LICHTENFELS

Ortswiesensee und Photovoltaik Thema bei SPD Lichtenfels

Ortswiesensee und Photovoltaik Thema bei SPD Lichtenfels
NaturparadiesKanadagänse ziehen auf dem Ortswiesensee bei Oberwallenstadt ihre Bahnen. Foto: Markus Drossel

Bereits zum wiederholten Mal fand die Sitzung der SPD-Stadtratsfraktion digital statt. Thema waren die Tagesordnungspunkte des Bau- und Hauptausschusses sowie geplante Anträge der Stadtratsmitglieder.

Fraktionsvorsitzender Dr. Arnt-Uwe Schille wies direkt auf das gewichtigste Thema der Bauausschusssitzung hin: das weitere Vorgehen rund um den Ortswiesensee. Gerade die Verkehrs- und Parksituation hatte im vergangenen Jahr zu Problemen und Beschwerden der Anwohner geführt. „Mit dem neuen Verkehrskonzept der Stadtverwaltung inklusive zusätzlicher Parkflächen hoffen wir eine Verbesserung zu erreichen“, erklärte Ina Dorsch.

„Es muss möglich sein, dort zu verkehrsschwachen Zeiten sehr günstig oder sogar kostenfrei zu parken. An den Wochenenden führt aber kein Weg an einer kostenpflichtigen Lösung vorbei“, so Dorsch weiter. Dr. Schille dankte Ina Dorsch, Fachreferentin für Barrierefreiheit und Gleichstellung, dass sie in den vergangenen Sitzungen der Ausschussgremien auf die Einrichtung und Ausweisung von Behindertenparkplätzen aufmerksam gemacht hat.

„An den Wochenenden führt kein Weg an einer kostenpflichtigen Lösung vorbei.“
Ina Dorsch zur Parksituation am Ortswiesensee

Auch die Bedenken der Anwohner des Wiesenweges wurden ausführlich besprochen. Der Fachreferent für Verkehr, Dietmar Heinkelmann, gab eine ausführliche Analyse der anstehenden verkehrstechnischen Veränderungen und deren Auswirkungen, die sich durch die Ausweisung eines zweiten Rettungsweges zum Ortswiesensee und die Errichtung weiterer Parkplätze ergeben werden. Elke Werner und Monika Faber berichteten von den Gesprächen, die sie mit den Anwohnern des Wiesenweges geführt haben.

Die Fraktionsmitglieder waren sich einig, dem Verwaltungsvorschlag zu folgen, weitere Parkplätze am Weidenlabyrinth vorerst nicht einzurichten. Faber empfahl, dass die Stadtverwaltung einen Termin mit den Anwohnern finden sollte, damit die verkehrstechnischen Probleme und Sorgen besprochen werden können. „Wir werden die Situation rund um den Ortswiesensee und das Flussbad in den kommenden Monaten genau beobachten und prüfen, ob die durch den Stadtrat beschlossenen Maßnahmen der Stadtverwaltung zum gewünschten Erfolg führen. Das sind wir den Anwohnern schuldig“, schloss sie den Themenblock.

Eine Linde, die den Schneyern am Herzen liegt

Elke Werner berichtete anschließend über ihre Versuche, die als Naturdenkmal eingeschätzte Linde am Ende der Siegfried-Hofmann-Straße zu schützen. „Wer die Linde vor einigen Monaten beschnitten hat, ist nicht klar. Aber diese Linde liegt vielen Schneyern am Herzen. Nur eine Baumschutzverordnung kann dabei helfen, dass solche Bäume auch den nachfolgenden Generationen erhalten bleiben“, betonte die Schneyer Stadträtin.

Dr. Schille wies darauf hin, dass hier wohl im Rahmen der Arbeitsgruppen der Vision 2030 bereits Planungen laufen, dem Stadtrat einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten. „Auch die Berichterstattung in der Presse macht deutlich, dass dieses Thema für die Bürger wichtig ist“, bestätigte Günter Reinlein.

Photovoltaik für Merania-Bad, Turnhalle und Herzog-Otto-Schule

Einen Vorschlag von Sven Eisele wird die Stadtratsfraktion in einen Antrag überführen: Die Dachflächen des Gebäudekomplexes Merania-Bad, Dreifachturnhalle und Herzog-Otto-Mittelschule sollten für Photovoltaik und Solarthermie genutzt werden. Die Schüler der HOS sollten in die Planungs-, Installations- und Betriebsprozesse eingebunden werden. Faber ergänzte, dass dieses Projekt auch genossenschaftlich, also mit direkter Bürgerbeteiligung, umgesetzt werden könnte.

„Energieintensive Liegenschaften der Stadt sollten möglichst nachhaltig betrieben werden. Wir bitten in unserem Antrag die Stadtverwaltung darum zu überprüfen, ob eine Umsetzung technisch und finanziell machbar ist“, erklärte Philip Bogdahn.

„Weitere SPD-Ideen zu den Themen „Grüne Stadt“ oder Gesundheitsversorgung werden wir im Rahmen eines Workshops diskutieren, sobald wir wieder persönlich zusammenkommen können“, beschloss Vorsitzender Dr. Schille die Fraktionssitzung. (red)

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