LICHTENFELS

„Rennbahnweg“ Rennleinsweg entschärfen

Leer und kalt, aber nicht leise: zu Besuch im Merania-Bad
Wie ein ruhender türkisfarbener kleiner See mutet das Schwimmbad an. Wellen schlägt hier so schnell kein Besucher mehr. Foto: Markus Häggberg

Eine intensive Sitzungswoche mit Stadtratssitzung, Sitzung des Bau- und Umweltausschusses sowie des Hauptausschusses steht an. Bei der Sitzung der SPD-Stadtratsfraktion im Restaurant Tri Ky wurden die Inhalte der Sitzungen besprochen, heißt es in deren Pressemitteilung.

Doch zunächst sei auf die vergangene Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Tourismus und Wirtschaft geblickt worden. Elke Werner habe sich sehr gefreut, dass der Antrag der SPD zur Ausweitung der Nutzung des Stadtschlosses (Museum, Biergarten, Gastronomie) umgesetzt werde. „Ich bin mir sicher, dass so ein ähnliches Erfolgsprojekt gestartet wird wie die Öffnung des Oberen Torturms, die auch die SPD-Fraktion beantragt hat. Dort sind seit Öffnung über 3.000 Besucher gewesen, “ betonte die Schneyer Stadträtin.

Monika Faber erinnerte an ihren Antrag im Stadtentwicklungsausschuss, den Märchenwald und die Eisenbahn auch nach den Weihnachtsfeiertagen stehen zu lassen. „Wir haben hier ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Sogar aus Nürnberg kommen die Familien mit dem Zug zu uns gefahren, um unserenfamilienfreundlichen Weihnachtsmarkt zu besuchen.“ „Gerade dann, wenn die Weihnachtsferien losgehen, würden der schöne Märchenwald und die Eisenbahn abgebaut. „Ich habe im Ausschuss darum gebeten, dass die Installationen bis zum 6. Januar des Folgejahres stehen bleiben.“

Zwei Anträge zur Verkehrssicherheit

Im anstehenden Bau- und Umweltausschuss werden zwei Anträge des SPD-Fraktionsmitgliedes Philip Bogdahn behandelt. Bogdahn berichtete, dass es sich bei beiden Anträgen um Themen der Verkehrssicherheit handele. Zum einen werde, wie auch von der Fraktion der Freien Wähler, beantragt, dass die Stadt Lichtenfels einer kommunalen Initiative beitritt, die mehr Rechte der Kommunen bei der Ausweisung von Geschwindigkeitsbegrenzungen fordere. „Wo beispielsweise eine Tempo 30-Zone eingerichtet werden kann, kann eine Stadt nicht frei entscheiden. Obwohl wir die individuellen Situationen vor Ort besser kennen. Das muss sich ändern“, betonte Bogdahn.

Der zweite Antrag fordere eine Geschwindigkeitsreduzierung im Rennleinsweg in der Nähe des Meranier-Gymnasiums sowie die Einrichtung eines beleuchteten Fußgängerüberwegs im gleichen Bereich. „Hier sind Eltern von Schulkindern auf mich zugekommen und haben zu Recht darauf hingewiesen, dass der Rennleinsweg gerne als 'Rennbahnweg' von Autofahrern genutzt wird. Mit dem Antrag auf Reduzierung der Geschwindigkeit und der Einrichtung eines Fußgängerüberwegs können wir für mehr Schulwegsicherheit sorgen,“ sagte Bogdahn.

Zum Ende der Sitzung beriet die Fraktion noch über das Merania-Bad. Hier stehe eine Erhöhung der Eintrittspreise ins Haus. „Zuletzt wurden die Preise im Jahr 2015 angepasst. Mit den steigenden Betriebskosten muss auch eine moderate Anhebung er Benutzungsgebühren einhergehen, “ erläuterte Fraktionsvorsitzender Dr. Arnt-Uwe Schille.

Über Gebührenerhöhung für und Attraktivierung des Merania-Bades

Ina Dorsch und Dietmar Heinkelmann forderten laut Pressemitteilung, dass mit einer Gebührenerhöhung auch eine weitere Attraktivierung des Bades in Angriff genommen werden müsse. Ina Dorsch führte aus: „Im Hallenbad wurden seit vielen Jahren keine maßgeblichen Erneuerungen vorgenommen. Wir haben ein sehr schönes, sehr sauberes und im Kreisvergleich sehr günstiges Schwimmbad. Allerdings müsste mehr für die Familienfreundlichkeit des Bades gemacht werden.“

Heinkelmann ergänzte, dass sich im Außenbereich ein Kleinkinder-Becken anbieten würde. Auch ein Wasserspielplatz wäre denkbar. „Das Redwitzer Freibad könnte hier ein Vorbild sein. Es wird besonders intensiv von Familien genutzt, die auch aus der Kreisstadt anfahren, um die kind- und familiengerechten Einrichtungen zu nutzen, “ so der erfahrene Stadtrat.

Schille kündigte abschließend an, einen Antrag der SPD-Fraktion einzureichen. „Dass hier auf Grund der vielen Großprojekte im Stadtbereich nicht einfach so ein paar Millionen zur Verwendung im Merania-Bad verfügbar sind, ist uns als Fraktion auch klar. Aber ein Fahrplan für die nächsten drei Jahre, mit Investitionen im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich sollten für eine Erweiterung des Angebots für Familien und Kinder im Bereich des Möglichen liegen, “ erläuterte der Fraktionsvorsitzende. (red)

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