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LICHTENFELS

Pandemie in Kita: Jetzt noch auch noch eine Erkältungswelle

Ines Mai berichtet als Leiterin des Seubelsdorfer Kindergartens immer wieder von den Herausforderungen der Pandemie für Kinder, Pädagogen und Eltern. Heute erzählt sie von steigenden Fallzahlen, einer Erkältungswelle und vielen Unsicherheiten.

„Ich möchte zu Beginn meines Berichts den ersten Teil des Newsletter 443 vom Bayerischen Staatsministeriums zitieren: ,…Nicht eingeschulte Kinder sind aktuell im Vergleich zur Gesamtbevölkerung und insbesondere zu Schulkindern in geringerem Maße vom Coronavirus betroffen.

Dafür sind sie deutlich häufiger von Erkältungskrankheiten betroffen. Das bedeutet, dass derzeit bei einem erkälteten Kind kein pauschaler Rückschluss auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus gezogen werden kann. Dies erlaubt es, Erleichterungen bei den Regelungen zum Umgang mit Krankheitssymptomen in der Kindertagesbetreuung zu schaffen…'

Okay, dieser Newsletter erreichte uns am 20. Oktober. Die Inzidenz in ganz Deutschland steigt, wir lesen und hören in den Nachrichten von einer Erkältungswelle und einen RS Virus, in den Grundschulen unserer Stadt gibt es immer mehr bestätigte Coronafälle.

Aber – Kindergartenkinder betrifft wohl nur die Erkältungswelle? Also ich kann sagen, dass wir diese Erkältungswelle seit Anfang Oktober haben und auch nicht los werden. Teilweise betrifft es über 50 Prozent der Kinder und auch des Personals.

„Ist es nun nur Schnupfen? Ab wann schicken wir Kinder nach Hause? Ab wann sage ich den Eltern – bitte lassen Sie die Kinder zu Hause?“
Ines Mai, Kita-Leiterin

Und glauben Sie mir – das sorgt für große Ungewissheit. Ist es nun nur Schnupfen? Ab wann schicken wir Kinder nach Hause? Ab wann sage ich den Eltern – bitte lassen Sie die Kinder zu Hause? Auf der anderen Seite möchte man einfach Normalität bei der Arbeit haben – aber durch diese Verunsicherung ist, dass leider nicht möglich. Viele Kinder fehlen. Wir können diese nicht so fördern, wie wir das wollen. Sie verpassen viel von unserem Alltag. Und es fehlen wieder mal den Kleinsten die so wichtigen Bausteine für ihre Entwicklung. Da hilft mir dieser Newsletter sehr wenig weiter.

Täglich zu Sicherheit einen Selbsttest

Glauben Sie mir – ich selber – obwohl doppelt geimpft – mache täglich einen Selbsttest. Wie sag ich immer so schön: Ich stecke mir halt das Stäbchen in die Nase, um sicher zu gehen.

Um einigermaßen beruhigt auf Arbeit gehen zu können und meine spärliche Freizeit gut zu gestalten. Aber das ungute Gefühl bleibt einfach manchmal bestehen.

Unsere Eltern testen fast alle ihre Kinder nach dem Wochenende – das ist eine gute Sache. Nun hoffen wir mal, dass sich zumindest diese Erkältungswelle in den Griff bekommen lässt, und wir lernen richtig mit Symptomen umzugehen. Gut wäre meiner Meinung nach immer noch eine Einführung von den sogenannten Spucktests in der Kita-Betreuung. Weil wissen tun wir ja leider alle immer noch nicht, wie Kita-Kinder auf eine eventuelle Coronainfektion reagieren.

Jetzt kommt das Martinsfest

Für unsere Einrichtung geht es hoffentlich bald wieder weiter um die Welt, wir befinden uns Mitten in der Vorbereitung für das Martinsfest – die Legende vom heiligen Martin der teilt – ist ein wichtiger Bestandteil unseres Jahreskreislaufes und wir freuen uns Kindern mit leuchtenden Laternen und Kindergesang zu hören.

Hoffen wir mal, dass uns dies gelingt und alle Kinder diese schöne Tradition miterleben dürfen.

In diesem Sinne, bleiben Sie Gesund, achten Sie auf sich und andere, bis bald.