LICHTENFELS/KULMBACH

Oberfranken-SPD reiht digital zur Bundestagswahl

Simon Moritz. Foto: red

Zum ersten mal in ihrer Geschichte hat die Oberfranken-SPD die Reihenfolge ihrer Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestagswahl in digitaler Form festgelegt, meldet der Bezirksverband der Sozialdemokraten.

Als oberfränkische Spitzenkandidatin und auf den ersten Listenplatz der Frauen wurde Anette Kramme (Bayreuth) gewählt. Auf Platz zwei kam Ramona Brehm aus Coburg. Bei den Männern ergab sich folgende Reihenfolge: 1. Andreas Schwarz, Bamberg; 2. Jörg Nürnberger, Hochfranken; 3. Simon Moritz, Kulmbach.

Landesliste wird am 13. März aufgestellt

Diesen Vorschlag übermittelt die Oberfranken-SPD nun der Bayern-SPD, die am 13. März 2021 über die endgültige Aufstellung der Landesliste auf einer Landesvertreter-Versammlung entscheiden wird.

Bezirksvorsitzender Jörg Nürnberger kommentierte das Ergebnis wie folgt: „Wir haben in einem äußerst fairen Verfahren die Reihenfolge unserer Kandidat*innen festgelegt. Der Wettbewerb der Ideen hat gut funktioniert, auch wenn die Umstände der Wahlen mit der digitalen Form ungewöhnlich waren. Wir gehen als Oberfranken-SPD geschlossen mit allen fünf Kandidat*innen in den anstehenden Wahlkampf und werden alles daran setzen, die Menschen in Oberfranken von unserer Politik zu überzeugen.“

Bei der Versammlung seien alle 100 Delegierten und die sieben stimmberechtigten Mitglieder des Bezirksvorstandes über ihre Rechner oder Smartphones zugeschaltet gewesen und hätten auch geschlossen an allen Abstimmungen teilgenommen, heißt es in der Pressemitteilung. Mit einer 100-prozentigen Teilnahme aller Stimmberechtigten sei die gelegentlich von anderen Parteien geäußerte Befürchtung widerlegt worden, Online-Veranstaltungen würden bestimmte Personengruppen von der Teilnahme ausschließen.

Auch in Pandemie demokratische Willensbildung möglich

Nürnberger zeigte sich hoch erfreut: „Wir haben nach drei erfolgreichen digitalen Wahlkreis-Konferenzen in Coburg, Kulmbach und Hof auch die oberfrankenweite Reihung unserer Kandidat*in-nen digital gestemmt. Das zeigt, auch in der Pandemie ist eine demokratische Willensbildung möglich, ohne die Delegierten einem Ansteckungsrisiko auszusetzen.“ Für die Parteien bestehe keine Notwendigkeit, hier Privilegien für sich in Anspruch zu nehmen und Präsenzparteitage abzuhalten. Ein großes Lob gebühre den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SPD, die in den vergangenen Wochen Unglaubliches geleistet hätten. (red)

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