BURGKUNSTADT

Schülerprojekt für HMS: Naschereien gegen den Krieg

Fünf Jugendliche helfen mit ihrem Schoko-Projekt Menschen in Not: (v. li.) Nils Köhler, Anna Beßlein, Céline Fischer, Joana Müller und Jakob Weigel. Foto: Heinz Fischer

Wahlunterricht am Nachmittag von Frau Reichenberger mit den Klassen 7b und 7c am Gymnasium Burgkunstadt. Fünf Jugendliche zwischen zwölf und 14 belegen das Fach Experimentieren. Anna Beßlein (13), Céline Fischer (13), Joana Müller (14), Jakob Weigel (12) und Nils Köhler (13) aus Weismain beziehungsweise Redwitz haben mit Schokolade experimentiert und im Wahlfach gelernt, wie man daraus Bruchschokolade herstellt.

An Erfindungsreichtum hat es den Fünfen nicht gemangelt, und so sind aus 60 Tafeln Markenschokolade Pralinen und Bruchschokolade entstanden, in den selbst erfundenen Sorten Einhorn-Land, Nuss-Chaos und Bayer-Spezial. Außerdem weiße und dunkle Nougatpralinen. Salzbrezeln, Haselnüsse, Streusel, Smarties, M&M, Nüsse und Kekse waren die Hauptzutaten für die Kreationen. Den Kaufpreis haben die Teenies ganz selbstlos und uneigennützig von ihrem Taschengeld finanziert.

Das eigene Taschengeld geopfert

Die Bruchschokolade herstellen war das Eine, etwas Sinnvolles damit anfangen war das Andere. Selber vernaschen kam nicht in Frage. So kamen sie auf die Idee, die Süßigkeiten zu vermarkten und den Erlös für eine gute Sache zu spenden.

Nach langem Überlegen kam man zu dem Schluss, etwas für die notleidende Bevölkerung in der Ukraine zu tun und das Geld der Leseraktion des Obermain-Tagblattes „Helfen macht Spaß“, Sonderaktion „Ukraine“ zur Verfügung zu stellen.

Doch wie sollten die jungen Leute ihre Artikel vermarkten? Auch hier war guter Rat teuer. Der Monatsmarkt in Redwitz am 4. Mai nachmittags sollte es sein. Ein Stand wurde von der Gemeinde zur Verfügung gestellt und der Verkauf konnte starten.

Gute Geschäfte konnte man am Ende des Tages verzeichnen, 240 Euro flossen in die Spendenkasse. Der Großteil geht direkt an die HMS-Sonderaktion „Ukraine“, einen kleineren Teil verwenden die Schüler für den Kauf von weiteren Rohstoffen zur Herstellung.

Die Produktion geht weiter, am nächsten Monatsmarkt in Redwitz will man wieder präsent sein und hofft auf weitere gute Geschäfte zum Wohle der vom Krieg heimgesuchten und hilfsbedürftigen Menschen in der Ukraine. Sie sind übrigens sehr lecker, die süßen Kreationen der Kids und neben dem Verkaufspreis durchaus noch ein Trinkgeld für die „Helfen macht Spaß“-Sonderaktion wert.

Hilfe für alte Menschen in bitterster Not

Und so hilft „Helfen macht Spaß“ in der Ukraine: Rentner in bitterster Not erhalten in Lwiw (Ukraine) eine medizinische Versorgung und haben eine Anlaufstelle in einem Medico-Sozialen-Zentrum (MSZ) des Roten Kreuzes. Für die alten Menschen in Lwiw bedeutet der Krieg neben heulenden Sirenen und Angst vor Raketeneinschlägen auch steigende Lebenshaltungskosten.

Senioren leiden unter steigenden Preisen

Die Preise für Lebensmittel sind deutlich gestiegen, von den Gaspreisen braucht man erst gar nicht zu sprechen. Die Energiekosten verbrauchen oft mehr als die Hälfte der rund 75 Euro monatliche Rente. Eine funktionierende Krankenversicherung gibt es nicht. Gut, dass es da neben den kostenlosen Medikamenten einmal im Monat ein Lebensmittelpaket von den Rotkreuz-Schwestern gibt.

Die HMS-Sonderaktion „Ukraine“ unterstützt das Projekt, das OT-Redakteur Till Mayer mit aufgebaut hat, seit Jahren. Die Rotkreuz-Schwestern der Pflegestation Lichtenfels verbindet zudem eine Partnerschaft mit ihren Kolleginnen in Lwiw.

Das „Helfen macht Spaß“-Team bedankt sich herzlich bei den fünf Schülern für ihr Engagement.

 

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