid euch dessen bewusst. Schließlich ist heute ein ganz besonderer Tag für euch. Heute ist euer letzter Schultag“, fuhr die Konrektorin fort. Für die Entlassschüler beginne nun ein ganz neuer Lebensabschnitt. Und das sei ein Grund zum Feiern.

Viel Beifall erhielten die Schüler der Bandklasse 5b für ihre musikalischen Beiträge, darunter das Lied „Ein Kompliment“ der bekannten Band „Sportfreunde Stiller“.

Der musikbegeisterte Rektor Bernd Schick wählte als Grundgedanken seiner Rede den Song „Leb‘ deine Träume“ der deutschen Pop-Band „Luxuslärm“ in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen: So lebte der Drummer der Band seinen Traum.

Schon mit zehn Jahren fing er mit dem Schlagzeug an und übte regelmäßig mit dem Instrument bei seiner Oma. Was diese als Krach empfand, war für ihn „schöner Krach“. Und so wurde er Mitglied einer fünfköpfigen Band, die in nur zehn Jahren über 250.000 Alben verkaufte.

Ziel immer konsequent verfolgen, auch über Umwegen

Als Bernd Schick zehn Jahre alt war, hatte er einen ähnlichen Traum, er wollte Musik spielen. Da schon ein Akkordeon vorhanden war, schickten ihn die Eltern damit zu einem Musiklehrer. Erst nach einem Jahr durfte er sein Lieblingsinstrument Gitarre erlernen. Er gründete mit einigen Kumpels eine Band, mit der er bis heute bei Taufen, Hochzeiten oder Jugendgottesdiensten spielt. Mit dem professionellen Bandmitglied hatte Bernd Schick zwar die Liebe zur Musik gemeinsam, aber er wollte damit kein Geld verdienen, sondern es machte ihm einfach zeitlebens Spaß mit Freunden zu musizieren.

Den Inhalt des Liedes, „Leb‘ deine Träume“ fasste der Rektor kurz zusammen. Zunächst gelte es für sich ein Ziel zu formulieren, das man dann konsequent verfolgt, auch wenn der Weg nicht immer geradlinig, sondern oft über Umwege erfolgt. Wichtig sei es auf Menschen zu hören, die es gut mit einem meinen. Die Träume sollten einen aber auch ausfüllen und zufrieden machen.

Aus jeder Sekunde das Beste machen

„Leb deine Träume“ bedeute aber auch selbstbewusst zu sein und sich auf seine Stärken zu besinnen. Oder noch deutlicher ausgedrückt, aus jedem Tag, jeder Stunde, jeder Minute, jeder Sekunde das Beste zu machen. Dehalb rief Schick zum Schluss jedem einzelnen Schüler zu: „Leb‘ deine Träume“.

Bürgermeister Andreas Hügerich beglückwünschte die Schüler zu ihren hervorragenden Leistungen und gratulierte ihnen zum Schulabschluss an der Herzog-Otto-Schule, mit dem sie einen Lebensabschnitt erfolgreich beendet hätten. „Jetzt liegt es an euch, etwas aus eurem Leben zu machen!“ Der Rathauschef wünschte den Absolventen, dass sie an sich glauben und die sich ihnen bietenden Chancen auch ergreifen. Der Elternbeiratsvorsitzende Jürgen Panzer gratulierte ebenfalls zum Schulabschluss und wünschte ihnen viel Erfolg bei der zukünftigen beruflichen Ausbildung oder bei einer schulischen Weiterbildung.

Ab morgen ein neues Kapitel aufschlagen

In einem Beitrag blickten die beiden Schülerinnen der Abschlussklassen, nämlich Sara Atik (10aM) und Franziska Senger (10bM) auf ihre Schulzeit zurück. Franziska Senger lobte vor allem die Klassenleiterin Franziska Schick, die stets für die Schüler zur Verfügung gestand habe, auch wenn sie es nicht einfach gehabt habe, da nicht immer die nötige Motivation bei den Schülern vorhanden schien. „Trotzdem haben wir es letztendlich mit viel Humor und Spaß geschafft“, stellte die Abschlussschülerin fest. „Selbst wenn wir es nicht wahrhaben wollen, gibt es zumindest einen Teil von uns, der die Schulzeit sicher etwas vermissen wird. „Auch wenn diese Zeit viele Nerven kostete“, habe sie diese trotz allem genossen. Ab morgen gelte es, ein neues Kapitel aufzuschlagen, machte Franziska Senger deutlich.

Man habe viel Mühe und Zeit investiert, aber jeder einzelne Schüler habe den Abschluss auf seine Art und Weise geschafft, meinte Sara Atik, die auch den Klassenleiter Bernhard Jeßberger lobend hervorhob. Jetzt beginne für alle ein neuer Lebensabschnitt.

Die Schülerin Amy Sandberg der Abschlussklasse 10bM beeindruckte die Besucher mit einem Klavierstück, für das sie großen Beifall bekam.

Auszeichnung der vier Besten

Schließlich durften alle Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen 10aM und 10bM, die den Mittlere-Reife-Abschluss geschafft hatten, ihre Zeugnisse entgegennehmen. Als Beste erwiesen sich Dominik Keller, Emely Schorn und Anna-Lena Fischer (alle drei gleichzeitig Landkreis-Beste) sowie Sophia-Madlen Mittenzwei.

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