ALTENKUNSTADT

Otto Schuhmann und Susann Biedefeld dankbar für Blutspenden

Otto Schuhmann und Susann Biedefeld dankbar für Blutspenden
Das Ehepaar Susann Biedefeld und Otto Schuhmann sind für die Blutspenden dankbar. Foto: red

Für das Ehepaar Susann Biedefeld und Otto Schuhmann sind Blutspenderinnen und Blutspender tragende Mitglieder der Gesellschaft. Otto Schuhmann war bei zwei schweren, mehrstündigen Operationen selbst Blutspende-Empfänger. Die beiden ehemaligen Landtagsabgeordneten berichten von ihren einschneidenden Erlebnissen:

„Die Corona-Pandemie hat viele Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht von der Blutspende abgehalten. Dies im Verlauf des letzten Jahres zu sehen, hat uns beide tief beeindruckt und verdient höchsten Respekt. Andererseits haben uns die letzten Meldungen, wonach Blut an den Krankenhäusern knapp geworden ist, unsere eigenen Erlebnisse rund um zwei große Operationen, wo es um lebensbedrohliche Situationen ging, nochmals vor Augen geführt.

Schwierige Operationen am Herzen und an der Wirbelsäule

Im Jahr 2015 stand das Leben von Otto auf Messers Schneide, da drei Herzklappen nicht mehr richtig funktionierten und operiert werden mussten. Ein lebensgefährlicher Sturz von Otto im Jahr 2019 führte zu mehrfachen Hals- und Brustwirbelbrüchen. Es war pures Glück, dass es nicht zur Querschnittslähmung kam.

In beiden Fällen half die ärztliche Kunst in mehrstündigen und sehr aufwendigen Operationen, wofür wir heute noch dankbar sind. Und dennoch: Ohne die Blutspenden, die zur Verfügung standen, wäre es wohl böse ausgegangen.

„Blut rettet Leben – wie einfach das klingt, was doch nicht selbstverständlich ist.“
Otto Schuhmann und Susann Biedefeld

Blut rettet Leben – wie einfach das klingt, was doch nicht selbstverständlich ist. Was nützen die vielen Bemühungen von Ärzteschaft und Pflegepersonal, wenn bei lebensbedrohlichen Operationen Blutkonserven benötigt werden, diese aber nicht da sind? Das moderne Gesundheitswesen, wie wir es heute kennen, wäre wohl ohne das Engagement von vielen Blutspenderinnen und Blutspendern aus der Vergangenheit undenkbar. Mittlerweile sind auch viele Therapien ohne die wertvollen menschlichen Tropfen nicht möglich.

Selbst die richtige Zeit zum Blutspenden verpasst

Natürlich war uns die Bedeutung des Blutspendewesens dem Grunde nach immer klar, schon wegen unserer politischen Tätigkeit im Landtag. Aber so richtig wahrnehmbar wird es, wenn man einmal selbst betroffen ist. Auch wir haben es als selbstverständlich angesehen, dass genügend Blutkonserven da sind. Von größerem Mangel war unsere Gesellschaft erfreulicherweise bisher verschont. Die Prioritäten im eigenen Leben verschieben sich, wenn es zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt.

Otto Schuhmann und Susann Biedefeld dankbar für Blutspenden
Blut rettet Leben: Das hat das Ehepaar Susann Biedefeld und Otto Schuhmann selbst erfahren. Foto: red

Insofern bedauern wir es heute, nicht selbst zu dem verdienten Kreis der zum teils jahrzehntelang Blutspende gebenden Menschen zu gehören. In jungen Jahren haben wir nicht so recht daran gedacht und später, als uns die aktive ehrenamtliche Zeit im Roten Kreuz die Bedeutung vor Augen führte, ging es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten sind wir dem Roten Kreuz verbunden und gemeinsam ehrenamtlich im Haushaltsausschuss des BRK-Kreisverbandes Lichtenfels, dem Mitglieder-Kontrollgremium, aktiv. Da bekamen wir den Einblick in das immense Aufgabenspektrum, unter anderem, wie ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sich in ihrer Freizeit bei den Blutspende-Terminen einbringen und selbst in der Corona-Pandemie nicht nachgelassen haben.

Ein Lob für Rotkreuzhelferin Rosemarie Göhring

Der Landkreis Lichtenfels ist eine Blutspende-Hochburg. Als eine der zentralen, verdienstvollen Menschen ist hier Rotkreuzhelferin Rosemarie Göhring aus Lichtenfels zu nennen, die seit mehr als fünf Jahrzehnten im Blutspendewesen mitwirkt. Stellvertretend für alle ehrenamtlich Aktiven ist sie für uns ein Vorbild für junge Menschen.

Gelebte Solidarität ist nie eine Frage von Generationen, sondern das Zeitgeistthema von Jung und Alt. Das Blutspenden gehört dazu und es bleibt modern, weil es an Aktualität nichts verloren hat. Wir hoffen sehr, dass sich junge Menschen ansprechen lassen und nicht warten, bis es sie selbst einmal trifft. Auch das eigene Leben könnte davon abhängen. Das Jungsein eröffnet jetzt die sinnstiftende Chance, das Beste zu geben, was man hat: Ein Stück Gesundheit.

Gerade Menschen, die darauf angewiesen sind, werden immer dankbar sein. Wir jedenfalls werden es nie vergessen, dass uns unbekannte Menschen mit ihrem Blut hilfreich zur Seite standen.“

 

Schlagworte