LICHTENFELS

OT verbindet: Der Klopapier-Song vom Obermain

Stefan Lauer hat in Zeiten von Corona einen Klopapier-Song getextet. Foto: red

Es ist ein Samstagmorgen in Schney. Stefan Lauer will gerade den Netto-Markt betreten, als ihm eine Frau mit zehn Packungen Klopapier im Arm entgegenkommt. „Ihr Sohn hielt dann nochmal die gleiche Menge an Toilettenpapier in den Händen“, wundert sich der 58-Jährige. Von dieser Situation war der Lichtenfelser so erstaunt, dass er beschloss, einen Song über das Hamstern von Klopapier in Zeiten von Corona zu schreiben und zu performen.

„Den Songtext zu schreiben ging sehr schnell. Nur die Musik aufzunehmen war etwas aufwändig“, berichtet Stefan Lauer. Zuhause hat er ein eigenes kleines Tonstudio. Dort hat er Akkustikgitarre, E-Gitarre, Bass und Schlagzeug gespielt und gesungen. Anschließend hat er zehn Stunden gebraucht, um die Aufnahmen zu mischen und zu brennen.

Auch ein Musikvideo darf nicht fehlen

Außerdem hat er ein Musikvideo dazu gedreht. „Ich habe einige Fotos von meiner Toilette gemacht und ein Kollege von mir hat Cartoons von Klopapierrollen zusammengeschnitten“, sagt Stefan Lauer. Anschließend hat er das Video auf YouTube hochgeladen. „Das Problem ist, dass man auf dem Videoportal einen bestimmten Bekanntheitsgrad braucht, dass viele Leute das Video anschauen“, bemerkt der 58-Jährige. Die Reaktionen auf den Song waren insgesamt gut. „Viele Hörer fanden ihn lustig“, freut er sich.

Stefan Lauer macht schon Musik, seit er 17 ist. „Ich spiele vor allem rockige Songs, deswegen war der Klopapier-Song eine ganz neue Erfahrung für mich“, erzählt der Hobbymusiker lachend. Er hatte auch schon einige Auftritte unter dem Namen Dr. Merkwürden im Stadtschloss Lichtenfels. „Ich habe mir diesen Künstlernamen gegeben, weil ich mich oft über merkwürdige Dinge wundere, die in der Welt passieren“, sagt er.

Hauptberuflich Pflegeheimleiter

Hauptberuflich ist er Heimleiter des Pflegeheims Elisabeth Lichtenfels. Außerdem ist er Dozent an Fachhochschulen für Altenpflege und betreut dort Bachelorarbeiten. Die Arbeit macht er im Moment von zuhause aus. Sein Hobby – die Musik – ist ein willkommener Ausgleich für ihn. Mittlerweile hat er noch einen zweiten Song in Bezug auf die Corona-Krise veröffentlicht. Er heißt: „Wir bleiben zuhause“.

Seine beiden Songs kann man sich auf YouTube auf seinem Kanal Dr. Merkwürden oder dem Musikstreamingdienst Spotify anhören.

Rückblick

  1. Corona-Tagebuch: Wie man merkt, dass man alt wird
  2. Corona-Tagebuch: Wie kann man nur so falsch liegen
  3. Auf urtümlichen Wegen zum mystischen Fels
  4. Corona-Tagebuch: Die berauschenden Seiten des Lebens
  5. Corona-Tagebuch: Wen man so alles im Zug trifft
  6. Corona-Tagebuch: Im Spiegel sieht man nur sich
  7. Wandern: Seelenlandschaft und Lungenwellness
  8. Corona-Tagebuch: Endlich mal Zeit für die Familie
  9. Corona-Tagebuch: Wenn der Traum zum Albtraum wird
  10. Verpa Folie in Weidhausen sagt dem Virus den Kampf an
  11. Die Thermenkönigin im Interview: Ihre Majestät und Corona
  12. Coronna-Tagebuch: Wenn man den Geschmack verliert
  13. Coronna-Tagebuch: Leider verspätet
  14. Terrainkurweg: Grandiose Aussicht als Belohnung
  15. Bamberg als Leuchtturm der Digitalisierung
  16. Corona-Tagebuch: Zwei Cowboys im Sonnenuntergang
  17. Helikopter am Obermain: Hilfe für Vögel kommt aus der Luft
  18. Corona-Tagebuch: Busfahrer und die Weiblichkeit
  19. Wandern: Über Stock und Stein zur Querkeleshöhe
  20. Corona-Tagebuch: Ein Glückskeks sagt immer die Wahrheit
  21. Corona-Tagebuch: Zwei Cowboys im Sonnenuntergang
  22. 100 „G'schichtla vom Bänkla“ in Oberfranken
  23. Metzgermeister Julian Geldner: Das Handwerk hat Zukunft
  24. Corona-Tagebuch: Letzter Abschied mit einem Whiskey
  25. Suzan Baker musiziert mit Senioren: Echte Hits rosten nie
  26. Suzan Baker musiziert mit Senioren: Echte Hits rosten nie
  27. Corona-Tagebuch: Grüße von der Gartenparty
  28. Corona-Tagebuch: Von Werten und Respekt
  29. Pflegebonus am Obermain: Wertschätzung mit Abstrichen
  30. Corona-Tagebuch: Wenn die Liebe kalt wird
  31. Diözesanmuseum Bamberg: Kaisermantel und romanische Schätze
  32. Kulmbach: Die Geheimnisse des Bierbrauens
  33. Ruhe sanft mit „Baby Balla Balla“
  34. Familen-Wanderung: Die ersten Herbstboten begrüßen
  35. Marco Weidner: Corona trifft Häftlinge in Kronach hart
  36. Corona-Tagebuch: Es lebe die Verschwörungstheorie
  37. OT-Tagebuch: Die Sache mit der Miete
  38. Bamberger Museen profitieren von Coronahilfe
  39. Schach: Endlich Corona schachmatt setzen
  40. Falsches Buch, falsches Detail, falsche Frau?
  41. Verrückte Zeiten im Lichtenfelser Tierheim
  42. Corona-Tagebuch: So hinterlistig kann das Virus sein
  43. Wandern am Obermain: Lernen und Baden am Rudufersee
  44. Obermain–Grill: So saftig, da schmilzt selbst der Käse dahin
  45. Corona-Tagebuch: Aus heiterem Anlass eben
  46. Gottesdienst in Michelau: Ein Picknick, das Hoffnung gibt
  47. Corona-Tagebuch: Lautstarke Prinzessin im Zugwaggon
  48. Open Air mit „Klangfeder“ in Burgkunstadt
  49. Corona-Tagebuch: Da hätte selbst Kafka gestaunt
  50. Corona-Tagebuch: In Höhe Ebensfeld gibt es Tomate

Schlagworte